Der Mensch und das marine Ökosystem

Der gegenwärtige und zukünftige Zustand der marinen Ökosysteme sowie der bio­geo­chemischen Kreisläufe unterliegt dem zunehmenden Einfluss menschlicher Aktivitäten und menschlicher Eingriffe. Eine Vorhersage, Risikoabschätzung und auch die Ent­wicklung von Vorsorge­maßnahmen erfordern ein umfassendes Verständnis der Sensitivität mariner Arten, der durch sie konstituierten Ökosysteme und der biogeochemischen Kreisläufe.

Folgende Faktoren gilt es insbesondere zu berücksichtigen: die klimabedingte Ozeanversauerung, die Sauerstoff­ver­armung, Veränderungen in der oberflächennahen Durchmischung der Ozeane, die über­mäßige Nähr­stoff­zu­fuhr (Eutrophierung), eingeschleppte Arten, sich ausbreitende Patho­gene und Parasiten, regio­nale und globale Biodiversitätsverluste sowie die zunehmende Aus­beutung biologischer Res­sourcen. Durch die An­wendung und Weiterentwicklung von genetischen und genomischen Methoden rücken auch evolutions­biolo­gische Reaktionen von Arten auf anthro­po­gene Störungen in den Blickpunkt.

Weitergehende fachliche Informationen finden Sie unter den Seiten des Forschungsbereichs 2: Marine Biogeochemie und des Forschungsbereichs 3: Marine Ökologie.

News zum Forschungsschwerpunkt "Der Mensch und das marine Ökosystem"

Gesunder Blasentang. Foto: Uli Kunz.
15.10.2019

Gas und Bremse bei der Anpassung an den Globalen Wandel

Blasentang zeigt gekoppelte Reaktionen auf Umweltveränderungen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen Wasserproben, um sie auf einzellige Räuber hin zu untersuchen. Foto: Marie Cuvelier
26.09.2019

Viren beeinflussen Funktionen im marinen Ökosystem

GEOMAR-Wissenschaftler zeigen ein neues Bild von der Rolle von Viren im Meer

Die dreidimensionale Darstellung des Schwammgewebes verdeutlicht den engen Kontakt von Schwammzellen (rot) mit den im Schwamm lebenden Bakterien (türkis). Foto: Martin T. Jahn/GEOMAR
24.09.2019

Symbiose als Dreiecksbeziehung

Untersuchung der viralen Gemeinschaften von Schwämmen erlaubt neue Einblicke in die Mechanismen der Symbiose

Die Tiefsee des Atlantiks steht im Fokus des Projekts iAtlantic. Computersimulationen sollen unter anderem helfen, die Vernetzung von atlantischen Tiefsee-Ökosystemen zu verstehen.
19.06.2019

Wie geht es dem Tiefsee-Ökosystem des Atlantiks?

Internationales Forschungsprojekt iAtlantic startet mit Kick-off-Konferenz in Edinburgh

Rotalgen der Art Agarophyton vermyculophyllum. Photo: Mahasweta Saha/PML
13.05.2019

Seetang kann Freunde anlocken und Feinde abwehren

Großalgen manipulieren ihr Mikrobiom zur Gesundheitsförderung

Ein gestreifter Hamletbarsch (Hypoplectrus puella) vor der Küste Panamas. Foto: Kosmas Hench/GEOMAR
04.03.2019

Wie neue Arten im Meer entstehen

Studie wirft neues Licht auf eine grundlegende Frage der Evolutionsbiologie

Kommerzieller Fischfang (links) sowie Fänge von Knorpelfischen (rechts) ausserhalb und innerhalb von Schutzgebieten. Grafik: M. Dureuil, Dalhousie Univ.
20.12.2018

Meeresschutzgebiete nicht sicher

Grundschleppnetzfischerei gefährdet viele Arten

Ein Taucher neben einem Mesokosmos vor der Küste von Gran Canaria. Foto: Michael Sswat/GEOMAR (CC BY 4.0)
19.11.2018

Ozeanversauerung begünstigt Massenvermehrung giftiger Alge

Langzeitexperiment belegt Störung des Nahrungsnetzes bei hohen CO2-Bedingungen

Ein Exemplar der Art Blackfordia virginica. Foto: Cornelia Jaspers/GEOMAR, DTU Aqua (CC BY 4.0)
24.08.2018

Neue Quallenart im Nord-Ostsee-Kanal

Weitere Ausbreitung von Blackfordia virginica in die Ostsee ist wahrscheinlich

Seetang (Fucus)  ohne (links) und unter dem Einfluss einer Hitzewelle in einem kontrollierten Benthokosmen-Experiment. Foto: Martin Wahl, GEOMAR.
21.08.2018

Bedeutung des „Ozeanwetters“ für Ökosysteme

Biologen warnen davor, sich nur auf Studien langfristiger Änderungen zu beschränken