Ozeanzirkulation und Klimadynamik

Berichte aus der Abteilung 2017

10.09.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Montag hatte ich ein Treffen über das Assessment und Solution Center als Teil des neuen Cluster-Antrags. Dabei geht es darum, die Zusammenschau der unterschiedlichen Faktoren und Stressoren auf das System Ozean zusammen zu führen und möglichst auch in einem Modellkontext zu beschreiben. Die Arbeiten werden dann in einem internationalen Projekt zusammengefasst.

Dienstag und Mittwoch habe ich an der Herbstsitzung des Komitees für die wissenschaftliche Planung und die Begutachtung für ICSU (International Council for Science) teilgenommen. Wir haben über den anstehenden Merger mit dem ISSC (International Social Sciences Council) diskutiert, über anstehende Begutachtungen und neue Aktivitäten gesprochen.

Donnerstag fand der erste Dryrun für den FB1 Teil der GEOMAR Begutachtung statt. Wir haben die ersten Versionen der vier Vorträgen gehört und ich glaube mit etwas Überarbeitung werden sie zusammen einen guten punktuellen Einblick unser Arbeiten geben. Abends habe ich einen öffentlichen Vortrag in Oldenburg bei Bremen gehalten über den Zusammenhang zwischen Mensch und Meer. Es gab viele interessierte Fragen zu vielen Themen und natürlich auch zu der seht aktiven Wirbelsturmsaison in der Karibik.

Freitag hatte ich diverse Telefonate und eine Besprechung mit Nicole Schmidt über die weitere Vorbereitung des neuen Clusterantrags. Nachmittags dann eine Telefonkonferenz mit dem PTJ und BMBF zur Vorbereitung des MARE:N Begleitkreises, eine Gruppe von Wissenschaftlern und einigen Stakeholdern, die die neuen BMBF Verbundprojekte definieren werden. Nachmittags hatten wir noch Besuch von Donata Banyte, unsere ehemalige Doktorandin, die jetzt in Köln und Newcastle arbeitet.

Gefreut habe ich mich mit Peter Brandt und Rebecca Hummels, die gerade von Nature Geoscience gehört haben das ihr paper mit Rainer Kiko über "Biological and physical influences on marine snowfall at the equator“ angenommen bekommen haben.

Ich bin Dienstag und am Freitag in Berlin aber die anderen Tage in Kiel. Ich wünsche allen eine erfolgreiche Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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04.09.2017

Die Vollversammlung der International Association for the Physical Sciences of the Oceans (IAPSO) in Kapstadt war sehr gut organisiert und es gab viele interessante Vorträge über eine breite Reihe von Ozeanographischen Themen. Von uns waren Marcus Dengler, Peter Brandt und ich mit jeweils einem Vortrag dabei. Ich habe die Ergebnisse der drei Tracerrelease Experimente im Rahmen eines eingeladenen Vortrages vorgestellt und habe sehr gute Fragen und Kommentare dazu bekommen. Unsere Arbeiten bei 53°N wurden mehrfach erwähnt.

Ich habe mich für Südafrika gefreut, dass gezeigt hat, dass es in der Lage ist eine solche Veranstaltung auf absoluten Weltniveau auszurichten. Bei der Eröffnung und dem Konferenzdinner gab es afrikanische Kultur zu erleben.

Freitag Abend habe ich auf dem Weg zurück in Marburg bei Nephrologen über Meeresforschung und Klimawandel gesprochen.

Ich bin Dienstag und Mittwoch bei ICSU in Paris aber die anderen Tage in Kiel. Ich wünsche allen eine erfolgreiche Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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27.08.2017

Am Montag hat Julius Busecke einen interessanten Vortrag im FB1 Seminar gehalten. Es ist schön, wenn die ehemaligen Studenten uns besuchen und uns an deren Forschung teilhaben lassen. Fast jeden Tag hatte ich Telefonkonferenzen mit Teilen des AtlantOS Teams. Wir versuchen, die Erfolge der Arbeiten besser zu vermarkten, die Ergebnisse in den ‚Blueprint for Atlantic Observing’ einzubinden und mehr Querverbindungen zwischen den Arbeitspaketen zu vermitteln. Anja Reitz hat das alles hervorragend organisiert und AtlantOS macht sehr gute Fortschritte.

Am Mittwoch hat Bruce Howe aus Hawaii uns besucht und das Potential für Messungen entlang von Telefonseekabeln erklärt. Insbesondere für Bodendruckmessungen scheinen die Verstärker der Kabel eine Option zu sein. Allerdings gibt es da noch viele Dinge zu klären, bevor Sensorelemente in aktive Seekabel eingebaut werden.

Freitag bin ich nach Kapstadt geflogen und werden die kommende Woche dort an der IAPSO und IUGG Konferenz „Good Hope for Earth Science“ teilnehmen.

Ich bin deshalb gar nicht in Kiel und wünsche allen eine erfolgreiche Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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20.08.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!
Am Montag haben wir uns mit der Gruppe getroffen, die die Idee verfolgt, in Kiel ein Ocean Media Lab zu gründen beziehungsweise das Konzept voranzutreiben. Wir erwarten neben den Akteuren des Exzellenzclusters auch Beiträge von der Stadt und privaten Firmen und Büros. In jedem Fall war es eine anregende Diskussion und ich bin zuversichtlich, dass wir damit eine spannende neue Plattform gründen können.
   
Dienstag und Mittwoch hatte ich eine Prüfung und diverse Gespräche zu Projekten und wissenschaftlichen Ideen. AtlantOS fordert auch ein wenig Zeit ein und wir hatten eine weiteres SKYPE Gespräch mit zwei Teilprojekten. Diese Gespräche sind sehr produktiv und ergeben immer neue Ideen und Aktivitäten, die wir unterstützen sollten. Wir haben uns auch mit Mojib Latif, Claus Böning, Peter Brandt und Joke Lübbecke getroffen und die Themen und Autoren der FB1 Poster für die GEOMAR Begutachtung festgelegt.
  
Ich bin die kommende Woche im Büro und habe Julius Busseke am Montag und Bruce Howe am Mittwoch zu Besuch.
   
Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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13.08.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!
  
Anfang der Woche am Montag und Mittwoch insbesondere gab es für mich vieles aufzuholen. Insbesondere hat mich die Gestaltung der MARE:N Blauer Ozean Prioritäten beschäftigt. Der Bund wünscht sich einen Agenda-Prozess, bei dem die Wissenschaft gemeinsam mit einigen Nutzern sich überlegt, welche Ausschreibungen es in den nächsten Jahren geben könnte. Alle Institute werden über das KDM eingebunden und man kann sich als Experte bis Ende August bewerben.
 
Dienstag fand unser ‚Wandertag’ in der Nähe von Eckernförde statt. Wir konnten zwischen Bogenschießen und Hochseilgartenklettern wählen und danach beim Grillen am Strand den Tag ausklingen lassen. Ich glaube alle hatten viel Spaß und immerhin gab es keinen Regen. Vielen Dank für die gute Vorbereitung an Sandra Ketelhake und Philip Tuchen und die gute Laune, Salate und andere Dinge an all die, die teilnehmen konnten.
  
Donnerstag fand ein Future Ocean Sustainability Planungstreffen statt, wo wir uns über Innovation bei der Ausbildung gedanken gemacht haben. Danach habe ich gemeinsam mit Gerold Wefer, dem ehemaligen Direktor des MARUM und Björn Fiedler aus der Chemie die Tiefseeausstellung des MARUM und GEOMAR im Citti Park eröffnet. Es waren einige Medien gekommen und ich hatten den Eindruck die Besucher fanden die Objekte interessant. Ich bin mal gespannt ob der eine oder andere etwas aus dem Freundeskreis über die Ausstellung hört.
 
Am Donnerstag hatte auch Juliane Barth ihren letzten Arbeitstag und ist nun im Mutterschutz. Ein herzliches willkommen an Anna Rozwadowska, die Juliane vertreten wird.
 
Ich bin die kommende Woche bis Donnerstag Vormittag im Büro!
 
Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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06.08.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Ich habe das Segel-Leben mit wenig Internet genossen und steige ab Morgen wieder in die e-mail Welt ein.

Ich bin die kommende Woche viel im Büro, freue mich auf den Abteilungsausflug am Dienstag und wünsche allen eine gute und produktive Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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30.07.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Ich genieße das Leben mit wenig Internet und antworte auf fast keine emails.

Ich bin die kommende Woche weiterhin im Segelurlaub und wünsche allen eine gute und produktive Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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23.07.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Dienstag war ich in Heidelberg und habe einen Ozeanvortrag bei den Geographen gehalten. Mehr als 200 Zuhörer waren gekommen und haben am Ende auch viele gute Fragen gestellt.

Am Mittwochnachmittag fand eine weiter Sitzung der Clustertaskforce statt, um uns für die Vollantragsstellung des neuen Clusterantrages gut aufzustellen. Auch der  Donnerstag war mit Clusterterminen gefüllt, von der Vorstellung der ersten Ergebnisse einer externen Evaluierung der Clusterstrukturen, Vorstandssitzung und danach tagte der Clusterrat.

Am Freitagvormittag habe ich mich mit den Organisatoren des OzeanMOOCs getroffen und uns über die Erfahrungen ausgetauscht. Fast 2000 Anmeldungen gibt es und über 200 aktive Teilnehmer stellen Fragen in den Foren und tauschen sich aus. Mittags hatte ich eine Prüfung und am Nachmittag einige Telefongespräche mit den Arbeitspaketleitern des AtlantOS Projekts.

