Treffen nach 25 Jahren: (von rechts nach links) Dr. Sven Petersen (GEOMAR), Prof. Dr. Peter Herzig (Co-Chief ODP158), Dr. Susan Humphris (Co-Chief ODP158), Dr. Bruce Gemmell von der University of Tasmania und Mark Hannington (GEOMAR). Foto: Jan Steffen/GEOMAR

Treffen nach 25 Jahren: (von rechts nach links) Dr. Sven Petersen (GEOMAR), Prof. Dr. Peter Herzig (Co-Chief ODP158), Dr. Susan Humphris (Co-Chief ODP158), Dr. Bruce Gemmell von der University of Tasmania und Mark Hannington (GEOMAR). Foto: Jan Steffen/GEOMAR

25.04.2019

Erinnerung an einen Meilenstein der Tiefsee-Forschung

Team-Mitglieder der Expedition ODP 158 treffen sich nach 25 Jahren am GEOMAR

25.04.2019/Kiel. Im Jahr 1979 erblickten erstmals Menschen auf dem Meeresboden der Tiefsee heiße Quellen, aus denen heißes, dunkel gefärbtes Wasser aufstieg. Seitdem beschäftigen diese "Hydrothermalsysteme" die Wissenschaft. Im Jahr 1994 unternahm das internationale Ocean Drilling Programme (ODP, heute: International Ocean Discovery Program IODP) mit dem wissenschaftlichen Bohrschiff JOIDES RESOLUTION einen der allerersten und erfolgreichsten Versuche, in ein aktives hydrothermales Hochtemperatursystem auf einem mittelozeanischen Rücken zu bohren. Ziel der Expedition ODP 158 war das TAG Hydrothermalfeld in einer Wassertiefe von 3.640 m bei 26°N auf dem Mittelatlantischen Rücken.  Die Co-Fahrtleiter waren Prof. Dr. Peter Herzig (heute Direktor des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel) und Prof. Susan Humphris von der Woods Hole Oceanographic Institution (Massachusetts, USA). 

Im Rahmen der vom Women's Executive Board des GEOMAR organisierten Marie-Tharpe Lecture Series hielt Prof. Humphris am 25. April einen Vortrag am GEOMAR. Am Rande trafen sich Mitglieder des wissenschaftlichen Teams von ODP158, um nach 25 Jahren an die historischen TAG-Bohrungen zu erinnern.  "Es ist immer schön, die Kolleginnen und Kollegen von damals wieder zu sehen. Die Bohrungen während ODP158 waren ein Meilenstein in der Erforschung von Hydrothermalsystemen. Gleichzeitig ist es spannend zu sehen, wie sich das Wissen seitdem erweitert hat", sagt Prof. Dr. Mark Hannington (GEOMAR), ebenfalls ein Teilnehmer der Expedition vor 25 Jahren.