05.07.2019

PostDoc (m/w/d) für Maschinelles Sehen unter Wasser

Bewerbungsschluss: offen

Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ist eine von der Bundesrepublik Deutschland (90%) und dem Land Schleswig-Holstein (10%) gemeinsam finanzierte Stiftung des öffentlichen Rechts und gehört zu den international führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Meeresforschung. Das GEOMAR verfügt zurzeit über ein jährliches Budget von ca. 80 Mio. Euro und hat ca. 1000 Beschäftigte.

Die neue Arbeitsgruppe “Maschinelles Sehen im Ozean”, gefördert durch das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n)

PostDoc (m/w/d) für Maschinelles Sehen unter Wasser

Fokus der Arbeitsgruppe
Obwohl mehr als die Hälfte der Erdoberfläche in der Tiefsee liegt, fehlen uns systematische visuelle Karten praktisch vom gesamten Ozeanboden. Das Ziel der neuen Gruppe ist es, die visuelle Tiefsee-Kartierung und Quantifizierung zu verbessern basierend auf Bildmaterial, das typischerweise von robotischen Plattformen aufgenommen wird und schwierige Beleuchtungsverhältnisse, Lichtbrechungseffekte, Lokalisierungsprobleme und andere Herausforderungen beinhaltet, die bei der Bildaufnahme im Ozean eine Rolle spielen. Insbesondere geht es um praktikable (Auto-)Kalibriertechniken und zuverlässige und robuste Kartieralgorithmen, die mit großen Bildmengen in sehr schwierigen Bildverarbeitungs-Szenarien umgehen können.

Aufgaben
Der/die erfolgreiche Bewerber(in) soll

  • mathematische Modelle für die Unterwasser-Lichtausbreitung und –messung für geometrische und radiometrische Maschinensehprobleme entwerfen oder anpassen
  • mit Kameras, Beleuchtung und anderer Ausrüstung im Labor oder auf See arbeiten
  • (Auto-)Kalibriertechniken für Tiefseekameras und –beleuchtung entwickeln
  • an Konferenzen teilnehmen und wissenschaftliche Beiträge veröffentlichen
  • Software für visuelle Kartierung, Kalibrierung und Simulation entwickeln
  • Promovierende und Studierende anleiten
  • interdisziplinär mit der Ozeanforschung/Meerestechnik zusammenarbeiten
  • an Expeditionen teilnehmen (abhängig von Verfügbarkeit/Zeitplan)

Anforderungsprofil
Bewerber/innen müssen

  • über einen wissenschaftlichen Hochschulabschluss verfügen sowie über eine Promotion im Bereich des maschinellen Sehens (oder in anderen angrenzenden Feldern im Bereich automatisches Messen mit Kameras wie Robotik oder Photogrammetrie)
  • praktische Erfahrung in der Benutzung und Kalibrierung von Kameras haben
  • Erfahrung in C++-Programmierung und Benutzung großer Software-Bibliotheken haben
  • über Kenntnisse der Mehrbildgeometrie und Parameterschätzung verfügen
  • Erfahrung in geometrischem (z. B. visuellem SLAM) oder radiometrischem (z. B. Bildwiederherstellung, HDR) Maschinensehen haben, sowie die Bereitschaft, diese Themen zu verbinden
  • über gute Englischkenntnisse verfügen

Weiterhin sind folgende Erfahrungen von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig:

  • in Unterwasser-Bildverarbeitung, Unterwassserlichtausbreitung oder Optik
  • in visueller Simulation (Erzeugen von Bildern) und Nutzung der GPU
  • in Optimierung, robuster Schätzung mit großer Anzahl Parameter/Beobachtungen
  • bei der Betreuung von Studierenden

Wir bieten ein spannendes Umfeld an sowie die Gelegenheit Maschinensehansätze einzubringen um unser Verständnis der Erde und der Ozeane zu verbessern. Aktuelle Kooperationen betreffen schwarze Raucher, marinen Methanaustritt, Korallenriffe, versenkte Weltkriegsmunition, Unterwasservulkane, Tiefseeresourcen und viele andere Themen. Diese werden mit geschleppten Kameras oder Landern untersucht oder durch GEOMARs Robotik-Teams, die von Forschungsschiffen in allen Ozeanen aus arbeiten, typischerweise bis 6000m Wassertiefe. Die neue Arbeitsgruppe unterhält außerdem auch sehr gute Verbindungen zu den ingenieurwissenschaftlichen und Informatik-Fachbereichen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Fachhochschule Kiel.

Die Stelle ist befristet bis zum 31. Mai 2022, es besteht aber die Möglichkeit der Verlängerung (u. a. abhängig von der Projektevaluierung durch die DFG). Die Vergütung erfolgt bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe E13 (TVöD-Bund). Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit entspricht der einer/eines Vollbeschäftigten. Die Stelle ist teilbar.

Das GEOMAR hat sich die Förderung von Frauen zum Ziel gesetzt. Bewerbungen von Frauen werden daher ausdrücklich begrüßt. Das GEOMAR setzt sich für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ein. Daher werden schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen, aussagefähigen Bewerbungsunterlagen (mit Motivationsschreiben, Lebenslauf sowie Zeugnissen) in elektronischer Form in einem pdf-Dokument unter dem Kennwort „UnderwaterVision-PostDoc“ ein. Der Lebenslauf sollte Verweise zu Veröffentlichungen und Dissertation enthalten, soweit sie online frei verfügbar sind, anderenfalls sollten diese ebenfalls an das Ende der pdf-Datei mit eingefügt werden.

Senden Sie die Bewerbung bitte an:

bewerbung(at)geomar.de.

Bitte vermerken Sie unbedingt das Kennwort im Betreff. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens werden alle Bewerbungsunterlagen gemäß Datenschutzbestimmungen vernichtet.

Bei Rückfragen zur ausgeschriebenen Stelle oder der neuen Arbeitsgruppe kontaktieren Sie bitte Herrn Dr. Kevin Köser per E-Mail (kkoeser(at)geomar.de).
Bitte sehen Sie von telefonischen Rückfragen zum Stand des Verfahrens ab. Gerne nehmen wir Ihre Fragen unter Angabe des Kennwortes per E-Mail unter bewerbung(at)geomar.de entgegen.

Weitere Informationen zum GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel bzw. der Helmholtz-Gemeinschaft finden Sie unter www.geomar.de oder www.helmholtz.de.

Das GEOMAR bekennt sich zu einer diskriminierungsfreien Auswahl. Unsere Ausschreibungen richten sich daher an alle Menschen.

Kontakt

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GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Personalabteilung
Wischhofstraße 1-3
24148 Kiel

bewerbung(at)geomar.de

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