Gefreut habe ich mich darüber, dass Rebecca Scott ein Postdocprojekt im Cluster bewilligt bekommen hat und mit Inga Koszalka als Mentor im Zusammenhang mit Meeresschildkröten und deren Dispersion im Ozean arbeiten wird.

Am Freitag hat das KDM und DKK unsere Golfstrombroschüre in Berlin vorgestellt (http://www.deutsche-meeresforschung.de/news-detail/aid/355). Immerhin hat die Tagesschau gleich darüber berichtet.

Ich bin die kommenden zwei Wochen im Segelurlaub und wünsche allen eine gute und produktive Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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16.07.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Von Montag bis Mittwochnachmittag war ich in Bad Honnef im Tagungszentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Dort haben David Marshall von der Oxford Universität und ich nach großartiger Vorbereitung von Sigrid Keiser und vor Ort Unterstützung von Patricia Handmann die dritte Sommerschule zur Ozeanphysik durchgeführt. Es waren 57 Teilnehmerinnen (33) und Teilnehmer (24) aus vielen Ländern der Erde von Australien, über Süd Afrika, Brasilien, Indien, China und vielen Europäischen Ländern. Wir hatten tolle Vorlesungen organsiert und dazu Gruppenarbeiten. Aus meiner Sicht, hatten wir diesmal tolle Teilnehmer, die sehr gut miteinander interagiert haben. Mir hat diese Schule viel Freude bereitet und es gab spannende Diskussionen.

Donnerstag und Freitag war ich in Lissabon bei einem politischem Treffen zur besseren Kooperation in der Meeresforschung zwischen Südafrika, Brasilien und der Europäischen Union. Die Belem Deklaration hat gewisse Parallelen zur Galway Deklaration, die Kanada, USA und die Europäische Union verbindet. Mittwoch hatten Sabrina Speich aus Paris und Johannes Karstensen einen Workschop zu besseren Vernetzung im Südatlantik im Rahmen von AtlantOS durchgeführt und in diesem Rahmen viele andere Länder aus Afrika und Südamerika zusammen gebracht. Ich selber habe am Donnerstag einen kurzen Vortrag über AtlantOS gehalten. Freitagvormittag traf sich das BluePrint team für den Atlantik zu deren vierten Treffen. Diesmal konnten wir einen konkreten Fahrplan für die Autoren erarbeiten, damit wir bis Ende des Jahres ein ersten Entwurf fertig haben werden. Beide meetings waren sehr erfolgreich und zeigen, dass sich die Ozeanforschung weiterhin und zunehmend internationalisiert. Deutschland wird auch in diesem Bereich als einer der Motoren gesehen und ich freue mich, dass besonders unsere Arbeitsgruppe sich hier hervorragend einbringt.

Heute fand der Tag der offenen Tür auch am GEOMAR (Standort Ostufer) statt. Und ich möchte mich jetzt schon mal bei allen bedanken, die dort zusammen mit Christian Begler unseren Ausstellungsbeitrag erstellt und ‚besprochen’ haben.

Ich bin kommende Woche von Mittwoch bis Freitag in Kiel. Ich wünsche allen eine gute und produktive Woche!


Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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09.07.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Von Montag bis Mittwoch fand eine vom Exzellenzcluster organisierte internationale Konferenz zum Thema „ADVANCES IN INTEGRATED OCEAN RESEARCH TOWARDS SUSTAINABLE DEVELOPMENT” im Wissenschaftspark statt. Dazu haben wir Kieler Alumn der Meeresforschung, internationale junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie 40 nach der Vorauswahl erfolgreiche Antragsteller für Clusterpostdocproposals eingeladen. An drei vollen Tagen wurden viele innovative Ideen vorgestellt und es gab viel Zeit zum Netzwerken und Verbinden. In 10 Tagen werden wir wissen, welche Projekte sich für eine 2 jährige Förderung mit jeweils 200k€ durchgesetzt haben.

Für mich fand zusätzlich noch am Montag Abend eine Podiumsdiskussion: „Das Meer als Natur- und Kulturraum“ an der Universität in Kiel statt. Das Podium war sehr interdisziplinär besetzt und es wurden Frage von „Narrative über den Ozean“ ethische und historische Aspekte diskutiert. Ein für mich spannender Abend.

Am Mittwochmittag habe ich die NextGen Doktorandinnen und Doktoranden der Helmholtz-Gemeinschaft am GEOMAR begrüßt über 100 waren aus allen Helmholtzzentren zu uns gekommen um gemeinsam über Forschung und deren Vermittlung in die Öffentlichkeit zu sprechen. Ich habe mich gefreut, das wir die Gruppe zu ihrem zweiten Treffen an das GEOMAR eingeladen haben.

Donnerstagvormittag hat Suzan Lozier im Rahmen des WEB einen schönen Übersichtsvortrag über die thermohaline Zirkulation gehalten. Für mich besonders spannend dabei auch Ihre Ausführungen über die Rolle der Frauen in der Wissenschaft, was sich gewandelt hat, und was es da noch zu tun gibt. Ein aktuelles Beispiel ist das letzte Heft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, wo bei fünf Artikeln über die physikalische Atmosphärenforschung in Deutschland nicht eine einzige Frau vorgestellt wurde. Das ist absolut weder zeit- noch sachgemäß.

Abends war ich wieder auf der Bühne, diesmal bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema: „DIE  OZEANE IN DER KRISE“ zusammen mit der Schleswig Holsteinern Heinrich Böll Stiftung. Dabei haben wir den Meeresatlas in Kiel vorgestellt und über die Rolle des Ozeans bei den anstehenden G20 Verhandlungen gesprochen. Auch hier gab es viel zu lernen und mit den Kielern zu diskutieren.

Am Freitag hatte ich einige Gespräche zu führen über AtlantOS und die Finanzlage im Cluster.

Mit gemischten Reaktionen habe ich den G20 Gipfel in Hamburg verfolgt. Die traurigen Bilder der Gewalt auf der Straße und die versöhnlichen Bilder über multilaterale Gespräche zu globalen Anliegen. Ich glaube der Gipfel war moderat erfolgreich absolut gesprochen und sehr erfolgreich relativ gesprochen. Es hätte viel weniger Konsens erreicht werden können insbesondere in Welthandels und Klimafragen. Wer genau das Abschlussdokument gelesen hat, hat bestimmt den einen Satz zum Ozean gefunden. Die G20 Staaten nehmen sich vor, etwas gegen die Plastikvermüllung des Meeres zu tun. Nichts davon kam in den Medien an, aber es ist im Dokument.

Heute hat in Bad Honnef die Ocean Physics Summer School begonnen, die von der DPG und Heraeus Stiftung finanziert und vom GEOMAR und Future Ocean Cluster zusammen mit David Marshall von der Universität Oxford organsiert wurde. Natürlich wäre es nicht ohne die Unterstützung von Sigrid Kaiser dazu gekommen. Ich bin bis Donnerstag hier und danach in Lissabon. Ich wünsche allen eine gute und produktive Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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02.07.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Montag habe an der Jahresversammlung der KDM Mitglieder teilgenommen. Vormittags haben die unterschiedlichen Strategiegruppen Ihre Arbeit vorgestellt. Zwei davon sind für uns besonders relevant. Die Gruppe zu Ozeanzirkulation und Klima ist gerade dabei, ein kurzes Papier zur Golfstromzirkulation zu verfassen. Peter Brandt und ich sind Mitglieder der Gruppe, die von Mojib Latif geleitet wird. Die Gruppe zu den nachhaltigen Ozeanbeobachtungen hat im vergangenen Jahr als Gruppe nicht so viel getan. Wohl aber in unterschiedlichen Bereichen viel Arbeit geleistet für uns besonders im Kontext von AtlantOS. Nachmittags wurde der Stand der Diskussionen über die Deutsche Allianz für Meerforschung berichtet und die Akteure sind guter Hoffnung, dass die Meeresforschung nach der Bundestagswahl weiter hin ein Feld für mögliches Wachstum und mehr Engagement wird. Die Begutachtung von KDM hat die Stärken gelobt, aber auch ein paar Aspekte angesprochen, die verbessert werden könnten.

Dienstagvormittag habe ich die Teilnehmer der 2. Internationalen Konferenz zu Marinen Naturstoffen aus Pilzen im Wissenschaftspark begrüßt und danach die Anfängervorlesung zur Physikalischen Ozeanographie gehalten. Nachmittags tagte die Auswahlsitzung für unser Master Programm Climate-Physics und wir haben über 20 sehr gute Kandidaten aus Kiel, Europa und Übersee zugelassen. Später am Nachmittag habe ich noch ein Gespräch mit Kolleginnen von der Muthesius Kunsthochschule zu deren Engagement in Cluster geführt.

Am Mittwoch hatte ich diverse Gespräche im Zusammenhang mit AtlantOS gemeinsam mit Anja Reitz und ein Treffen mit den Studiendekanen der Fakultäten im Kontext der neuen Exzellenzanträge und um über gemeinsame Aktivitäten im Bereich der forschungsnahen Lehre zu diskutieren.

Am späten Nachmittag fand der 16te Kieler Marktplatz der Future Ocean und ZukunftMeer Cluster statt. Diesmal stand das Thema Visualisierung im Ozean im Vordergrund und es gab Beiträge von der Unterwasser-Bildgebung  bis hin zum Digitalen Poster der Muthesius Kunsthochschule (mit Daten von Sunke Schmidtko). Ein interessanter Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und eine gute Gelegenheit auch am Rande ins Gespräch zu kommen.

