Der Mensch und das marine Ökosystem

Der gegenwärtige und zukünftige Zustand der marinen Ökosysteme sowie der bio­geo­chemischen Kreisläufe unterliegt dem zunehmenden Einfluss menschlicher Aktivitäten und menschlicher Eingriffe. Eine Vorhersage, Risikoabschätzung und auch die Ent­wicklung von Vorsorge­maßnahmen erfordern ein umfassendes Verständnis der Sensitivität mariner Arten, der durch sie konstituierten Ökosysteme und der biogeochemischen Kreisläufe.

Folgende Faktoren gilt es insbesondere zu berücksichtigen: die klimabedingte Ozeanversauerung, die Sauerstoff­ver­armung, Veränderungen in der oberflächennahen Durchmischung der Ozeane, die über­mäßige Nähr­stoff­zu­fuhr (Eutrophierung), eingeschleppte Arten, sich ausbreitende Patho­gene und Parasiten, regio­nale und globale Biodiversitätsverluste sowie die zunehmende Aus­beutung biologischer Res­sourcen. Durch die An­wendung und Weiterentwicklung von genetischen und genomischen Methoden rücken auch evolutions­biolo­gische Reaktionen von Arten auf anthro­po­gene Störungen in den Blickpunkt.

Weitergehende fachliche Informationen finden Sie unter den Seiten des Forschungsbereichs 2: Marine Biogeochemie und des Forschungsbereichs 3: Marine Ökologie.

News zum Forschungsschwerpunkt "Der Mensch und das marine Ökosystem"

Blick vom britischen Forschungsschiff RRS James Clark Ross auf die stürmische Drake-Passage. Foto: M. Dibb
09.02.2021

Neuer Faktor im Kohlenstoffkreislauf des Südozeans nachgewiesen

GEOMAR-Team zeigt, dass neben Eisen auch Mangan das Planktonwachstum begrenzen kann

Die invasive Rotalge Agarophyton vermiculophyllum an der Sammelstelle in Kalifornien. Foto: S. Krueger-Hadfield
22.01.2021

Wer flexibel ist, kommt auch in der Fremde besser klar

- Wählerische Algen sind schlechte Invasoren -

Während der Expediton MSM49 wird das  Videosystem PELAGIOS für einen Einsatz vorbereitet. Foto: Solvin Zankl, www.solvinzankl.com
14.12.2020

Neue Einblicke in die Welt des gelatinösen Planktons

Studie zeigt Artenvielfalt und -Verteilung an einer sich ausdehnenden Sauerstoffminimumzone

Ein Bongo-Netz wird an Bord des Forschungsschiffs POSEIDON gehievt. Foto: Mark Lenz/GEOMAR
04.12.2020

Weihnachtliche Plastikjagd im Nordatlantik

Forschungsschiff SONNE untersucht den Weg des Kunststoffmülls im Ozean

Dorschlarve. Foto: T. Reusch, GEOMAR.
14.10.2020

Kein Nachwuchs bei Dorsch und Hering

Wissenschaft alarmiert: Fischbeständen in der westlichen Ostsee droht Kollaps

Glasschwämme (Hexactinellida) kommen hauptsächlich in der Tiefsee vor. Der Glasschwamm Vazella pourtalesi (umgangssprachlich „Russischer Hut“ wird in großen Mengen auf dem Kontinentalschelf vor Kanada gefunden.: Foto: Ellen Kenchington, DFO.  Im Rahmen des Aquatic Symbiosis Projektes sollen erstmalig Genome von Glasschwämmen erstellt werden. Dessen mikrobielle Symbionten sind hingegen schon gut erforscht (Bayer, Busch et al., mSystems 2020).
23.09.2020

Miteinander im Wasser leben

Internationales Genom-Projekt versucht zu verstehen, wie aquatische Arten in Symbiose zusammenleben

Bordwand der POLARSTERN und vereistes Meer
09.09.2020

Schwankungen im Kohlenstoffkreislauf

Forscherinnen des GEOMAR untersuchen saisonale Veränderungen im Arktischen Ozean

Heiße Quelle am Meeresboden. Foto: ROV-Team/GEOMAR
20.07.2020

ROV KIEL 6000 entdeckt „Klare Raucher“ vor Island

IceAGE3-Expedition liefert faszinierende Bilder vom Meeresboden vor Island

Ein Dorsch. Foto: Nikolas Linke/GEOMAR
17.07.2020

Populationen beliebter Speisefische gehen weltweit zurück

Neue Studien zeigen aber auch Chancen fürs Fischereimanagement durch Corona

Blasentang. Foto: Larissa Büdenbender
02.07.2020

Wirkstoffe aus Kieler Meeresalgen als Mittel gegen Infektionen und Hautkrebs entdeckt

GEOMAR Arbeitsgruppe nutzt Methoden der Bioinformatik und des maschinellen Lernens für die marine Wirkstoffforschung