Gut gelaunt: Vertreter des japanischen JAMSTEC Instituts mit ihren Gastgebern vom GEOMAR. Foto: A. Villwock, GEOMAR.

Gut gelaunt: Vertreter des japanischen JAMSTEC Instituts mit ihren Gastgebern vom GEOMAR. Foto: A. Villwock, GEOMAR.

27.11.2015

Deutsch-japanische Kooperationen in der Meeresforschung

Hochrangige Delegation des japanischen JAMSTEC Instituts am GEOMAR

27.11.2015/Kiel. Am 27.11. besuchte eine hochrangige Delegation der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC) das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Die  Delegation wurde angeführt von General Direktor Yoshio Isozaki, dem Leiter von JAMSTECs Technologie Zentrum.

Während des Treffens wurden die Parallelen zwischen JAMTEC und  GEOMAR als zwei internationalen Meeresforschungseinrichtungen deutlich. Es gibt jedoch auch einige Unterschiede, wie zum  Beispiel die mit acht Schiffen deutlich größere Forschungsflotte des JAMSTEC. Beide Institute verfügen über einzigartige Infrastruktur, die von verschiedenen Unterwasserrobotern bis zu verschiedenen Erdbeobachtungssystemen reicht und weltweit seines Gleichen sucht.

Detaillierte Diskussionen der aktuellen Technologieentwicklungsprojekte an beiden Instituten förderten mehrere Möglichkeiten zur künftigen Zusammenarbeit zutage. Besonders erfolgsversprechend erscheint hierbei eine engere Zusammenarbeit bei der Entwicklung künftiger Meeresbodenbeobachtungssysteme, die Verformungen des Meeresbodens dokumentieren sollen, wie sie bei Seebeben auftreten. Bislang ist dies nur mit Hilfe von GPS für Erdverformungen über dem Meeresspiegel möglich. Um dies in Zukunft zu ändern, verfolgen JAMTEC und GEOMAR völlig unterschiedliche aber komplementäre Ansätze und es sind große Synergieeffekte zu erwarten, falls diese Arbeiten koordiniert und zusammengebracht werden können.

„Das Treffen fand in einer sehr offenen und freundschaftlichen Atmosphäre statt und wir sind sehr auf eine Vertiefung der Zusammenarbeit erpicht", erklärt Professor Christian Berndt, der den Austausch auf Seiten des GEOMAR organisierte. Dies wurde von Generaldirektor Yoshio Isozaki bestätigt, der besonders hervorhob, dass es sich hierbei auf eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe handelt, was deutlich einfacher ist, als wenn Austausch nur als Einbahnstraße verstanden wird.