Nachwuchspreise für ausgezeichnete Promotionen

Die Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung fördert pro Jahr bis zu vier Promotionsarbeiten, die von Doktorandinnen und Doktoranden des GEOMAR mit Auszeichnung oder "sehr gut" abgeschlossen werden mit einem Preisgeld von jeweils 2.500 Euro.

Die Auszeichnungen werden einmal jährlich im Rahmen der Weihnachtsfeier des GEOMAR vergeben.

Preisträger 2018

Für hervorragende Promotionsleistungen ausgezeichnet: Dr. Insa Rapp (3. v. li.) und Dr. Siren Rühs (2. v. re.). Dr. h.c. Klaus-Jürgen Wichmann (Petersen-Stiftung, li.), GEOMAR-Direktor Prof. Dr. Peter Herzig (2. v. li.) und Dr. Christian Zöllner (Petersen-Stiftung, re.) gratulieren. Foto: Jan Steffen/GEOMAR
Für hervorragende Promotionsleistungen ausgezeichnet: Dr. Insa Rapp (3. v. li.) und Dr. Siren Rühs (2. v. re.). Dr. h.c. Klaus-Jürgen Wichmann (Petersen-Stiftung, li.), GEOMAR-Direktor Prof. Dr. Peter Herzig (2. v. li.) und Dr. Christian Zöllner (Petersen-Stiftung, re.) gratulieren. Foto: Jan Steffen/GEOMAR
  • Frau Dr. Kirti Ramesh wurde für ihre Dissertation mit dem Titel „The mechanisms of larval calcification in the musssel,Mytilus edulis” ausgezeichnet. Frau Dr. Ramesh kam nach einem Studium der Meeresbiologie in Plymouth, Großbritannien 2015 ans GEOMAR. Sie untersuchte die Kalzifizierungsprozesse an Muschellarven der in Ostsee vorkommenden Art Mytilus edulismit Hilfe innovativer Techniken. Sie arbeitet jetzt in der meeresbiologischen Station Kristineberg der Universität Göteborg in Schweden 
  • Frau Dr. Insa Rapp studierte Umweltchemie an der Universität Duisburg-Essen und begann 2014 am GEOMAR ihre Promotion mit dem Titel: „Trace metals sources and cycling in tropical oxygen minimum zones“. In ihrer Arbeit beschäftigte sie sich insbesondere mit dem Einfluss von Sauerstoffkonzentrationen auf die Verteilung von Spurenmetallen im Meer. Die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigen eine starke Anhängigkeit der Spurenmetalle Eisen, Mangan und Kobalt auf Veränderungen des Sauerstoffgehaltes, was insbesondere aufgrund der ausbreitenden Regionen mit niedrigen Sauerstoffkonzentrationen von besonderer Bedeutung ist. 
  • Frau Dr. Siren Rühs hat in ihrer Doktorarbeit mit dem Titel: „Lagrangian connectivity of the upper limb of the overturning circulation studied with high-resolution ocean models“ die globalen Umwälzbewegungen im Ozean untersucht. Mit Hilfe realistischer, hochauflösender Modelle konnten neue Erkenntnisse über die Massen- und Energietransporte im Weltozean gewonnen werden. Frau Dr. Rühs, die ihre Arbeit mit Auszeichnung abschloss, hatte zuvor in Kiel Physik des Erdsystems und Climate Physics studiert.
  • Herr Dr. Christian Wengel hat ebenfalls in Kiel Physik des Erdsystems und Climate Physics studiert. In seiner Doktorarbeit mit dem Titel: „Equatorial Pacific variability in climate models“ untersuchte er die Klimavariabilität im äquatorialen Pazifik mit Hilfe von Klimamodellen. Aufgrund seiner Analysen konnte er die Grundlage für weitere Modellverbesserungen legen, die zukünftig die Vorhersagequalität von Klimamodellen verbessern werden. Dr. Wengel ist jetzt in der Wirtschaft tätig.

