GEOMAR-Direktor Prof. Dr. Peter Herzig (li.), Dr. h.c. Klaus-Jürgen Wichmann (Petersen-Stiftung, 2. v. li.)) und Dr. Christian W. Zöllner (Petersen-Stiftung, re.) gratulieren Prof. Dr. Trevor McDougall. Foto: Jan Steffen/GEOMAR

GEOMAR-Direktor Prof. Dr. Peter Herzig (li.), Dr. h.c. Klaus-Jürgen Wichmann (Petersen-Stiftung, 2. v. li.)) und Dr. Christian W. Zöllner (Petersen-Stiftung, re.) gratulieren Prof. Dr. Trevor McDougall. Foto: Jan Steffen/GEOMAR

Prof. Dr. Trevor McDougall. Foto: paul.m.barker via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Prof. Dr. Trevor McDougall. Foto: paul.m.barker via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

21.09.2018

Petersen-Exzellenzprofessur für australischen Ozeanographen

Prof. Dr. Trevor McDougall hält öffentlichen Abendvortrag am GEOMAR

21.09.2018/Kiel. Von der zusätzlichen Wärme, die unser Planet aufgrund der globalen Erwärmung absorbiert hat, befinden sich 93 Prozent im Ozean. Er wirkt daher wie ein gewaltiger Klimapuffer. Umso wichtiger ist es zu verstehen, wie der Ozean die Energie mit Strömungen und Vermischungsprozessen verteilt. Ein Experte auf diesem Gebiet ist der australische Ozeanograph Prof. Dr. Trevor McDougall. Für seine wissenschaftlichen Leistungen erhält er eine Exzellenz-Professur der Prof. Dr. Werner-Petersen-Stiftung. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung ist mit einem Forschungsaufenthalt am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel verbunden. Am 26. September präsentiert Professor McDougall seine Arbeiten in einem öffentlichen Abendvortrag am GEOMAR.

Indem sie die Zusammensetzung der Atmosphäre verändert, führt die Menschheit derzeit ein unkontrolliertes Experiment durch. Zu den Folgen gehören unter anderem die Erwärmung des Planeten und ein Anstieg des Meeresspiegels. Die Wechselwirkung zwischen der Atmosphäre und dem Ozean spielt dabei für die zukünftige Entwicklung eine entscheidende Rolle. Um sie genau beurteilen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie der Ozean die zusätzliche Wärmeenergie verteilt und eventuell wieder freisetzt. Dabei sind unter anderem die großen Meeresströmungen wie der Golfstrom entscheidend. Ein weiterer wichtiger, aber weniger bekannter Prozess ist die vertikale Umwälzzirkulation, die verantwortlich ist für den Austausch von warmem Oberflächenwasser und kaltem Tiefenwasser. Dieser Prozess beruht vor allem auf turbulenter Vermischung im tiefen Ozean, der nur schwer zu erforschen ist.

Einer der weltweit anerkannten Experten für Verteilungs- und Vermischungsprozesse im Ozean ist der australische Ozeanograph Prof. Dr. Trevor McDougall. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema wird er am 26. September mit einer Exzellenz-Professur der Prof. Dr. Werner-Petersen-Stiftung geehrt. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung ist mit einem Forschungsaufenthalt am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel verbunden. Die offizielle Preisverleihung erfolgt im Rahmen eines öffentlichen Abendvortrages, zu dem Interessierte herzlich eingeladen sind.

Titel des Vortrags:
„The oceans’s role in climate change: what we know and what we don’t know“

Zeit: 26.09.2018, 19 Uhr
Ort: GEOMAR, Hörsaal Ost, Wischhofstraße 1-3, 24148 Kiel
Der Eintritt ist frei!

(Bitte beachten Sie, dass der Vortrag in englischer Sprache gehalten wird.)

Trevor McDougall studierte zunächst Maschinenbau an der Universität von Adelaide und promovierte am Institut für Angewandte Mathematik und Theoretische Physik der University of Cambridge. 1978 kehrte er nach Australien an die Research School of Earth Sciences, Australian National University (ANU) zurück. Nach fünf Jahren wechselte er auf eine Stelle als Physikalischer Ozeanograph an das CSIRO in Hobart. Seit 2012 ist er Professor für Ozeanphysik an der Fakultät für Mathematik und Statistik an der Universität von New South Wales, Sydney. Trevor McDougall wurde 2012 zum Fellow der Royal Society gewählt. Er ist Fellow der Australian Academy of Science (1997), der Australian Meteorological and Oceanographic Society (2004), des Institute of Physics (2012) und der Royal Society of New South Wales (2015) und der American Geophysical Union (2018). Er ist ferner Vizepräsident der International Association for the Physical Sciences of the Oceans (IAPSO). Darüber hinaus erhielt er für seine Forschungstätigkeit zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Humboldt-Preis der Alexander von Humboldt Stiftung.

 

Kontakt:
Jan Steffen (GEOMAR, Kommunikation & Medien), Tel.: 0431 600-2811, presse(at)geomar.de

Dateien:
pm_2018_56_PetersenPreis_McDougall.pdf160 K