Das IFM-GEOMAR am Ufer der Kieler Förde (Foto: S. Kiesche).

Das IFM-GEOMAR am Ufer der Kieler Förde (Foto: S. Kiesche).

10.09.2009

IFM-GEOMAR mit weitem Abstand vorn

Kieler Meeresforschungsinstitut deutschlandweit Spitze in der DFG-Förderung

10.09.2009/Kiel. Das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel belegt beim aktuellen Förder-Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit weitem Abstand den ersten Platz unter 150 außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland. Im dem der Erhebung zugrunde liegenden Zeitraum von 2005-2007 erhielt das IFM-GEOMAR 33.2 Mio. Euro an DFG-Fördermitteln. Die nächst platzierten Institute erhielten weniger als die Hälfte dieser Summe. Damit nimmt das IFM-GEOMAR bereits zum zweiten Mal in Folge diese Spitzenposition ein. 

Der fünfte Bericht zur Forschungsförderung, der am 10. September von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vorgelegt wird, bereitet den Meeresforschern am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) große Freude. Bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen führt das IFM-GEOMAR die über den Zeitraum der Jahre 2005-2007 durchgeführte Erhebung zum zweiten Mal in Folge mit weitem Abstand an. 

Mehr als 33.2 Mio. Euro Fördermittel der DFG konnte das IFM-GEOMAR in diesem Zeitraum verbuchen, die nächstplatzierten, das Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin und das Deutsche Krebsforschungszentrum, liegen bei gut 16 Mio. Euro. „Mir war klar, dass wir wieder weit vorne landen würden“, freut sich Prof. Dr. Peter Herzig, Direktor des Kieler Instituts. „Doch dieses herausragende Ergebnis hat mich dann doch überrascht“, so Herzig weiter. Das Institut ist an zwei Sonderforschungsbereichen und dem Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ maßgeblich beteiligt. Dazu kommen zwei DFG-Schwerpunkteprogramme, das Emmy-Noether-Programm und natürlich über das Einzelverfahren geförderte DFG-Anträge. „Die stark umworbene DFG-Förderung stellt für uns eine besonders wichtige Säule in der Projektförderung dar“, erläutert Herzig. „DFG-Geld ist aber auch schwer verdientes Geld, darüber ist man sich in Wissenschaft und Forschung einig“. Daneben sind auch BMBF- und EU-Projekte sowie in jüngster Zeit auch Kooperationen mit Industrie und Wirtschaft von Bedeutung. „Im vergangenen Jahr überstiegen die dem IFM-GEOMAR bewilligten Projektmittel mit insgesamt 30 Mio. Euro zum ersten Mal die institutionelle Förderung in Höhe von etwa 28 Mio. Euro, die zu etwa gleichen Teilen von Bund und Ländern bereitgestellt wird. „Das Jahr 2008 war im aktuellen Forschungsranking ja noch gar nicht berücksichtigt. Insofern sind wir zuversichtlich, dass wir auch in den kommenden Jahren dieses hohe Niveau halten werden. Mit einem engagierten Team von mittlerweile mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir in den vergangenen Jahren schon sehr viel in der Meeresforschung bewegt“, resümiert Herzig. „Und wir haben noch viel vor“, fügt er schmunzelnd hinzu. 

Hintergrundinformation: 

Der zum fünften Mal von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vorgelegte Förder-Ranking Bericht gibt in differenzierter Form Auskunft über die fachlichen Schwerpunktsetzungen deutscher Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in ihren drittmittelgeförderten Forschungsaktivitäten sowie über die aus gemeinsamen Forschungsvorhaben resultierende Vernetzung zwischen diesen Institutionen. Auf Basis von Förderdaten der DFG und weiterer zentraler Mittelgeber werden zudem besonders forschungsaktive Regionen identifiziert und die Förderstrukturen von DFG, Bund und EU vergleichend betrachtet. Das gegenüber den Vorläuferberichten erneut deutlich erweiterte Ranking beruht insgesamt auf Daten, die knapp 90 Prozent der öffentlichen Drittmittelförderung abdecken. Erstmals konnten in der neuen Ausgabe Daten aus der Förderung durch die Exzellenzinitiative und durch den European Research Council (ERC) berücksichtigt werden. Als weitere Neuerung erfolgen bezogen auf die Programme der DFG zum ersten Mal auch Analysen zum Frauenanteil in der Förderung. Eine deutliche Erweiterung erfährt das Förder-Ranking 2009 durch die weitere Ausdifferenzierung der Analysen nach fachlichen Gesichtspunkten. So werden beispielsweise die auf die DFG-Förderung bezogenen Zahlen nunmehr nach 48 verschiedenen Forschungsfeldern unterschieden. Damit bietet das neue Förder-Ranking vor allem eine Orientierung in dem bislang erreichten Differenzierungsprozess der Wissenschaftslandschaft und dient als Planungs- und Steuerungsgrundlage für die weitere Profilbildung einzelner Standorte. 

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Villwock, Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 0431-600 2802, avillwock@geomar.de