Donnerstag habe ich die letzte Regional Climate Vorlesung gehalten und bin danach nach Irland gereist. Dort fand am Freitag eine Veranstaltung zum Thema Wirtschaft und Ozean statt. Im Rahmen des SeaFest, eine nationale Aktivität in Irland rund um den Ozean, die in diesem Jahr in Galway stattfand. Ich habe zusammen mit Wendy Watson-Wright vom Ocean Frontiers Institute aus Halifax Canada über den Wandel im Ozean und Ozeanbeobachtung auf einem Panel gesprochen. Für mich interessant zu sehen wie eng in Irland Wissenschaft, Wirtschaft und die Ministerien zusammenarbeiten. Zwei Minister waren gekommen und haben auf der Veranstaltung gesprochen. Interessant auch zu sehen, dass das Marine Institut in seinen Publikationen und Struktur über ‚Service Devisions’ und nicht ‚Research Divisions’ kommuniziert. Der Direktor, Peter Heffernan, wird Vorsitzender der GEOMAR Begutachtung im Herbst sein und wird bei uns eine andere Struktur vorfinden.

Die kommende Woche bin ich in Kiel, aber ich werde die meiste Zeit im Wissenschaftspark das „Advances in Integrated Ocean Research towards Sustainable Development” Symposium sein. Dort sind neben vielen Kieler Alumni auch 40 Kolleginnen und Kollegen, die Ideen für neue Clusterprojekt vorstellen werden. Ich wünsche allen eine gute und produktive Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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25.06.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie! Am Montag hatte ich diverse Besprechungen, angefangen vom Schließkonzept für den Erweiterungsneubau des GEOMAR, weiter mit dem PO-PI Treffen über die Verteilung unserer Forschungseinheitsmittel bis hin zu Paper- und Kommissionstreffen. Abends habe ich mit Peter Haugan von der Universität Norwegen und Chairman des IOC-UNESCO im Rahmen des OceanMOOC on-line über die vorgeschlagene Dekade der Meereswissenschaften diskutiert und dabei die Fragen der Zuhörer versucht, so gut wie möglich zu beantworten. Der MOOC ist gut angenommen worden. Knapp 2000 Teilnehmer weltweit haben sich eingeschrieben und mehr als 10% der Teilnehmer nehmen an den Aktivitäten teil.

Dienstag haben wir vormittags über Clusterangelegenheiten beraten und Mittags fand unser PO Treffen statt. Vielen Dank für die aktiven Beiträge und die Diskussion und besonderen Dank an Sandra Kethelhake, die mir uns den ‚Wandertag’ im Spätsommer organisiert.

Mittwoch habe ich viele der liegen gebliebenen Gutachten und Papiere bearbeiten können.

Donnerstag hielt ich die vorletzte Vorlesung zum regionalen Klimaphänomenen; diesmal über die Antarktis und die Dynamik der großen Eispanzer. Danach machte ich mich mit vielen Problemen auf den Weg nach Karlsruhe zum KIT. Dort hielt ich am Abend einen öffentlichen Vortrag über den Ozean.

Freitag habe ich die Sommersitzung des DKN Future Earth in Berlin geleitet. Zusammen mit Bettina Schmalzbauer haben wir die Entwicklungen bei Future Earth International, die Knowledge Action Netzwerke und die ersten Ergebnisse der Deutschen DKN Arbeitsgruppen diskutiert. Für den Nachmittag haben wir in interessanter Runde über die Schnittstelle zwischen Forschung und Politik diskutiert und dabei die besondere Rolle der Forscherinnen und Forscher herausgearbeitet.

Heute Vormittag wurde unserer Universitätskollegin Ruth Schmitz-Streit der Kieler Wissenschaftspreis verliehen. Und gleichzeitig gab es den geteilten Innovationspreis für dir Muthesius Kunst-Hochschule für das digitale Poster. Ich hoffe jeder hat die Version mit den Ozeanbeobachtungen auf der Kiellinie gesehen. Das Future Ocean Zelt ist wieder einmal hervorragend besucht worden und bringt unsere Meeresforschung der breiten Öffentlichkeit im Rahmen der Kieler Woche näher.

Die kommende Woche bin ich Montag bei der KDM Sitzung in Hamburg und am Donnerstag und Freitag in Galway in Irland.

Ich wünsche allen eine gute und produktive Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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19.06.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Montag konnte ich einige Stunden im Büro verbringen, bevor ich am Nachmittag Richtung Rostock aufbrechen musste. Dort hielt ich am Dienstag den Eröffnungsvortrag zur Ostseeforschungskonferenz über die globalen Herausforderungen im Ozean im Vergleich zu dem, was im Gebiet der Ostsee schon gut läuft. Abends war ich auf dem Podium in Berlin bei der Heinrich Böll Stiftung. Wir haben dort den Meeresatlas inhaltlich einem sehr dynamischen und dazu ozeaninteressierten Publikum vorgestellt. Es gab viele Fragen, insbesondere auch an Steffi Lemke von der Grünen Partei, und Heike Vesper vom WWF in Hamburg und andere Akteure.

Mittwochnachmittag tagte der Clustervorstand gefolgt von einem Treffen der Taskforce für die Weiterentwicklung des Clusterantrags “Future Ocean Sustainability”. Abends hatte ich die Gelegenheit, unseren Preisträger Thomas Stocker, zu begrüßen.

Am Donnerstag hielt ich am Vormittag zwei Vorlesungen: eine zu Auftriebsgebieten und die andere zum Thema  “Polar und Antarktis”. Danach hatte ich diverse Cluster-relevante Treffen. Abends hielt ich wieder mal eine öffentliche Vorlesung, diesmal organisiert von der SHUG. Es gab gute Fragen und eine lange Diskussion.

Den Freitag habe ich in Berlin verbracht und habe dort gemeinsam mit Patricia Nanz (IASS Postdam) die zweite Sitzung der “Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030” geleitet. Wir haben breit diskutiert, aber am Ende doch noch 3-4 beispielhafte Themen vorausgewählt.

Am Sonnabendvormittag habe ich im Deutschland Radio Kultur zwei Stunden gemeinsam mit Heike Vesper vom WWF Rede und Antwort gestanden zu Fragen nach mehr Ozeanschutz, sowie einer klugen Energiepolitik. In jedem Fall war es ein inspirierender Tag.

Der Massive Open Online-Kurs (MOOC) „One Planet – One Ocean: From Science to Solutions“ hat am 14. Juni begonnen. Noch bis zum August bietet die Online-Vorlesungsreihe, die sich mit den drängenden Herausforderungen rund um den Ozean beschäftigt, aufwändig aufbereitete Vorlesungen, Whiteboard-Animationen und eine Vielzahl an Hintergrundinformationen über das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde. Die Online-Teilnahme ist noch jederzeit möglich

Ich wünsche allen eine gute Woche und bin bis Mittwochabend hier in Kiel. Danach einen Tag München und danach in Köln.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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11.06.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie! Die ganze Woche stand für mich im Zeichen der ersten (und vielleicht auch einmaligen) Ozean Konferenz bei den Vereinten Nationen in New York.
 
Das Ziel der Konferenz war es, zum einem die Rolle des Ozean für die nachhaltige Entwicklung darzustellen und zu anderen die im Ozean Ziel (SDG14) vereinbarten Unterziele und deren Umsetzung weiter auszuarbeiten. Das Motto der Konferenz war #SaveOurOcean und brachte Diplomaten und Vertreter der Zivilgesellschaft nach New York. Ich selber war bei vier Veranstaltungen, die parallel zu dem Verhandlungstrack liefen, Mitveranstalter. Gleich am Montag im ersten Slot haben wir den ICSU Bericht zu den Wechselwirkungen zwischen den Zielen vorgestellt. Darin hat eine Arbeitsgruppe vom Cluster und IASS unter der Leitung von Barbara Neumann und Stefanie Schmidt die Querverbindungen zum Ozeanziel (SDG14) genauer ausgearbeitet. Nachmittags habe ich im Deutschen Pavillon (dem Deutschen Haus, das unter anderem die ständige Vertretung Deutschlands zu UN aber auch DFG, DAAD und andere beheimatet) einen Vortrag über Ozean Beobachtungen, Roboter und Indikatoren für die nachhaltige Entwicklung gehalten habe.

Am Mittwoch habe ich zusammen mit Anke Schneider und den Kollegen von Future Earth, SCOR und IOC-UNESCO das neue Forschungsprojekt Ocean Knowledge Action Network im Deutschen Haus im Rahmen eines Side Events vorgestellt. Es gab gute Diskussionen über die Ziele und Möglichkeiten zur integrativen Ozeanforschung.

Donnerstag war der World Ocean Day und damit ein besonderer Tag. Wir haben im Deutschen Haus den Ocean-Atlas zusammen mit der Böllstiftung vorgestellt und Andreas Oschliess hat den naturwissenschaftlichen Teil übernommen. Gleichzeitig haben Anja Reitz und ich zusammen mit GOOS ein Sideevent zum Thema Sustained Ocean Observing organisiert. Zum einem haben wir AtlantOS, TPOS2020, SOOS und andere regionale Systeme vorgestellt, aber auch über die Einbettung der nachhaltigen Ozeanbeobachtungen in die SDG14 Agenda diskutiert. Während wir im Keller tagten, fand in der General Assembly ein Vormittag voller Reden und kultureller Beiträge statt. Dazu wurde alles in blau angestrahlt und erweckte so den Eindruck eines riesigen Aquariums.

