Kontakt

Leiter der Forschungseinheit:

Prof. Dr. Arne Körtzinger
GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Standort Westufer
Düsternbrooker Weg 20
24105 Kiel
Telefon: 0431 600-4200
Telefax: 0431 600-4202
e-mail: akoertzinger(at)geomar.de

Assistenz / Geschäftszimmer:
Birgit Reiner
Telefon: 0431-600-4201
Telefax: 0431 600-4202
e-mail: breiner(at)geomar.de

Marine Biogeochemie

Chemische Ozeanographie

Die chemische Ozeanographie untersucht die Beziehungen zwischen organischen und anorganischen Verbindungen und den biologischen, physikalischen und geologischen Bedingungen im Ozean. Chemische Ozeanographen erforschen die Zusammensetzung des Meerwassers und seine Wechselwirkungen mit Meeresorganismen, der Atmosphäre, den Gesteinen und den Sedimenten und seine Veränderungen durch ozeanische Vermischungsprozesse. 

Prozesse, die chemische Elemente und Verbindungen in den Ozean eintragen, sie daraus entfernen bzw. innerhalb des Ozeans verändern sind wichtige Ziele meereschemischer Forschung. Bei unseren Untersuchungen spielen besonders die Kreisläufe der Elemente eine besondere Bedeutung, die für biologische Prozesse eine Rolle spielen (z.B. Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor, Eisen etc.).

Der Ozean enthält jedes natürliche Element unseres Planeten in reiner Form oder als chemische Verbindung in Lösung bzw. in Partikeln. In den 96.5% des gesamten Wassers auf der Erde, das in den Ozeanen gespeichert ist, sind die gelösten Salze die wichtigsten Bestandteile.

Schätzungsweise 50 Billiarden (50x1015)Tonnen gelöster Verbindungen sind im Meerwasser enthalten. Es handelt sich hierbei vor allem um Salze wie Natriumchlorid, Kalziumkarbonat und -sulfat, Kaliumsulfat sowie Magnesiumchlorid, -sulfat und -bromid. Wäre es möglich, das Salz aus dem Meerwasser auf den Kontinenten abzulagern, so würde eine etwa 166 m dicke Salzschicht die Landoberflächen bedecken.

Neben den genannten Hauptbestandteilen, die zwar die Eigenschaften von Meerwasser ganz wesentlich beeinflussen aber aus chemischer Sicht nicht von höchstem Interesse sind, kommen viele Elemente und Substanzen als Neben- oder Spurenbestandteile vor. Gerade diesen Bestandteilen kommt häufig eine wichtige biologische oder chemische Funktion zu, die das besondere Interesse der Meereschemie und chemischen Ozeanographie wecken.

Meerwasser enthält gasförmige Spurenstoffe, die in die Atmosphäre eingetragen oder aus dieser aufgenommen werden. Die Entstehung und das Schicksal von Spurengasen, die in der Atmosphäre wirksam werden, sind dabei ein besonders wichtiger Bestandteil der Forschung. Treibhausgase, die zur Erwärmung der Atmosphäre beitragen, Spurenstoffe, die Aerosole bilden und solche, die Ozon zerstören, gehören in diese Kategorie.

Weil die Chemie die Umwelt des Ozean-Erde-Atmosphäre-Systems sowohl kontrolliert als auch widerspiegelt, besitzt die chemische Ozeanographie enge Anknüpfpunkte zu allen anderen Disziplinen des GEOMAR. Wir arbeiten eng mit den physikalischen, geologischen und biologischen Forschungsbereichen der Meeres- und Erdsystemforschung zusammen.

Kontakt

Leiter der Forschungseinheit:

Prof. Dr. Arne Körtzinger
GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Standort Westufer
Düsternbrooker Weg 20
24105 Kiel
Telefon: 0431 600-4200
Telefax: 0431 600-4202
e-mail: akoertzinger(at)geomar.de

Assistenz / Geschäftszimmer:
Birgit Reiner
Telefon: 0431-600-4201
Telefax: 0431 600-4202
e-mail: breiner(at)geomar.de

Publikationen

Arbeitsgruppen

Observational Chemical Oceanography  
PI Prof. Dr. Arne Körtzinger

Water Column Biogeochemistry  
PI Prof. Dr. Eric Achterberg  

Trace Gas Biogeochemistry  
PI Prof. Dr. W. Hermann Bange  

Trace Gas Air-Sea Exchange  
PI Prof. Dr. Christa Marandino

Marine Bioinorganic Chemistry  
PI Dr. Martha Gledhill

Contaminant Behavior in Aquatic Systems  
PI Dr. Pablo Lodeiro

Halocarbons  
PI Dr. Birgit Quack

Trace Metal Biogeochemistry  
PI Dr. Christian Schlosser

Transient Tracers  
PI Dr. Toste Tanhua