Ozeanzirkulation und Klimadynamik

Tropische Warmwasserwippe

Abbildung 1: Modell der tropischen Warmwasserwippe
Abbildung 2: Sauerstoffisotopen von grönländischen und antarktischen Eiskernen zeigen die gegenläufige Entwicklung der Lufttemperaturen über beiden Hemisphären. Graue Balken: Heinrich Ereignisse H4 und H5. Der leichte Vorlauf des antarktischen Eiskerns weist auf die Wärmetransport-Richtung von Süd nach Nord hin (verändert nach Knutti et al., 2004).

Das Modell der tropischen Warmwasserwippe beschreibt die gegenläufige Temperaturentwicklung von Grönland und Antarctika während der Dansgaard Oeschger Klimaschwankungen und Heinrich Ereignisse während des letzten Glazials. Abrupte Wechsel in der thermohalinen Zirkulation beeinflussen das Klima in den hohen Breiten beider Hemisphären durch Veränderungen im nordwärtigen Wärmetransport. Wenn der Süsswassereinfluss im Nordatlantik die thermohaline Zirkulation abschwächt, kühlt sich die nördliche Hemisphäre ab, während die südliche Hemisphäre und die Tropen durch den Wärmestau aufgeheizt werden. Wenn die Tiefwasserbildung wieder anfährt, setzt auch der meridionale Wärmetransport wieder ein. Dadurch erwärmt sich die nördliche Hemisphäre, und die Südhalbkugel sowie die Tropen kühlen ab. 

 

Literatur:

Knutti, R., Flückiger, J., Stocker, T.F. and Timmermann, A., 2004. Strong hemispheric coupling of glacial climate through freshwater discharge and ocean circulation. Nature, 430, 851-856. 

 

Links: 

www.essc.psu.edu/~bjhaupt/papers/agu01.ds/agu01-ds.html

www.climate.unibe.ch/stocker/summer03/seesaw.ppt