Dynamik des Ozeanbodens

Submarine Naturgefahren

Tsunamis sind die gefährlichsten und verheerendsten marinen Naturgefahren und stellen Gefahren für die Bevölkerung und Infrastruktur im Küstenbereich dar. Sie werden durch schnelle Verlagerung großer Massen und die damit einhergehende Änderung in der Meeresbodentopographie ausgelöst. Die Ausbreitung von Tsunamiwellen ist mittlerweile sehr gut vorhersagbar. Die größte Unsicherheit in der Vorhersage von Tsunamis liegt in den Prozessen, die Tsunamis auslösen. Die häufigste Ursache für Tsunamis sind Erdbeben. Etwa ein Viertel aller Tsunamis werden von submarinen Hangrutschungen ausgelöst. Trotz intensiver Untersuchungen werden Erdbeben und submarine Hangrutschungen nur ungenügend verstanden.

Am GEOMAR fokussieren wir unsere Aktivitäten auf die folgenden Themen:

  • Submarine Hangrutschungen: Ein globales Phänomen
  • Zusammenbrüche von Vulkanflanken, Rutschungen und Tsunamis
  • Fluidfluss und Hangstabilität
  • Gefährdungsabschätzung mittels Deformationsmessungen am Meeresboden
  • Seismizität an Subduktionszonen

Projekte

DFG geförderte Projekte (Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" geförderte Projekte

BMBF geförderte Projekte (Bundesministeriums für Bildung und Forschung)

andere Projekte

Industriekooperation

Abgeschlossene Projekte (Auswahl)

  • GITEWS - German Indonesian Tsunami Early Warning System 
  • Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft", Juniorforschergruppe B4 - Submarine Gefahren an Kontinentalrändern - unter der Leitung von Prof. Sebastian Krastel-Gudegast (jetzt CAU Kiel)
    • Erdrutsche vor Nordwest-Afrika Akustische 
    • Untersuchung landeinwärts zeigender Rutschungen vor Chile 
    • Hangrutschungen- und Tsunamigefahren im Andaman Meer, Thailand 
    • Sediment-Transport vor Uruguay und Argentinien 
    • Seen als Modelle für Ozeane
  • SFB 574- Volatiles and Fluids in Subduction Zones:Climate Feedback and Trigger Mechanisms for Natural Disasters 
    • Teilprojekt A1 - Tectonics, fluid flow and slope stability revealed with multiscale mapping methods - unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Behrmann und Dr. Wilhelm Weinrebe 
    • Teilprojekt A2 - Geophysical search for links between earthquake and volcano hazards in south-central Chile 
    • Teilprojekt A5 - Serpentinization in subduction zones - unter der Leitung von Dr. Ingo Grevemeyer, Prof. Dr. Ernst Flüh und Prof. Dr. Wolfgang Rabbel (CAU) 
  • EU-geförderte Projekte 

Kontakt

Dr. Morelia Urlaub

Telefon: 0431-600-2638
E-mail: murlaub(at)geomar.de

Geräte Deployment auf FS Poseidon, POS496, Foto: F. Gross
Bathymetrie der Storegga Rutschung (von Norden aus). Daten: Statoil, Abbildung C. Berndt
FS Sonne vor Ritter Island, Ausfahrt SO252, Foto: C. Berndt