Freitagvormittag fand ein weiteres von der Universität aus Dublin, SDSN und FutureOcean statt. Hier haben wir über die Einbindung von Stakeholdern in die akademische Forschung diskutiert und weitere Impulse für das Ocean KANN bekommen. Am Nachmittag fand die Abschlusskundgebung statt, an der ich leider nicht teilnehmen konnte, da wie ein AtlantOS Blueprint meeting hatten. In der Summe haben 6000 Leute an der Ozean Konferenz teilgenommen, es wurden über 1400 freiwillige Beiträge für die Umsetzung abgegeben (wir haben auch 2 eingebracht) und ein 14 Punkte Papier von den Diplomaten verabschiedet. Die Stimmung war positiv und viel Engagement zu erkennen. Ob es reichen wird, die großen Probleme in der Ozean-Mensch Beziehung anzugehen, weiß man nicht. Aber zumindest wurde glaube ich eine ganze Menge Menschen im UN System erreicht, die vorher am Thema Ozean kein Interesse gezeigt haben. Ich glaube in Deutschland wurde in den Medien recht gut über die Konferenz berichtet. In den USA eher überhaupt nicht. Sicherlich dem Tumult in der Regierung geschuldet. Das Thema Parisabkommen und die Rolle der US Regierung war immer Thema in den Gängen.

Freitag und Sonnabend haben wir uns mit 13 Experten getroffen, um den ‚Blueprint for Atlantic Ocean Observing’ weiter voran zu bringen. Brad deYoung und Sandra Ketelhake hatten das prima organisiert und wir konnten im Deutschen Haus mit Blick über den Eastriver und das UN Gelände erfolgreich arbeiten.

Die kommende Woche bin ich Montag, Mittwoch und Donnerstag in Kiel. Ich wünsche allen eine gute und produktive Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck ______________________________________________________________________________________________________

04.06.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Montag und Dienstag fand in Berlin die Abschlusskonferenz des T20b https://goo.gl/nX573k) statt. Es waren 1000 Teilnehmer aus aller Welt gekommen, um die Empfehlungen und politische und wirtschaftliche Lage der Welt zu diskutieren. Am Nachmittag haben wir zusammen mit dem Entwicklungsministerium (BMZ) ein side-event zum Ozean organisiert. Die Rede des Bundesministers Müller kann man hier nachlesen (https://www.bmz.de/de/presse/reden/minister_mueller/2017/mai/170529_rede_meeresschutz.html). Danach gab es kurze Reden aus der Sicht der kleinen Inselstaaten, Forschung und eine Kurzvorstellung des T20 Papiers. Über 150 Teilnehmer waren gekommen inklusive von CAU Präsident Lutz Kipp. Für uns und den Ozean ein schöner Erfolg dank kräftiger Unterstützung von Anke Schneider.

Am Dienstag fand gleichzeitig ein Treffen des globalen SDSN Netzwerkes in Berlin statt und dort wurde über Aktivitäten im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung gesprochen und das Interesse an Aktivitäten im Kontext der globalen Commons (Ozean und Wälder) ist hoch. Wir werden in 14 Tagen den Ozean MOOC neu starten in etwas überarbeiteter Fassung (www.oceanmooc.org).

Am Mittwoch hatte ich ein Treffen der Chairs der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 der Bundesregierung (Dirk Messner, Patrizia Nanz und ich), um dort mögliche Aktionsfelder und die Arbeitsweisen zu besprechen. Nachmittags fand die Vorbereitungssitzung für die IOC General Assembly im Auswärtigen Amt statt. Dort versuchen wir, uns besonders im Bereich globale Ozeanbeobachtungen (GOOS) und Bildung von Kapazitäten mit Fokus auf Afrika zu engagieren.

Donnerstag habe ich Vorlesung gehalten und danach mit Patrizia über unser 53°N paper gesprochen und Henrike Schmidt zeigte mir die Ergebnisse ihrer Masterarbeit über die Ventilation der Sauerstoffminimumzone im Arabischen Meer. Rena Schönfeld hat sie dabei zielführend betreut.

Am Freitag bin ich nach New York geflogen und habe Nachmittags einige Gespräche an der Columbia Universtität, bzw. in Lamont geführt. Ich freue mich, wenn ich die Gelegenheit habe meine alte Arbeitsstädte zu besuchen. Die kommende Woche bleibe ich in New York und wir haben viele Aktivitäten bei der UN Ocean Conference #SaveOurOcean geplant.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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28.05.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Montag habe ich einer Veranstaltung von BMBF Staatssekretär Schütte mit dem Forschungsminister Heitor aus Portugal teilgenommen. Es ging darum, die Deutsch-Portugiesische Zusammenarbeit besonders im Bereich der Raumfahrt, Ozeanforschung und BigData zu verstärken. Das Treffen fand am GFZ in Potsdam statt und wir haben ein paar konkrete Aktivitäten im Bereich der Zusammenarbeit bei der Nutzung von Forschungsschiffen, Austausch bei Expeditionen und engere strategische Absprachen zum Beispiel im Zusammenhang mit JPI Ocean. AtlantOS und ähnliche Projekte wurden als gute Beispiele erwähnt.

Dienstag und Mittwoch hatten wir den wissenschaftlichen Beirat des GEOMAR zu Besuch. Für uns war es ein ‚Warmlaufen’ für die im Herbst anstehenden Begutachtung. Es gab sehr viele hilfreiche Kommentare von dem Beirat und ich glaube auch wir haben gesehen, welche Teile überzeugend waren, und wo wir noch Nacharbeiten müssen. Ich fand insbesondere die Postersession sehr schön und möchte mich bei Allen aus der PO bedanken, die hier beigetragen haben.

Ich bin auf dem Weg nach Berlin, wo ich morgen eine Veranstaltung mit Bundesminister Müller vom BMZ zum, Thema Ozean als sideevent für den T20 Summit organisiert habe. Danach trifft sich das globale SDSN in Berlin.

Am Donnerstag bin ich in Kiel.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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21.05.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie! Montag und Dienstag habe ich in New York bei den Vereinten Nationen verbracht. Dort fanden zwei Meetings mit Ozeanbezug statt. Zum einem tagte das Wissenschaft, Innovation und Technologieforum des ECOSOC, also dem Teil der Vereinten Nationen, die für die Nachhaltigkeit zuständig sind. Es gab im Programm eine Sitzung zum Ozeanziel (SDG14), wo diskutiert wurde, welche Rolle Wissenschaft und Technologie beitragen können. Ich konnte über die Möglichkeiten von Ozeanbeobachtungen, besseren Indikatoren und globalem Lernen (Ocean MOOC) berichten. Dazu gab es Beiträge aus Mauritius und einem Vertreter der Ocean Youth, der innovative Lösungsansätze vorschlug. Das andere Treffen betraf die Konsulationen zum Seerecht. Auch hier war Wissenschaft gefragt und Lisa Beal von der Universität aus Miami berichtete über die Möglichkeiten, Randströme zu vermessen und damit die Ozean- und Klimaveränderungen zu beleuchten. Diese Gruppe ist auch für das World Ocean Assessment zuständig und ich habe mich gefreut, dass hier Wissenschaft angehört wurde. Ich hoffe dieser Trend setzt sich fort und wir können gemeinsam unsere Ideen für bessere Lösungen einbringen.

Am Dienstag konnte ich noch im Deutschen Haus ein paar Gespräche zur Vorbereitung unseres Atlantic Ocean Observing Blue Print meeting in zwei Wochen führen.

Am Mittwoch hatte ich diverse Termine in Kiel und bin Abends noch nach Dresden gefahren, wo ich zusammen mir Bettina Schmalzbauer eine Session bei der Nexus Konferenz zur Nachhaltigkeit organisiert und bespielt habe. Unser letzte Woche bei ICSU veröffentlichtes Papier zu den Wechselwirkungen zwischen den nachhaltigen Entwicklungszielen (https://www.icsu.org/current/press/new-report-from-scientific-experts-provides-a-unique-guide-to-translate-sustainable-development-goals-into-reality). Vom Cluster hat besonders Barbara Neumann an dem Bericht zu den Verbindungen zwischen dem Ozeanziel und vielen anderen mitgearbeitet.

Am frühen Abend habe ich dann zusammen mit einigen unserer Kollegen und der Forschungsministerin Prof. Wanka die Tiefseeausstellung im Eingangsbereich des BMBF Gebäudes in Berlin eröffnet. Nach einer Podiumsdiskussion zum Golfstrom zwischen Monika Rhein, Jochem Marotzke und Stefan Rahmstorf habe ich gemeinsam mit Detlef Stammer und Michale Schulz die Gäste durch die Ausstellung geführt. Ich glaube die Ministerin hat sich wohl gefühlt und freut sich über die kleine Ausstellung in so zentraler Lage in Berlin.

Am Freitag haben wir die Vorträge für die Begutachtung durch den internationalen wissenschaftlichen Beirat des GEOMAR im Ostuferhörsaal geprobt. Das Proben hat sich gelohnt und wir konnten viele Aspekte ansprechen und die vier Vorträge besser untereinander vernetzen. Ich glaub das Team GEOMAR wächst wieder gut zusammen und ich freue mich auf den Beirat kommenden Dienstag und Mittwoch.

Ich bin auf dem Weg nach Potsdam, wo ich morgen mit Staatssekretär Schütte und einer portugiesischen Delegation über die Deutsch-Portugiesische Zusammenarbeit diskutieren werden. Dienstag und Mittwoch bin ich in Kiel zum Treffen des Beirats.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche!