Preisträger 2017

Die vier Preisträger mit dem Vorstand der Petersenstiftung und GEOMAR Direktor Prof. Dr. Peter Herzig. Foto: J. Steffen, GEOMAR.
Die vier Preisträger mit dem Vorstand der Petersenstiftung und GEOMAR Direktor Prof. Dr. Peter Herzig. Foto: J. Steffen, GEOMAR.
  • Frau Dr. A. Christina Bonanati wurde für ihre Dissertation mit dem Titel “Tephra in Marine Sediments Offshore Southern Iceland, a 68,000 Year Volcanic Record” ausgezeichnet. Frau Dr. Bonanati ist nach einem Studium der Angewandten Geowissenschaften in Darmstadt seit 2013 am GEOMAR. Sie untersuchte bis zu 70.000 Jahre alter Sedimente vor Island mit dem Ziel eines Verständnis der Vulkanaktivität vor Island und den Einflüssen von Klimaänderungen auf Vulkaneruptionen.
  • Herr Dr. Robert Kopte promovierte über den Angolastrom mit der Arbeit: “The Angola Current in a Tropical Seasonal Upwelling System – Seasonal Variability in Response to Remote Equatorial and Local Forcing”. Er hat bereits an sieben Expeditionen teilgenommen und konnte in seiner Arbeit zeigen, dass der Angolastroms (Westafrika) schwächer ist als bislang angenommen und von starken saisonalen Schwankungen geprägt ist. Seine Arbeit hat große Bedeutung für ein verbessertes Verständnis des saisonalen Auftretens von Küstenauftrieb und damit den Fischbeständen vor Angola.
  • Herr Dr. Georgi Laukert erhielt den Preis für seine Dissertation mit dem Titel: „Ocean Circulation and Shelf Processes in the Arctic Mediterranean Traced by Radiogenic Neodymium Isotopes, Rare Earth Elements and Stable Oxygen Isotopes“. Er kam 2013 nach einem Geologiestudium in Freiburg nach Kiel und untersuchte mit geochemischen Methoden die Wassermassenzirkulation und den Süßwassereinfluss im Nordpolarmeer. Die Erkenntnisse seiner Arbeit sind für das Verständnis von Veränderungen des lokalen (arktischen) und des globalen Klimas von großer Bedeutung.
  • Frau Dr. Sinikka T. Lennartz schloss ihre Dissertation mit dem Titel „From Local to Global Scale – Marine Emissions of the Climate Relevant Sulfur Gases Carbonyl Sulfide, Carbon Disulfide and Dimethyl Sulfide“ mit Auszeichnung ab. Sie hatte zunächst Geoökologie in Braunschweig studiert und sich in ihrer Dissertation mit der Fragestellung beschäftigt, wieviel Schwefelgase mit vom Ozean in die Atmosphäre gelangen. Nach ihren Ergebnissen gelangen deutlich weniger von diesen Substanzen, die dort einen kühlenden Effekt haben, in die Atmosphäre. 

Preisträger 2016

GEOMAR-Direktor Professor Peter Herzig (li.) sowie Dr. Martin Skaruppe (2.v.l.) und Dr. h.c. Klaus-Jürgen Wichmann (re.) aus dem Vorstand der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung überreichen die Doktorandenpreise an Sandro Lubis (Mitte) und Franziska Julie Werner. Foto: Jan Steffen, GEOMAR
GEOMAR-Direktor Professor Peter Herzig (li.) sowie Dr. Martin Skaruppe (2.v.l.) und Dr. h.c. Klaus-Jürgen Wichmann (re.) aus dem Vorstand der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung überreichen die Doktorandenpreise an Sandro Lubis (Mitte) und Franziska Julie Werner. Foto: Jan Steffen, GEOMAR
  • Frau Dr. Corinna Breusing für ihre Dissertation mit dem Titel “Population genetics and contemporaneous connectivity in deep-sea hydrothermal vent mussels of the genus Bythymodiolus”.
  • Herr Dr. Sandro Lubis für seine Dissertation mit dem Titel: “Processes controlling stratospheric dynamic variability, the implication for ozone levels, and the coupling to the troposphere and mesosphere”.
  • Herr Dr. Damian Leonardo Arévalo Martínez für seine Dissertation mit dem Titel: „Nitrous oxide distribution and emissions from the tropical Atlantic and Pacific Oceans“. 
  • Frau Dr. Franziska Julie Werner für ihre Dissertation mit dem Titel „Mechanistic insights to the effective pathways of global and local climate change in a Baltic Sea seaweed – epiphyte – mesograzer system“ 

Preisträger 2015

Die drei Preisträger Dr. Felicitas Hansen, Dr. Lionel Alejandro Arteaga Quintero und Dr. Ines Dumke (v.l. mit Urkunde) mit GEOMAR Direktor Prof. Dr. Peter Herzig und Vertretern der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung. Foto: A. Villwock, GEOMAR.
Die drei Preisträger Dr. Felicitas Hansen, Dr. Lionel Alejandro Arteaga Quintero und Dr. Ines Dumke (v.l. mit Urkunde) mit GEOMAR Direktor Prof. Dr. Peter Herzig und Vertretern der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung. Foto: A. Villwock, GEOMAR.
  • Frau Dr. Felicitas Hansen für ihre Dissertation mit dem Titel „The Importance of Natural and Anthropogenic Factors for the Coupling Between the Stratosphere and the Troposphere“
  • Frau Dr. Ines Dumke für ihre Dissertation mit dem Titel „New insights into fluid flow and seep processes – Case studies from the North Atlantic and offshore New Zealand“
  • Herr Henry Bittig für seine Dissertation mit dem Titel "Towards a Quantum Leap in Oceanic Oxygen Observation – From Oxygen Optode Characterization to Autonomous Observation of Gas Exchange and Net Community Production“
  • Herr Dr. Lionel Alejandro Arteaga Quintero für seine Dissertation mit dem Titel „Assessment of global phytoplankton growth inferred from satellite and physiological model-based analyses“