Das Baufeld für den Erweiterungsneubau des GEOMAR auf dem Seefischmarktgelände am Kieler Ostufer. Foto: C. Dullo, GEOMAR.

Startschuss für GEOMAR-Neubau

Architektenwettbewerb für 90 Mio. €-Projekt beginnt

28.02.2012/Kiel. Ein wichtiger Meilenstein für den Erweiterungsneubau des GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: Die EU-weite Ausschreibung des Architektenwettbewerbs wird jetzt auf den Weg gebracht. Damit kommen die Planungen für das Projekt mit einem Finanzvolumen von rund 90 Mio. Euro einen entscheidenden Schritt voran. 

Die Meeresforscher am GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel warten schon lange darauf. Schon 2004, bei der Gründung des IFM-GEOMAR, wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, das Institut an einem Standort zusammenzuführen. Erste Schritte wurden mit dem Verlagern zentraler Einrichtungen auch zügig umgesetzt, nur beim größten Brocken, ein Erweiterungsneubau für die derzeit noch an verschiedenen Standorten am Westufer der Förde angesiedelten Gruppen, gab es zunächst nur wenig Bewegung. Nach der Finanzierungszusage für das Projekt mit einem Volumen von etwa 90 Mio. Euro im Jahr 2009 und der Übertragung des Grundstücks auf dem Kieler Seefischmarkt an das Land Schleswig-Holstein im Jahr 2010, kommt nun aber Bewegung in das Großprojekt. Die europaweite Ausschreibung des Architektenwettbewerbs wird dem Vorhaben in den nächsten Monaten konkrete Konturen verleihen.

Wir sind sehr gespannt auf die Entwürfe, die wir in einigen Monaten vorgestellt bekommen werden“, freut sich GEOMAR Direktor Professor Peter Herzig. Nach dem Übergang in die Helmholtz Gemeinschaft war es aufgrund der veränderten Zuständigkeiten, zunächst zu einigen Verzögerungen in der Bauplanung gekommen. „Die Umsetzung des Projektes habe aber zu keiner Zeit in Frage gestanden“, so Peter Herzig. Bund und Land hätten von Anfang an hinter dem Vorhaben gestanden, das nicht nur für das GEOMAR ein Leuchtturmprojekt darstelle. „Hier investieren wir für Spitzenforschung in Schleswig-Holstein, die bereits jetzt weit über die Landesgrenzen hinweg sichtbar ist“, sagt der schleswig-holsteinische Wissenschaftsminister Jost de Jager. „Wir sind dem Bund sehr dankbar, dass er mit der Überführung des GEOMAR in die Helmholtz Gemeinschaft die Bedeutung der Meeresforschung in unserem Land erkannt hat und bereit war, dafür auch einen Großteil der finanziellen Verantwortung zu übernehmen“, so de Jager weiter.

Die nächsten Schritte bei der Umsetzung des Projekts sind vorgezeichnet. Bis zum Spätsommer 2012 wird der jetzt ausgeschriebene Architektenwettbewerb laufen, nach dessen Abschluss und der Prämierung der Entwürfe, geht es in die Detailplanung. „Wir rechnen mit einem Baubeginn in 2013 und, wenn alles gut läuft, mit einem Einzug Ende 2015“, erklärt Professor Herzig. „Klar kann immer etwas schiefgehen, aber ich bin Berufsoptimist und sehe den neuen Leuchtturm der Kieler Meeresforschung schon vor mir, wenn ich aus meinem Bürofenster schaue“, meint Herzig schmunzelnd.

Bilddatei:

Das Baufeld für den Erweiterungsneubau des GEOMAR auf dem Seefischmarktgelände am Kieler Ostufer. Foto: C. Dullo, GEOMAR.

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Villwock (Communication & Media), Tel. +49 431 600 2802,
avillwock(at)geomar.de

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Das Baufeld für den Erweiterungsneubau des GEOMAR auf dem Seefischmarktgelände am Kieler Ostufer. Foto: C. Dullo, GEOMAR.
Das Baufeld für den Erweiterungsneubau des GEOMAR auf dem Seefischmarktgelände am Kieler Ostufer. Foto: C. Dullo, GEOMAR.