Antonia Trede errang den vierten Platz beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht", Fachbereich Biologie. Foto: J. Dengg, GEOMAR

Antonia Trede errang den vierten Platz beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht", Fachbereich Biologie. Foto: J. Dengg, GEOMAR

03.06.2013

In der ersten Liga der Jungforscher

- Kieler Schülerin unter den Besten 5 beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht" -

3.6.2013/Kiel. Antonia Trede (18), Schülerin der freien Waldorfschule Kiel, errang am vergangenen Wochenende den vierten Platz beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht", Fachbereich Biologie, sowie den Werner-Rathmayer-Sonderpreis der Deutschen Zoologischen Gesellschaft für eine besonders originelle Arbeit aus diesem Fachbereich. Ihre Forschungsarbeit hatte als schulische Facharbeit im Rahmen der Schulprogramme des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel begonnen. Wir gratulieren!

Bei Jugend Forscht mitzumachen ist zunächst nicht allzu schwer. Sich aber durch zwei Wettbewerbsrunden erfolgreich von der Regional- über die Landesebene bis hin zum Bundeswettbewerb zu behaupten, dazu gehören besonderer Fleiß und auch Fachwissen. Antonia Trede, 18 Jahre, aus der Freien Waldorfschule Kiel, hat es geschafft. Sie präsentierte ihre Arbeit am vergangenen Wochenende in Leverkusen der Bundesjury - und errang sogar den vierten Platz im Fachbereich Biologie.

Die Arbeit, die sie dort präsentierte, ist eine Untersuchung, die zunächst als schulische Facharbeit im Rahmen der Schulprogramme des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel begann. Unter Betreuung von Christian Hesse und Catriona Clemmesen aus der Forschungseinheit „Evolutionsökologie Mariner Fische“ präparierte Antonia Gehörsteinchen, sogenannte Otolithen, von Heringslarven aus dem Nord-Ostsee-Kanal und bestimmte das Alter der Tiere aus der Ringstruktur der Kalkablagerungen. Im Zentrum ihrer einjährigen Analysen stand dann die Frage, ob größere Tiere bessere Überlebenschancen haben. „Bei den Heringslarven im Kanal scheint das der Fall zu sein, wie unsere Daten zeigen, aber man kann daraus natürlich nicht sofort den Schluss ziehen, dass das für andere Arten an anderen Standorten auch gilt“, erläutert Antonia.

Mit diesen Erkenntnissen gerüstet ging es nun nach Leverkusen, wo im Bundeswettbewerb nicht nur die wissenschaftlichen Fakten zählten, sondern auch eine überzeugende und ansprechende Präsentation vor der Jury. „Natürlich bin ich etwas aufgeregt, welche schwierigen Fragen mich dieses Mal im Jurygespräch erwarten werden, aber ich fühle mich nach wie vor toll unterstützt durch die Hilfe meiner Betreuer“, sagte Antonia noch kurz vor dem Wettbewerb. Doch die Aufregung erwies sich als unbegründet, wie die Platzierung am Ende bewies. "Die Jury war echt interessiert und es war ein sehr nettes Gespräch", berichtet Antonia. Zusätzlich zum vierten Platz im Fachbereich Biologie errang die Kieler Schülerin sogar noch den Werner-Rathmayer-Sonderpreis der Deutschen Zoologischen Gesellschaft für eine besonders originelle Arbeit aus diesem Fachbereich. Als eine der Top-fünf Platzierten fährt sie nun im September nach Berlin, um zusammen mit allen anderen Siegern und Platzierten Bundeskanzlerin Merkel zu treffen. Das GEOMAR gratuliert!