Der Mensch und das marine Ökosystem

Der gegenwärtige und zukünftige Zustand der marinen Ökosysteme sowie der bio­geo­chemischen Kreisläufe unterliegt dem zunehmenden Einfluss menschlicher Aktivitäten und menschlicher Eingriffe. Eine Vorhersage, Risikoabschätzung und auch die Ent­wicklung von Vorsorge­maßnahmen erfordern ein umfassendes Verständnis der Sensitivität mariner Arten, der durch sie konstituierten Ökosysteme und der biogeochemischen Kreisläufe.

Folgende Faktoren gilt es insbesondere zu berücksichtigen: die klimabedingte Ozeanversauerung, die Sauerstoff­ver­armung, Veränderungen in der oberflächennahen Durchmischung der Ozeane, die über­mäßige Nähr­stoff­zu­fuhr (Eutrophierung), eingeschleppte Arten, sich ausbreitende Patho­gene und Parasiten, regio­nale und globale Biodiversitätsverluste sowie die zunehmende Aus­beutung biologischer Res­sourcen. Durch die An­wendung und Weiterentwicklung von genetischen und genomischen Methoden rücken auch evolutions­biolo­gische Reaktionen von Arten auf anthro­po­gene Störungen in den Blickpunkt.

Weitergehende fachliche Informationen finden Sie unter den Seiten des Forschungsbereichs 2: Marine Biogeochemie und des Forschungsbereichs 3: Marine Ökologie.

News zum Forschungsschwerpunkt "Der Mensch und das marine Ökosystem"

Ein autonomes Tiefseelabor (BIGO-Lander, am Kran) und ein Kranzwasserschöpfer während einer METEOR-Expediton im Januar 2013. Beide Arten von Geräten wurden während der Expeditionen des SFB intensiv genutzt, um mehr über die Sauerstoffminimumzonen in Pazifik und Atlantik zu erfahren. Foto: Michael Schneider, FS METEOR
15.03.2013

Sauerstoffminimumzonen weiten sich aus

Kieler Sonderforschungsbereich 754 zieht Bilanz von sechs Schiffs-Expeditionen im Atlantik und Pazifik

Kiels stellvertretender Stadtpräsident Rainer Tschorn (mit Kielflagge) und Ratsherr Peter Kokocinski (links) begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 11. GAME-Projekts in Kiel. Foto: J. Steffen, GEOMAR
06.03.2013

Schädigt Mikroplastik Meeresorganismen?

Das Forschungs- und Trainingsprogramm GAME startet sein elftes Projekt

Die dunkel-lila Bereiche auf dieser Weltkarte zeigen, wo in den tropischen Ozeanen Sauerstoffminimumzonen liegen. Ein großer Teil der Stickstoffverluste des Ozeans ereignet sich in diesen Zonen. Grafik: SFB 754
22.02.2013

Wie der Ozean Stickstoff verliert

Meeresforscher aus Kiel und Bremen entdecken, was den Stickstoffgehalt im Ozean reguliert

Während der Expedition M92 haben die Forscher mehrere Verankerungen am peruanischen Schelf ausgebracht. Diese messen seitdem unter anderem Strömungsverhältnisse und Vermischungsprozesse - und sammeln so weitere Daten zu den internen Wellen am peruanischen Schelf. Foto: Michael Schneider, FS METEOR.
12.02.2013

Kraftvolle interne Wellen am peruanischen Schelf

Kieler Ozeanforscher dokumentieren bisher unbeobachtete Prozesse vor der Küste Perus

Während der Expedition M91 mit dem Forschungsschiff METEOR im Dezember 2012 maßen Wissenschaftler der Universität Heidelberg für SOPRAN die Geschwindigkeit des Austauschs von Wärme und Spurengasen zwischen Atmosphäre und Ozean. Foto: H. Bange, GEOMAR
05.02.2013

Ozean und Atmosphäre – eine komplizierte Beziehung

BMBF bewilligt 6 Millionen Euro für die dritte Phase des Forschungsprojekts SOPRAN

Björn Buchholz vom GEOMAR kontrolliert den Besatz in den Versuchskammern der Benthokosmen. Foto: J. Steffen, GEOMAR
15.01.2013

Ein Blick in die Zukunft der Ostsee

Erstes Verbundprojekt in den Kieler Benthokosmen gestartet

Ungewöhnlicher Anblick: Zur Evaluierung des TRION-Projekts wehte die israelische Flagge neben der palästinensichen am GEOMAR. Foto: J. Steffen, GEOMAR
17.12.2012

Forschung und Vertrauensbildung

DFG bewilligt zweite Phase für deutsch-israelisch-palästinensisches Forschungsprojekt TRION

Andere Kultur, anderes Klima - Forschung zur Küstenökologie in Indonesien sieht manchmal anders aus als in Deutschland. GAME-Teilnehmer lernen mit diesen Unterschieden und miteinander zurecht zu kommen. Foto: GAME
07.12.2012

Forschung und Wissenstransfer weltweit

Einzigartiges Studien- und Forschungsprogramm GAME feiert 10. Geburtstag

Mit dem Tauchboot JAGO wurden Korallenriffe im Roten Meer untersucht. Foto: JAGO-Team, GEOMAR
04.12.2012

Von Salzgletschern und Nahrungsnetzen

Wissenschaftliches Abschlusskolloquium der 1. Phase des Jeddah Transect Projektes

Kaltwasserkorallenriff im norwegischen Stjernsund. Foto: ROV PHOCA, GEOMAR
29.11.2012

Norddeutscher Wissenschaftspreis 2012

Projektvorschlag zu Kaltwasserkorallen belegt hervorragenden 2. Platz