Von links: Prof. Dr. Peter Herzig (GEOMAR), Prof. Dr. Ed. Hill (NOC) und Francois Jacq (Ifremer). Quelle: Ifremer.

Von links: Prof. Dr. Peter Herzig (GEOMAR), Prof. Dr. Ed. Hill (NOC) und Francois Jacq (Ifremer). Quelle: Ifremer.

10.05.2017

Strategiegespräche unter der Trikolore

Direktoren des GEOMAR, NOC und Ifremer trafen sich in Paris

10.05.2017/Paris/Kiel. Die Leiter der drei führenden europäischen Meeresforschungseinrichtungen in Frankreich (Ifremer), Großbritannien (National Oceanography Centre, NOC) und Deutschland (GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel) trafen sich zu zweitägigen Konsultationen in der französischen Hauptstadt. Die sogenannte G3-Gruppe erörterte neben zukünftigen gemeinsamen Projekten auch mögliche Folgen des Brexits für die zukünftige Zusammenarbeit

Seit mehr als 10 Jahren treffen sich die Direktoren der drei führenden Meeresforschungseinrichtungen in Europa, dem Ifremer (Frankreich), dem National Oceanography Centre Southampton (Großbritannien) und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zu regelmäßigen Konsultationen.
In diesem Jahr war der Generaldirektor und Präsident von Ifremer, Francois Jacq, Gastgeber für das sogenannte G3-Treffen, das vom 9.-10. Mai im Hauptquartier von Ifremer in Paris stattfand. 
Das diesjährige Treffen war von Diskussionen über die Folgen des Brexit für das britische Zentrum NOC sowie das weitere Vorgehen hinsichtlich weiterer gemeinsamer Projekte und Expeditionen geprägt. Hierzu gab es neben internen Gesprächen der Leiter der Einrichtungen eine Reihe von Präsentationen von Ifremer-Wissenschaftlern. 
Konkret soll es in Zukunft eine engere Kooperation im Bereich "Unterwasser-Technologien" und Umweltuntersuchungen im Vorfeld eines möglichen Meeresbergbaus geben.
"Die Gespräche finden stets in guter, freundschaftlicher und sehr vertrauensvoller Atmosphäre statt", sagt GEOMAR Direktor Prof. Dr. Peter Herzig. "Gerade für die Beantwortung der globalen Fragen, die in der Meeresforschung aufgeworfen werden, benötigen wir eine gut funktionierende internationale und vor allem auch europäische Kooperation. Die G3-Konsulationen sind für uns eine große Hilfe", so Herzig weiter, "schliesslich beschäftigen Ifremer, GEOMAR und NOC zusammen fast 4000 Mitarbeiter.