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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14.05.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Montagvormittag habe ich Kaj Hoernle in Berlin vertreten und hatte die Aufgabe den Fortschrittsbericht unseres Programms OCEANS beim Helmholtz Senat Review Committee vorzustellen. Susan Avery war zufrieden mit dem Bericht und unseren Fortschritten und damit werden unsere Mittel in erwarteter Höhe weiter fließen.

Nachmittags fand die konstituierende Sitzung der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 auch in Berlin statt. Diese neue Institution ist Teil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und wird gemeinsam vom BMBF und dem Bundeskanzleramt betreut. Die Aufgabe der Plattform ist es Wissen schneller in die Umsetzung zu einer mehr nachhaltigen Gesellschaft zu bekommen. Der Lenkungsausschuss ist zur Hälfte mit Wissenschaftlern und zur Hälfte mit Vertretern aus der Gesellschaft besetzt. Die Umsetzung ohne die Politik wird durch drei Organisationen gewährleistet, dem IASS mit Geschäftsstelle, dem SDSN-Germany und dem DKN Future Earth. Als Vorsitzender des DKN bin ich als einer der drei Cochairs berufen worden.

Am Dienstag fand in Berlin das BMBF FONA Forum statt. Das FONA Programm fördert fast alle unsere BMBF Projekte, z.B. RACE, SPACES und SOPRAN. Die Tagung wurde durch die Forschungsministerin Wanka und Kanzleramtsminister Altmeier eröffnet und im Anschluss daran die neue Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 FONA vorgestellt. Nachmittags gab es dazu ein Podium, wo Fragen und Ideen des Publikums diskutiert und aufgenommen wurden. Abends hat Uli Kuntz einen tollen Vortrag über das Forschungstauchen gehalten und so war auch an diesem Tag der Ozean schon präsent.

Mittwoch begann für mich sehr früh mit einem Gespräch im mo:ma um 6:45 über die Belastung der Meere. Am späten Vormittag folgte die Pressekonferenz in der Heinrich Böll Stiftung zu dem dann veröffentlichten Meeresatlas. Wir haben den Atlas zusammen mit der Heinrich Böll Stiftung Schleswig Holstein und der Bundesstiftung erstellt. Ulrike Kronfeld-Goherani, die vor vielen Jahren mal in der PO ihren Abschluss gemacht hat, hat die Wissenschaft koordiniert und damit viel Arbeit in den Atlas gesteckt. Das Presseecho war jedenfalls schon mal sehr schön. Nun hoffen wir, dass damit unsere Arbeit weiterhin sichtbar wird.

Nachmittags bin ich nach Rom/Frasacti zur ESA weiter geflogen.Am Donnerstag fand dort ein workshop zur Zukunft der Erdbeobachtungen statt und die Impulse kamen alle von der Wirtschaft. Zum einem gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, die selber kleine Satelliten betreiben und am Nachmittag stellten die großen Firmen von SAP, Microsoft bis Google ihre Möglichkeiten vor, große Datensätze zu verarbeiten und damit einen Mehrwert für die Nutzer in der Gesellschaft zu schaffen. Klar blieb aber, ohne die ESA Sentinel Missionen würde auch deren Geschäftsmodell nicht funktionieren. In jedem Fall eine interessante Diskussion und aus meiner Sicht sind wir mit Digital-Ocean und Ocean Media Lab genau auf dem richtigen Weg in die Zukunft auch der Meeresforschung.

Am Freitag habe ich in Riga an der Sitzung der Europäischen Vertreter zu ICSU teilgenommen. Der International Council for Science ist dabei, mit dem International Social Sciences Council zu mergen und dazu gab es viele Diskussionen und Meinungen. Am Ende werden die Europäer den Zusammenschluss unterstützen und alle sehen die Vorteile einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen.

Ich bin auf dem Weg nach New York zu den vereinten Nationen und bin kurz am Mittwoch und Freitag in Kiel.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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07.05.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Dienstag fand die letzte Sitzung mit dem Team der Meeresatlas statt. Es ist sehr schön geworden und wird am Mittwoch den 10. Mai veröffentlicht. Es gab vieles zu besprechen, wie wir den ‚Rollout’ gestalten werden. Wir können gespannt sein, wie der Atlas aufgenommen wird.

Am Mittwoch hatte ich mehrere Telefonkonferenzen. Zum einen ging es um die in der kommenden Woche startenden Wissenschaftsplattform: Nachhaltige Zukunft, die vor allem vom Forschungsministerium gefördert wird und zum Ziel hat, die Erkenntnisse der Wissenschaft schneller und zielgerichteter in die Umsetzung der Nachhaltigkeit in, mit und durch Deutschland zu optimieren. Das IASS, SDSN-Germany und das DKN Future Earth sind die gemeinsamen Träger und ich damit einer der drei Vorsitzenden. Am Dienstag wird diese offiziell beim FONA Forum in Berlin von Bundesministerin Wanka vorgestellt.

Donnerstagvormittag habe ich Vorlesung über regionale Klimamoden im Indischen Ozean gehalten. Mittags gab es eine weitere Telefonkonferenz über ein neues Ozeanforschungsnetzwerk für die integrativen Fragen das gemeinsam von vielen etablierten Netzwerken eingerichtet werden wird. Anke Schneider unterstützt uns dabei hervorragend. Die ganze Woche sind wir am Planen für die GEOMAR und Deutschen Beiträge zur UN OCEAN Conference in New York, die Anfang Juni stattfindet. Wir sind dort mit dem Ozeannetzwerk (Ocean KAN), AtlantOS und den Kieler Arbeiten zu den Wechselwirkungen zwischen den nachhaltigen Entwicklungszielen prominent vertreten. Dazu kommen noch Events zum Meeresatlas und die Forschungsarbeit des KDM. Nachmittags wurde ich gebeten, beim GEOMAR Kuratorium etwas zu unseren Exzellenzclusterantrag Future Ocean Sustainability zu berichten. Ich glaube ich konnte das Kuratorium für unser Konzept begeistern und man drückt uns alle Daumen für den Erfolg.

Freitag war ich den ganzen Tag in meiner Geburtsstadt Braunschweig. Die Braunschweiger Wissenschaftsgesellschaft hat die Gauss-Medaille 2017 an Antje Boetius verliehen. Sie hat dazu ein kleines Symposium zum Thema Mensch und Meer organisiert und ich habe einen der drei Vorträge gehalten.

Die METEOR hat den ersten Abschnitt der Dengler-Sommer Reise erfolgreich abgeschlossen und ist nach kurzen Crew- und Gerätetausch wieder unterwegs vor Callau in Peru.

Die kommende Woche bin ich leider alle Tag unterwegs. Von Montag bis Mittwoch in Berlin und danach bei der ESA in Frascati und zum Schluss beim Euro-ICSU Treffen in Riga.
Verpassen werde ich leider auch Annalisa Bracco, die morgen das FB1 Seminar hält.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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01.05.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Montag war ich in München beim Deutschen Museum eingeladen, einen Abendvortrag über das Thema Mensch und Meer zu halten. Im laufenden Wissenschaftsjahr der Meere und Ozeans sind an vielen Orten öffentliche Vorträge und viele von uns sind sehr viel unterwegs, um das Thema gut in der Öffentlichkeit zu platzieren. In München ist der Saal immer gut gefüllt und viele interessante Fragen gab es für mich zu beantworten.

Dienstag nahm ich bei der Hannover Messe an einem Podiumsgespräch über die Kieler Meereswissenschaften teil. Unsere Universität hatte dort einen Stand aufgestellt und mit unterschiedlichen Aktivitäten auf den Standort aufmerksam gemacht. In dieser Runde ging es um die vier Schwerpunkte der CAU und die Meeresforschung, hatte wie so oft recht viel Redezeit und durch unsere integrativen aber auch spannenden Themen immer von Interesse.

Am Mittwoch war ich zur Eröffnung der Meeresforschungsausstellung im Paul Löbe Haus, dem Haus der Parlamentarier, in Berlin eingeladen. Es gab mehrere Reden von Vizepräsidentin der Bundestages Frau Bulmahn, unsere Forschungsministerin Wanka und Uli Bathmann hat als KDM Vorsitzender über die Wissenschaft gesprochen. Die Ausstellung zeigt im Wesentlichen die Deutschen Forschungsschiffe und ein paar Exponate dazu. Sie ist offen und lang und wirkt ganz anders als die Ausstellung des Clusters vor vielen Jahren mit der Tiefsee im schwarzen Kubus.

Donnerstag habe ich Vorlesung gehalten und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule Ozeanphysik zusammen mit David Marshall aus Oxford ausgesucht. Am Abend ein weitere öffentlicher Vortrag, diesmal in Wedel an der Elbe für die Schleswig Holstein Universitätsgesellschaft wieder zum Thema Mensch und Meer.

Am Freitagvormittag gab es den Start der neuen Wissenschaftsplattform der Bundesregierung zu besprechen und am Nachmittag ging die Vorlesung zur Einführung in die Ozeanographie um Optik im Ozean.

Gefreut habe ich mich das Johannes Karstensen’s paper „Upwelling and isolation in oxygen-depleted anticyclonic modewater eddies and implications for nitrate cycling” diese Woche bei Biogeosciences veröffentlicht wurde. Publikationen sind eines der wichtigsten Ergebnisse unserer Forschung.

