Der Mensch und das marine Ökosystem

Der gegenwärtige und zukünftige Zustand der marinen Ökosysteme sowie der bio­geo­chemischen Kreisläufe unterliegt dem zunehmenden Einfluss menschlicher Aktivitäten und menschlicher Eingriffe. Eine Vorhersage, Risikoabschätzung und auch die Ent­wicklung von Vorsorge­maßnahmen erfordern ein umfassendes Verständnis der Sensitivität mariner Arten, der durch sie konstituierten Ökosysteme und der biogeochemischen Kreisläufe.

Folgende Faktoren gilt es insbesondere zu berücksichtigen: die klimabedingte Ozeanversauerung, die Sauerstoff­ver­armung, Veränderungen in der oberflächennahen Durchmischung der Ozeane, die über­mäßige Nähr­stoff­zu­fuhr (Eutrophierung), eingeschleppte Arten, sich ausbreitende Patho­gene und Parasiten, regio­nale und globale Biodiversitätsverluste sowie die zunehmende Aus­beutung biologischer Res­sourcen. Durch die An­wendung und Weiterentwicklung von genetischen und genomischen Methoden rücken auch evolutions­biolo­gische Reaktionen von Arten auf anthro­po­gene Störungen in den Blickpunkt.

Weitergehende fachliche Informationen finden Sie unter den Seiten des Forschungsbereichs 2: Marine Biogeochemie und des Forschungsbereichs 3: Marine Ökologie.

News zum Forschungsschwerpunkt "Der Mensch und das marine Ökosystem"

Forscher des Kieler Exzellenzclusters "Ozean der Zukunft" entwickeln einen Index für nachhaltige Fischerei - ökologisch und ökonomisch. Foto: M. Nicolai, GEOMAR
12.09.2012

Beschränkung der Fangmengen ist wirtschaftlich

Kieler Volkswirtschaftler und Fischereibiologen entwickeln neues Konzept zur einheitlichen Bewertung von 13 kommerziell voll genutzten europäischen Fischarten

13.08.2012

ALKOR bringt Mesokosmen zurück nach Kiel

Freiland-Experiment in Finnland beendet

Mit dem irischen Forschungsschiff CELTIC EXPLORER untersuchen die GEOMAR-Wissenschaftler künstliche und natürliche Kohlendioxidspeicher in der Nordsee. Foto: M. Nicolai, GEOMAR
20.07.2012

Ungewöhnlicher Einsatz für ROV KIEL 6000

GEOMAR startet Expedition zu CO2-Speichern in der Nordsee

Um Fangquoten festzulegen, die langfristig den größtmöglichen Ertrag bringen können, waren bisher aufwendige Forschungen wie hier bei einer fischereibiologischen Ausfahrt des Forschungsschiffes ALKOR im März 2012 nötig. Dr. Rainer Froese und Dr. Steven Martell stellen jetzt eine Methode vor, die auf einfach zugängliche Daten zurückgreift. Foto: M. Nicolai, GEOMAR
02.07.2012

Abkürzung zu nachhaltiger Fischerei

Biologen aus Kiel und Vancouver präsentieren einfache Berechnungsmethode

14.06.2012

MoLab erfolgreich im Stjernsund installiert

ROV PHOCA des GEOMAR bewährt sich bei Unterwasserarbeiten in Nordnorwegen

Dr. Stefan Krause (GEOMAR/Ozean der Zukunft) mit Bakterienkulturen in einem Labor des GEOMAR. Die Kieler Meereswissenschaftler konnten nachweisen, dass sulfatatmende Bakterien unter weit verbreiteten Umweltbedingungen Dolomitkristalle bilden können. Foto: J. Steffen, GEOMAR
04.06.2012

Wie entsteht Dolomit?

Kieler Meeresforscher zeigen Einfluss von marinen Bakterien auf Mineral-Bildung

Die Basiskonfiguration des MoLab Messfeldes besteht aus:  einem Master Lander  (MLM),  drei Satelliten Landen (SLM),  drei Eddy Correlation Modulen (ECM) und  zwei Verankerungsmodulen (VKM). Für die notwendige detaillierte Messfelderkundung, die Modulinstallation sowie dem Modulservice wird das ROV Phoca (E) eingesetzt. Die durchbrochenen Linien deuten die Verbindung der einzelnen Lander zu dem zentralen Synchronisationsmodul über akustische Unterwassertelemetrie an. Grafik: MoLab-AG, GEOMAR
25.05.2012

Erster Einsatz für neuartiges Meeresbodenobservatorium

GEOMAR installiert MoLab an Kaltwasserkorallen-Riff vor Nordnorwegen

Forscher vergleichen zwei Plattfische während einer fischereibiologischen Ausfahrt mit der ALKOR. Foto: Maike Nicolai
17.04.2012

Überfischt und trotzdem aufgetischt

Knapp 30 Prozent der durch die Gütesiegel MSC oder FOS zertifizierten Fischprodukte stammen aus überfischten Beständen

25.03.2012

Fischereibiologen zweifeln an UN-Datengrundlage

Forscher vermuten, dass bereits ein Viertel der Bestände zusammengebrochen ist

DFG-Präsident Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner übergibt Prof. Dr. Ulf Riebesell die Urkunde zum Leibniz-Preis 2012. Foto: David Ausserhofer, Copyright: DFG
27.02.2012

Professor Ulf Riebesell mit Leibniz-Preis ausgezeichnet

Forscher des GEOMAR erhielt in Berlin den höchst dotierten deutschen Wissenschaftspreis