Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2nd Marine Imaging Workshops. Foto: Jan Steffen, GEOMAR

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2nd Marine Imaging Workshops. Foto: Jan Steffen, GEOMAR

Eröffnung des MIW am Dienstag. Foto: Jan Steffen, GEOMAR

Eröffnung des MIW am Dienstag. Foto: Jan Steffen, GEOMAR

Diskussionsrunden in kleinen Gruppen brachten die anwesenden Wissenschaftsdisziplinen zusammen. Foto: Jan Steffen, GEOMAR

Diskussionsrunden in kleinen Gruppen brachten die anwesenden Wissenschaftsdisziplinen zusammen. Foto: Jan Steffen, GEOMAR

24.02.2017

Automatisierte Auswertung von Unterwasserbildern als globale Aufgabe

Internationaler Workshop zum „Marine Imaging“ am GEOMAR erfolgreich beendet

24.02.2017/Kiel. Unterwasserroboter, autonome Unterwasserfahrzeuge, fest installierte Observatorien – immer mehr Gerätschaften der Meeresforschung verfügen über hoch auflösende Kameras. Sie erstellen oft mehrere tausend bis zehntausend Bilder während einer einzelnen Messkampagne. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sie einsetzen, geht es aber nicht um eine ästhetische Abbildung bisher unbekannter Unterwasserwelten. Richtig ausgewertet enthalten diese Bilder Informationen über Ökosysteme, über geologische Prozesse im Meeresboden, über Verschmutzung der Ozeane oder auch potenzielle Rohstoffquellen.

In dieser Woche trafen sich 120 Expertinnen und Experten aus 25 Nationen am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, um sich beim zweiten internationalen „Marine Imaging Workshop“ über die neuesten Trends und Entwicklungen bei bildgebenden Verfahren unter Wasser und deren Auswertung auszutauschen. „In den vergangenen drei Jahren seit dem ersten Marine Imaging Workshop am National Oceanography Center in Southampton hat sich in diesem Bereich unheimlich viel getan“, sagt Dr. Timm Schoening aus dem Forschungsbereich 2 des GEOMAR und Organisator des Workshops, „vor allem die Hardware, also Kameras, Druckgehäuse und die sie tragenden Geräte, werden immer besser“. Auch die automatisierte Auswertung von großen Fotomengen mit Hilfe entsprechender Software hat sich weiterentwickelt, allerdings bietet speziell dieser Bereich noch erhebliches Entwicklungspotenzial.

„Die Stimmung während des Workshops war sehr gut. Das offenen Format mit Vorträgen, Postern und Diskussionsrunden in kleinen Gruppen hat die anwesenden Wissenschaftsdisziplinen zusammengebracht und neue Sichtweisen eröffnet. Es gab viele interessante Anregungen im Hinblick auf technische, algorithmische und methodische Entwicklungen. Vor allem ist in den Diskussionen immer wieder deutlich geworden, dass selbst die größten Meeresforschungs-Institute die Herausforderungen bei der Bildauswertung nicht alleine bewältigen können. Deshalb war die globale Netzwerkbildung ein wichtiger Aspekt der vergangenen Tage“, resümiert Dr. Schoening.

Der nächste Marine Imaging Workshop wird von Ocean Networks Canada organisiert und soll in zwei Jahren im kanadischen Victoria stattfinden.