Den Mai-Feiertag habe ich weitgehend am Schreibtisch verbracht. Diese Woche bin ich in Kiel nur am Freitag werde ich zum nächsten öffentlichen Vortrag in Braunschweig sein.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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24.04.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Anfang der Woche war ich damit beschäftigt, viele liegen gebliebene Dinge aufzuholen. Unter anderem schreiben wir an einem Antrag für eine Deutsch-Chinesische internationale Helmholtz-Graduiertenschule zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus Bremerhaven, Hamburg und Leipzig in Deutschland und Qingdao und Shanghai in China.

Mittwoch Abend war ich eingeladen, das neue Buch der Kollegen von der Muthesius Kunsthochschule mit vorzustellen: „Sensing the Ocean“. Ein Kunstwerk, was ich interessant finde, aber nicht immer leicht zu verstehen ist. Unter anderem wird dort auch der Film von Stefan Sachs vorgestellt, der auf einer von Peter Brandt’s METEOR Reisen entstanden ist. Mein Vorwort steht auf Seite 94!

Donnerstag hielt ich Vorlesung gefolgt von einem Treffen von Patrizia Handmanns Doktorandenkomitees. Patrizia macht sehr gute Fortschritte mit ihrem Paper zum Randstrom in der Labradorsee bei 52°N mit Vergleich zwischen Modell und Beobachtungen.

Nachmittags wurde ich gefragt, einen Vortrag über Ozeannachhaltigkeit beim Treffen der Nachwuchswissenschaftler im Zusammenhang mit der Deutschen Future Earth Aktivitäten zu halten. Die Gruppe hatte sich am Institut für Weltwirtschaft getroffen und macht eine aktiven und interessierten Eindruck.

Freitagvormittag haben wir uns getroffen und die Neuauflage des Ocean MOOCs besprochen. Wir haben vor, die Vorlesungen neu zu arrangieren und durch eine animierte Geschichte besser zu verbinden. Mitte Juni soll es beginnen und die Zeit ist knapp, aber ich denke, wir können das schaffen und den Kurs gleich nach dem World Ocean Day starten. Nachmittags habe ich die Einführungsvorlesung in die physikalische Ozeanographie gehalten.

Heute habe ich in Paris bei der IOC der UNESCO an einem  Arbeitstreffen zum „Blueprint for Integrated Altantic Ocean Observing“ teilgenommen. Wir haben die Kapitel und Stichpunkte des Dokuments mit Brad de Young überarbeitet und dabei gute Fortschritte gemacht.

Mittlerweile bin ich in München, wo ich morgen einen Vortrag halte, am Dienstag auf der Hannover Messe und Mittwoch in Berlin.  Ich wünsche allen eine gute und erfolgreiche Woche und werde nur am Donnerstag und Freitag in Kiel sein.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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17.04.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Montag und Dienstag habe ich in Paris beim International Council for Science (ICSU) bei der halbjährigen Sitzung des CSPR (council for science, planting and review) verbracht. Es gab viele Themen zu besprechen, da ein Zusammenschluss mit dem ISSC (International Social Science Council) im Jahr 2018 ansteht und alle Organisationsformen überdacht werden müssen. Wir sind dabei, das Weltklimaforschungsprogram zu begutachten (WCRP) und werden in diesem Jahr auch noch das Global Ocean Observing System (GOOS) begutachten.

Mittwoch hatte ich ein Treffen mit zwei Vertretern von dem Konzern METRO, der einer der größten Fischvermarkter auf dem Weltmarkt ist. Man hat großes Interesse, enger mit der Wissenschaft zusammen zu arbeiten und wir haben uns vorgenommen  mögliche gemeinsame Projekt zu erarbeiten.

Donnerstag fand die erste Vorlesung der Regional Climate Kurses statt. Eine beachtliche Anzahl von Master Studenten nimmt daran teil und wir haben uns Gedanken zum IPCC Klimareport gemacht. Ich freue mich schon auf die folgenden Vorlesungen in diesem Semester. Danach hatte ich diverse Treffen im Kontext des Exzellenzclusters und von AtlantOS.

Es gibt viele liegen gebliebene Projekt zu bearbeiten und die kommenden Tage werden gefüllt sein.

Ich wünsche allen eine gute und erfolgreiche Woche und plane jeden Tag in Kiel zu sein.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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09.04.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Während der sechsten und letzten Woche konnten wir die Arbeiten vor Peru äußerst erfolgreich beenden. Wir haben insgesamt mit 143 CTD Stationen den Tracer vermessen und daraus die Verteilung in der Sauerstoffminimumzone bestimmten können. Besonders interessant ist auch die Vermischung in der Tiefe. Wir sehen, dass der größte Teil des Tracer Volumens auf leichteren Dichteflächen liegt. Das ist wahrscheinlich die Folge von starker Vermischung am Rand. Die Daten sind von sehr hoher Qualität und räumlich sehr gut aufgelöst. Dadurch wird die Auswertung vereinfacht und insbesondere die Daten werden Madeleine Freund’s Arbeit unterstützen und viele neue Erkenntnisse über die Vermischung und Verteilung von Substanzen im Meer ermöglichen.

Die Statistik der Reise ist beeindruckend. Zu den 148 CTD Stationen kommen 47 TraceMetall CTD Einsätze, 25 Mikrostruktur Stationen mit mindestens drei Profielen, 9 Strecken mir der Unterwegs CTD, rapidcast, mit über 200 Profilen, 7 Einsätzen des PARASOUND Echolots, 6 Kerne mit dem Schwerelot, und 5 mal kam der MultiCorer zum Einsatz. Dazu kommen die laufenden Unterwegsmessungen.

Bei der Einfahrt in die Bucht von Callao konnten wir in der Ferne die KOMOS mesocosm im Schutz der Inseln verankert liegen sehen. Das Experiment dort ist Teil unseres Sonderforschungsbereichs und läuft seit 6 Wochen. Es wird noch weitere drei Wochen mit täglichen Messungen der Veränderungen begleitet.

Wir werden das gute Wetter des Südpazifiks vermissen. Die Zusammenarbeit mit dem Kapitän und der Mannschaft war während der ganzen Reise hervorragend. Wir freuen uns auf den nächsten Einsatz auf der METEOR.

Diese Woche wurde Rainer Zantopps paper „From interannual to decadal: 17 years of boundary current transports at the exit of the Labrador Sea” gedruckt und auch bei EOS kommentiert. Herzlichen Glückwunsch an Rainer, Jürgen Fischer und Johannes Karstensen.

Mittlerweile bin ich in Madrid auf dem Weg nach Paris. Dort werde ich bis Dienstag bleiben und am Donnerstag im Büro sein.
Ich wünsche allen eine erfolgreiche Woche und ein paar erholsame Osterfeiertage.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck

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03.04.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die fünfte Woche unserer Arbeiten vor Peru verlief weitgehend erfolgreich. Wir haben CTD Stationen entlang von drei zonalen Schnitten bei 16°S, 15°S und heute bei 14°S beendet und dabei die Verteilung des im Oktober 2015  ausgebrachten Tracers weiter vermessen. Wir sehen interessante Muster in der Verteilung. Zum einen wird der Tracer durch den Peru-Chile Unterstrom entlang der Küste nach Süden transportiert. Zum anderen gibt es hier ein intensives Wirbelfeld, das den Tracer vom Randstrom im Osten nach Westen in den Ozean vermischt. Die genauen Raten dieser Vermischung werden wir in Kiel bestimmen, wenn wir alle Daten gemeinsam analysieren und mit den Ozeanmodellen vergleichen.

Mitte der Woche haben wir eine Vermessung der ozeanischen Feinstrukturen mit dem unterwegs CTD-System (RapidCast) durchgeführt und dabei die Feinstrukturen mit 2 km horizontaler Auflösung über die oberen 150 m erfasst. Gleichzeitig wurden die Wasserrückstreuung des Parasound Lotes und Schiffsadcp-Daten aufgezeichnet. Diese kleinräumigen Vermischungssignale und der Einfluss von internen Wellen auf die Vermischung werden genauer auf dem kommenden Abschnitt M136 untersucht.

Heute hat der Wind auf 6-7 Bft zugenommen und daher konnten wir die geplante Gleiterauslegung nicht durchführen. Vielleicht haben wir morgen besseres Wetter.

Während der Vermessung in der Nähe des Schelfs konnten wir eine große Felszeichnung, den Kerzenleuchter von Paracas, am Hang der Pisco Bucht bestaunen. Viele Legenden ranken sich um das Symbol und man nimmt an, dass es wahrscheinlich um das Jahr 200 vor Christus Geburt angelegt wurde.

Die Stimmung an Bord ist weiterhin prima, das Wetter warm im offenen Ozean und kühl an der Küste. Das Essen immer noch prima und die Zusammenarbeit mit dem Kapitän und der Mannschaft weiterhin hervorragend.

Mit schönen Grüßen von 15° Süd und 76° 30’ West,
Martin Visbeck und die Fahrtteilnehmer der M135 Reise.

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27.03.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!


Die vierte Woche unserer Arbeiten vor Peru verlief weiterhin erfolgreich. Am Sonntag und Montag haben wir uns im Arequipa-Becken vor der Stadt Ilo die Sedimentverteilung mit dem Parasound

Lot genauer angesehen und engräumige Vermessungsgitter gefahren. Die Lotungen erlaubten es uns, Positionen möglicher ungestörter Sedimentablagerungen zu bestimmen, die dann mit den beiden Sedimentkernsystemen (Multicorer und Schwerelot) beprobt wurden. Am Montagabend wurde das geologische Programm erfolgreich abgeschlossen. Wir konnten während unserer Expedition in Wassertiefen zwischen 200m und 1400m insgesamt sechs Kerne mit einer Länge zwischen 4 und 9m ziehen. Dazu kommen über 40 kurze Kerne mit einer Länge von jeweils 30 bis 50 cm.


