METEOR M131

03.10.2016 - 08.11.2016
Südlicher tropischer Atlantik

Institution: GEOMAR
Leitung: Peter Brandt

Die Forschungsfahrt M131, die von Recife, Brasilien bis Walvis Bay, Namibia quer über den Südatlantik führt, ist ein integraler Bestandteil des EU Projektes PREFACE und des BMBF-Verbundvorhabens SACUS. Diese Projekte legen neben der Erforschung der Küstenauftriebsgebiete vor Südwestafrika einen Schwerpunkt auf die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Europa bzw. Deutschland und den Staaten des südlichen Afrikas.
Im Rahmen der Forschungsfahrt wird ein physikalisches Messprogramm im Auftriebsgebiet vor Angola und Namibia durchgeführt. Die Hauptziele der vorgeschlagenen Untersuchungen sind: (1) die Quantifizierung der Wärme- und Frischwasserbilanz der Deckschicht und (2) Bestimmung der Variabilität des Transports und der Wassermassen der Randstromzirkulation sowie die Ausbreitung von Küstenrandwellen im Auftriebsgebiet. Diese Arbeiten sollen das physikalische Verständnis des Küstenauftriebs mit seiner großen Bedeutung für das Ökosystem auf dem Schelf und am Kontinentalabhang sowie für die Fischerei und die Nahrungsmittelversorgung verbessern.
Die Arbeiten basieren dabei auf vorangegangene Untersuchungen, die während der Meteor-Reisen M98 und M120 durchgeführt wurden. Das Arbeitsprogramm beinhaltet die Aufnahme und Auslegung von Verankerungen, Bodenschilden, und autonomen Messplattformen (Gleitern) sowie die Vermessung von 7 hydrographischen Schnitten mit der CTD Sonde kombiniert mit Turbulenzmessungen mit einer Mikrostruktursonde. Zusätzlich zu den wissenschaftlichen Arbeiten soll auf der M 131 ein Ausbildungsprogramm für Wissenschaftler und Studenten unserer angolanischen, namibischen und südafrikanischen Projektpartner durchgeführt werden. Am 25. Oktober ist zudem ein eintägiger Hafenaufenthalt in Luanda, Angola geplant, bei dem zusammen mit unseren angolanischen Projektpartnern sowie mit Vertretern aus Regierung, Wissenschaft und Wirtschaft über die weitere Kooperation im Bereich der Meereswissenschaften zwischen Deutschland und Angola gesprochen werden soll.




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