MOOC Postkarte. Quelle: Exzellenzcluster Ozean der Zukunft.

MOOC Postkarte. Quelle: Exzellenzcluster Ozean der Zukunft.

15.06.2017

Massive Open Online Kurs (MOOC) “One Planet – One Ocean: From Science to Solutions”

Neuer Start für den „Online-Kurs vom Wissen über den Ozean zu nachhaltigen Lösungsansätzen“

15.06.2017/Kiel. Mit mehr als 1200 Teilnehmenden aus aller Welt ist am 14. Juni der neue Massive Open Online-Kurs (MOOC) „One Planet – One Ocean: From Science to Solutions“ gestartet. Noch bis zum August bietet die Online-Vorlesungsreihe, die sich mit den drängenden Herausforderungen rund um den Ozean beschäftigt, aufwändig aufbereitete Vorlesungen, Whiteboard-Animationen und eine Vielzahl an Hintergrundinformationen über das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde. Der MOOC wurde federführend vom Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ mit seinen Partnern GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der Christians-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und dem International Ocean Institute (IOI) unter dem Dach der internationalen SDG Academy entwickelt. Neue Anmeldungen für die Teilnahme sind noch jederzeit möglich.

In insgesamt sechs Wochen informieren Kieler Meeresforschende aus den Natur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und der Philosophie über die Themengebiete „Marine Ökosysteme“, „Küsten“, „Fischerei und Aquakultur“, „Ozean und Klima“, „Nachhaltigkeit“ und „Meeresumwelt und marine Rohstoffe“. Ziel des MOOCs ist es, den Einfluss des menschlichen Handels auf den Ozean aufzuzeigen und das Bewusstsein dafür zu schärfen, den Ozean und seine Ressourcen zukünftig stärker nachhaltig zu nutzen und sich für den Erhalt des Lebensraumes einzusetzen. Die englischsprachige Vorlesungsreihe ist offen für alle. Vorwissen ist nicht erforderlich und Gebühren fallen nicht an. Neben der reinen Wissensvermittlung gibt es regelmäßig Live-Chats mit den Forscherinnen und Forschern sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern zu vernetzen und auszutauschen.

„Fundiertes Wissen über die Probleme und Chancen, die der Ozean für den Menschen bietet, ist die wichtigste Grundlage, sich für einen schonenden Umgang einzusetzen. Zurzeit setzen wir uns – gemeinsam mit vielen anderen Institutionen - verstärkt dafür ein, möglichst viele Akteure – ob aus Öffentlichkeit, Politik oder Wirtschaft - weltweit zu erreichen“, sagt Prof. Martin Visbeck, Sprecher des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ und physikalischer Ozeanograph am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Der MOOC ist einer unserer Beiträge, den Ozean in das Bewusstsein der Zivilgesellschaft weltweit zu rücken.

„Bereits 2016 haben wir über 4000 Studierende, Lehrende und Fachleute aus dem marinen Bereich, sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen und interessierte Bürgerinnen und Bürger erreicht”, erklärte PD Dr. Avan Antia vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und wissenschaftliche Lektorin des Kurses. Der Kurs wird unterstützt von sieben Kieler MOOC-Scouts, die die Teilnehmer durch die Vorlesungen begleiten, sie mit Interviews ergänzen und Fragen online sowie in Live-Schaltungen aufnehmen und beantworten.

Erst Anfang Juni hatten sich im Rahmen der UN-Meereskonferenz 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen darauf verständigt, den Ozean und damit das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde zu bewahren und zu schützen. Auch die Kieler Meeresforschenden haben auf der ersten Konferenz dieser Art die Notwendigkeit betont, das UN-Entwicklungsziel 14 (Sustainable Development Goal), im Einklang mit weiteren Entwicklungszielen umzusetzen, um die Folgen der menschlichen Eingriffe in die Weltmeere zu begrenzen. Sie setzen sich in ihrer Forschungsagenda zunehmend dafür ein, wissensbasierte Lösungswege für einen nachhaltigen Schutz des Ozeans aufzuzeigen. Die Vermittlung ihrer Erkenntnisse in die Gesellschaft ist dabei von herausragender Bedeutung. Ein Beitrag dazu ist auch der kürzlich veröffentlichte Meeresatlas, den der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und die Böll-Stiftung auf der New Yorker Konferenz einem größeren Publikum aus Politik, NGOs und Öffentlichkeit vorgestellt hatten.

Dateien:
OnePlanetOneOcean_Postcard1.pdf542 K