Wir haben den längsten zonalen Schnitt entlang von 17°S bis 86°W am Sonnabend beendet. Wir fanden bis zur letzten Station immer wieder deutliche Signale des Tracers. Allerdings liegt er flacher in der Wassersäule als wir ihn ausgesetzt haben. Das könnte auf sehr starke Vermischung am Schelf hindeuten. Unsere Mikrostrukturmessungen auf dem Schelf geben, genauso wie auch die vertikale Verteilung des Tracers dort, eindeutige Zeichen der besonders starken Vermischung, die wir kommende Woche und Markus Dengler währen der M136 genauer untersuchen werden.


Die Stimmung an Bord ist weiterhin prima, das Wetter immer warm, das Essen sehr gut und die Zusammenarbeit mit dem Kapitän und der Mannschaft weiterhin hervorragend.


Zu den Arbeiten an Board kommen für mich noch die Aktivitäten in Deutschland und weltweit. Zum Glück kann man an Board auch mal telefonieren und so einige Pläne und Absprachen machen.


Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche.


Mit herzlichen Grüßen von 16° Süd und 81° West,


Martin Visbeck und die Fahrtteilnehmer der M135 Reise.

 
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20.03.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die dritte Woche unserer Vermessungen in der Humboldtstrom-Region verliefen weiterhin erfolgreich. Wir haben zwei lange zonale Schnitte (19°S und 18°S) zwischen der Küste von Chile und Peru und dem 81°W Längengrad gefahren mit einem Stationsnetz von einem CTD Profil pro 100km. Wir finden weiterhin deutliche Mengen des von uns ausgebrachten Tracers und haben festgestellt, dass die Menge an gefundenem Tracer in den Zentren von anti-zyklonalen Wirbeln hoch ist und im Wasser dazwischen deutlich geringer.

Ein zweites Ziel unserer Reise ist es, die Verteilung des Sauerstoffs in der Sauerstoffminimumzone vor Chile und Peru genauer zu vermessen. Bisher haben wir über 70 Sauerstoffprofile gewonnen. Zunächst können wir sagen, dass unsere Reise die Zahl aller frei verfügbaren Sauerstoffwerte in dieser Region deutlich vergrößert hat. Es gab bisher keine Messungen zwischen 24°S und 20°S und wir konnten somit eine große Datenlücke in dem Gebiet des nördlichen Chile mit hochgenauen Sauerstoffprofilen füllen. Die vertikale Verteilung entlang von zwei Zonalschnitten zeigt die nach Norden und zur Küste hin mächtiger werdende Sauerstoffminimumzone des Südpazifiks. Wir haben den Eindruck, dass sich die Dicke der Sauerstoffminimumzone erhöht hat und damit der Lebensbereich der meisten Fische oberhalb der Sauerstoffminimumzonen verringert hat. Dieser Trend scheint sich in den globalen Trend einzufügen den wir vor wenigen Wochen im Journal „Nature“ veröffentlicht haben.

Mitte der Woche haben sich Reste eines langen und im Ozean treibenden Fischernetzes in der CTD und dem Schiff verfangen. Dieses führte dazu, dass wir in der Nähe der Peruanischen Küste einen Taucher anfordern mussten, um das Bugstrahlruder wieder frei zu schneiden. Am Sonnabend hatten wir Halbzeit mit zünftigem Bergfest an Deck mit schönem Sonnenuntergang.

Zwischen den Arbeiten an Board geht auch das ‚normale’ Wissenschaftsleben weiter. Sowohl der Clusterantrag, als auch Dokumente für die integrative Ozean-Forschung von dem neuen internationalen Programm Future-Earth und weiterhin bereiten wir ein Ozean-Side-Event am Rande des T20 Meetings als Eingabe in den G20 Prozess. Auch wenn der Pazifik weit weg von Deutschland scheint, so verbinden mich Internet (langsam) und das Telefon sehr gut mit Deutschland.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck und den METEOR M135 Mitfahrern.

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13.03.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die zweite Woche verlief für uns auf der METEOR sehr erfolgreich. In dieser Woche begann die räumliche Vermessung mit Zonalschnitten zwischen der Küste von Chile und 74°W. Wir haben Schnitte entlang von 23°, 22°, 21° und 20°S gefahren. Wir finden fast an jeder Station Spuren des Tracers und manchmal auch sehr deutliche Konzentrationen von bis zu 4 fmol (femta mol). Der Tracer hat sich erwartungsgemäß auf der Dichtefläche ausgebreitet und diese liegt hier in ungefähr 100m Wassertiefe. Unterhalb von 300m Wassertiefe haben wir noch keinen Tracer gefunden. Allerdings gibt es immer mal wieder deutliche Konzentrationen in 10m Wassertiefe. Dies ist zunächst verwunderlich, da der Tracer oberhalb von 70m Wassertiefe anfängt Bläschen zu bilden, aufsteigt und damit ‚ausgast’. Diese Signale kann es nur geben, wenn vor nicht allzu langer Zeit aktiver Auftrieb mit dem Tracer markierte Wasser an die Oberfläche gemischt hat.

Am Sonnabend haben wir einen 6 Meter langen Sedimentkern gezogen. Für mich war es das erste mal, dass ich das mal beobachten konnte. Alles verlief problemlos und mal sehen, ob die Daten dann auch die erhofften Signale ergeben.

Zwischen der Forschung hier auf der METEOR beschäftigen mich die Vorgänge in Kiel und in der globalen Ozeanforschung. Wir kommen so langsam auf die Zielgerade mit dem Clusterantrag und auch der Ozean-Atlas geht in die letzten Abstimmungsrunden. Die Nachrichten aus den USA in Bezug auf Forschungsförderungen für die Umweltforschung werden zunehmend bedenklich. Das wird uns wahrscheinlich auch in der Ozeanforschung nachhaltig beschäftigen.

Der Spätsommer in der Südhemisphäre bringt uns weiterhin warme Temperaturen mit wechselnder Bewölkung. In der Nähe der Küste im Auftriebsgebiet betragen die Luft-und Wassertemperarturen um die 20°C weiter draußen haben wir auch schon 26°C gemessen.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck und den METEOR M135 Mitfahrern.

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06.03.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die Woche begann mit einem letzten Clustertreffen am Montagvormittag zu der Vorbereitung der Vorantrages für den neuen Cluster ‚Future Ocean Sustainability’. Wir haben den Rat der kritischen Freunde der letzten Wochen angenommen und die Präsentation wie ich glaube deutlich verbessern können.

Am Nachmittag ging es dann los über Hamburg, Paris und Santiago de Chile nach Valparaiso zur METEOR.

Den Dienstagnachmittag hatten wir etwas Zeit, die schöne Stadt am Hang der Chilenischen Berge genauer zu erkunden und ein letztes Mal an Land zu Abend zu essen und im Hotel zu übernachten.

Am Mittwoch wurde die METEOR weiter vorbereitet und wir verließen abends den Hafen. Damit beginnt die Reise POSTRE-II, die gleichzeitig der erste Abschnitt von mehreren SFB754 Fahrten ist. Das wissenschaftliche Programm der Reise ist eine flächendeckende Vermessung entlang der Nordwestküste von Chile und dem südlichen Peru nach Westen bis zum Längengrad 81°W mit einem Kranzwasserschöpfer-Stationsnetz mit 60nm Abstand. Das Ziel ist es, einen Ende Oktober 2015 vor Peru ausgebrachten Tracer zu detektieren und gleichzeitig die Sauerstoffminimumzone mit einer großen Anzahl von chemischen Parametern zu kartieren. Weiterhin interessieren uns dabei die Strömungen, Temperaturen und Salzgehalte im Humboldtstromsystem und dem daran angrenzenden Wirbelfeld. Ein weiteres Programm hat zum Ziel, eine Reihe von Sedimentkernen am Schelf zwischen Chile und Peru nach einer intensiven akustischen Vermessung des Sediments zu ziehen. Gegen Ende der Reise werden wir noch Gleiter für Markus Denglers METEOR Reise vor Peru aussetzen.

Wir sind eine sehr internationale Gruppe von Forscherinnen und Forschern, die aus Deutschland, England, der Türkei, China, Peru und Chile kommen und gleichzeitig eine gute Mischung von Technikern, Studenten, Doktoranden, Postdocs und erfahrenen Wissenschaftlern. Wir sind 5 Frauen und 22 Männer was grundsätzlich im Sinne der Gleichstellung verbesserungswürdig wäre.

Die ersten Tage sind wir entlang der 2000m-Tiefenlinie wenige Meilen von der Chilenischen Küste entfernt nach Norden gefahren. Alle 60 Meilen wurde eine CTD Station ausgeführt. Schon die erste Station bei 31°S zeigte in 100m Wassertiefe einen kleinen, aber klar messbaren Peak des von uns ausgesetzten Tracers. Ende Oktober 2015 wurde der Tracer in 250m Wassertiefe an drei Stellen von der SONNE direkt über dem Sediment ausgebracht. Der Tracer hat sich demnach 1500sm weit nach Süden mit dem Unterstrom entlang der Südamerikanischen Küste ausgebreitet. Unsere Ozeanmodelle hatten das auch so vorhergesagt und unsere Madeline Freund wird diese Daten mit den Modellsimulationen vergleichen.

Seit Sonnabendabend befinden wir uns auf dem ersten zonalen Transit nach Westen entlang des 23°S Breitengrades. Wir haben die Küste von Chile verlassen und in der Abendsonne einen letzten Blick auf die Atacama-Wüste geworfen. Der Spätsommer in der Südhemisphäre bringt warme Temperaturen um die 20°C mit sich und leichte Winde aus südlichen Richtungen. Allerdings wird der Anfang der Reise unter dem ausgedehnten Stratuswolkengebiet zumeist bedeckt bleiben.

Gefreut habe ich mich darüber, das unser sich gerade im Druck befindliche Paper mit Rainer Zantopp "From interannual to decadal—17 years of boundary current transports at the exit of the Labrador Sea" bei EOS als research highlight genannt werden wird.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck und den METEOR M135 Mitfahrern.

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26.02.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die Woche begann mit einem Clustertreffen am Montagvormittag und einem Nachmittag im Büro, den ich nutzen konnte, viele liegen gebliebene Dinge zu bearbeiten.

Dienstagvormittag war ich gefragt worden, einen internationalen Workshop am GEOMAR zur Unterwasserbildgebung und deren Auswertung zu eröffnen. Ich habe mich gefreut darüber, das besonders Doktoranden und frühe Postdocs diese Treffen schon zum zweiten mal organisiert haben. Ich glaube da ist ein sehr dynamische Gruppe unterwegs.

Den Rest des Tages und den Mittwoch hatten wir eine internationale Gruppe von Experten zu Besuch, die unseren vorläufigen Clusterantrag angesehen haben und uns viele kritische Hinweise und Vorschläge für Verbesserungen gegeben haben. Ich freue mich darüber, dass es so viele Kolleginnen und Kollegen gibt, die gerne nach Kiel kommen und sich mit unseren Ideen und Erfolgen in der integrativen Meeresforschung auseinandersetzen und gerne Teil der Gemeinschaft sind. Ich glaube der Zeitpunkt war für uns perfekt und nun müssen die neuen Ideen noch umgesetzt werden. Das wird in den kommenden zwei Wochen passieren.

Am Donnerstag hatte ich viele Termine im Büro und ein längeres Telefonat im Vorfeld der neuen SDG Wissensplattform, bei der es darum geht, die Forschungsbeiträge zur nachhaltigen Entwicklung und Entwicklungspolitik in Deutschland zu bündeln. Wenn alles klappt, wird diese dann im Mai ihre Arbeit aufnehmen. Mal sehen ob es dabei auch einen Fokus auf den Ozean geben wird.

Am Freitag waren Anja Reitz, Johannes Karsten und ich in Brüssel beim AtlantOS executive board meeting. Wir treffen uns ab und zu, um die Fortschritte des EU Projekts zu besprechen und auch auf Probleme bei der Umsetzung zu diskutieren. Wie so oft bei solchen großen Projekten ist die Vernetzung der Arbeiten unter den verschiedenen Arbeitspaketen nicht immer leicht und oft nicht effizient genug. Aber insgesamt läuft AtlantOS gut und die Kommission sieht es als eines der sehr erfolgreichen Projekte an. Es gibt auch gute Nachrichten in Bezug zu der engeren Zusammenarbeit zwischen Brasilien, Süd-Afrika und Europa auf dem Feld der Meereswissenschaften und in diesem Sommer soll dazu ein Abkommen in Lissabon unterzeichnet werden.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche, ich bin morgen in Sachen Cluster an der Uni und wenn nur ganz kurz im Büro. Danach folge ich den Technikern zusammen mit Madeline, Sunke und Lothar in Richtung Chile, um dann für einige Wochen auf die METEOR zu gehen. 

Herzliche Grüße von Martin Visbeck.

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19.02.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Am Montag nahm ich am Sauerstoff SFB Retreat im Kieler Yachtklub teil. Diese Treffen sind wichtig, um einen Überblick über den Fortschritt der Arbeiten zu bekommen. Sie dienen auch der Vernetzung zwischen den Teilprojekten. Für mich war es besonders gut, mehr über den Stand der Forschung im Pazifik zu lernen. Denn kommende Woche werden wir zur METEOR fliegen und dann dort in der Region Messungen machen.

Am Dienstag habe ich vormittags bei unserem Direktor Peter Herzig die Ergebnisse der vergangen METEOR Reise und die Pläne für die kommende Nach- und Vorbesprochen. Nachmittags war ich in Hamburg mit Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg und Leipzig für ein Treffen verabredet. Es geht darum, einen Antrag für eine internationale Graduiertenschule zwischen Deutschland und China einzurichten. Bei wenigen Mitteln kein einfaches Unterfangen.

Am Mittwoch hatte ich eine Reihe von Treffen zu Themen wie Ocean MOOC Version zwei, Graduiertenschule mit China, Ozean Atlas mit der Böllstiftung. Nachmittags hat dann Yuming Feng, ein Doktorand von Andreas Oschlies seine Doktorarbeit mit einem sehr guten Vortrag über seine Arbeit zu Simulationen von den Folgen küstennahen Olivineintrages verteidigt. Eine solche Aktivität könnte man unternehmen, um CO2 aus der Luft in den Ozean zu bringen und dort zu neutralisieren und gleichzeitig dabei die Ozeanversauerung zu reduzieren. Eine teure aber denkbare Lösungsoption, wenn die Energiewende nicht schnell genug vorankommt. Persönlich würde ich uns das allerdings nicht empfehlen.

Am Donnerstag und Freitag haben wir uns in Schleswig zum GEOMAR Professorim getroffen. Das zentrale Thema war die Vorbereitung der GEOMAR Begutachtung im Herbst dieses Jahres und der erste Teil im Mai mit der Vorstellung beim GEOMAR Beirat.

Freitagnachmittag war ich in Hamburg zu einem Radiointerview eingeladen. Es ging um die Situation der Wissenschaft und Wissenschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Amerika unter der neuen Regierung. Die momentane Unsicherheit alleine schwächt schon das amerikanische Wissenschaftssystem und bringt auch Ungewissheit nach Europa. Welche der amerikanischen Zusagen werden eingehalten werden können. Wird es Beschränkungen bei Datenaustausch geben? Werden Umweltprogramme eingestellt? Wir wissen es nicht. Ich glaube wir könnten durch Darstellungen der Situation in Deutschland und Europa zeigen, wie sich der Westen eine freie und unabhängige Forschung vorstellt und umsetzt.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche, ich bin in Kiel und wir haben eine Clusterbegutachtungsgruppe am Dienstag und Mittwoch zu Gast. Am Freitag bin ich in Brüssel.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck.

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12.02.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die Woche begann mit einem Seminar über die Transportschwankungen in der Dänemarkstraße und ich erinnere mich noch gut an die Anfänge der Zeitreihe, die Uwe Send von unserer Forschungseinheit zusammen mit Detlef Quadfasel begonnen hat. Auch Prof. Siedler hat in den frühen sechziger Jahren dort frühe Messungen durchgeführt. Nachmittags hatten wir eine erste Besprechung zur Planung für die zweite Runde des Ozean MOOC ein Kurs der für die weltweite Öffentlichkeit gedacht ist.

Am Dienstag hatte ich mehrere Treffen und habe mich gefreut, über die ersten Ideen zu Jan Lüdkes Promotionsvorhaben im SFB zu hören. Abends habe ich in Hohenweststedt einen Vortrag für die Universitätsgesellschaft zum Thema Mensch-und-Meer gehalten.

Am Mittwoch habe ich die Winter-Sitzung des Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung in Berlin geleitet. Zusammen mit Bettina Schmalzbauer haben wir über die Aktivitäten für das Jahr 2017 und erste Ideen für den nächsten German Future Earth Summit 2018 diskutiert.

Donnerstag habe ich mit Patrizia Handmann die Inhalte der nächsten beiden Veröffentlichungen besprochen und denke, dass damit eine solide Basis für ihre Promotion gelegt wird. Am Nachmittag haben wir in Kiel eine Workshop zu Thema Integrated Assessment für den Ozean im Kontext von Klimawandel, Ressourcen und Verschmutzung. Es geht darum, Lösungsansätze für einen nachhaltigen Umgang mit dem Ozean zu entwickeln und für unterschiedliche gesellschaftliche Entwicklungen zu bewerten.

Am Freitagnachmittag hat sich der FB1 Rat getroffen und unsere Pläne für die GEOMAR Begutachtung verfeinert. Ich glaube wir sind gut aufgestellt, sehr erfolgreich, international vernetzt und arbeiten an aktuellen Themen. Abends habe ich einen weiteren Vortrag für die Universitätsgesellschaft in Schwarzenbeck zum gleichen Thema gehalten.

Heute ist der Tag der Frauen in der Wissenschaft und ich freue mich, dass wir in den letzten Jahren deutlich mehr Frauen am GEOMAR und auch in unserer Abteilung haben. Johannes Karstensen und ich haben beide auf unseren Südatlantik-Reisen eine klare Mehrheit von weiblichen Forschern an Board gehabt. Wie ich finde ein tolles Signal für mehr Diversität und Internationalität in der Forschung.

Gefreut habe ich mich darüber, dass Rainer Zantopp zusammen mit Jürgen Fischer, Johannes Karstensen und mir ein Paper mit dem Titel "From Interannual to Decadal - 17 Years of Boundary Current Transports at the Exit of the Labrador Sea" bei JGR angenommen bekommen haben. Publikationen sind am Ende des Tages die wichtigste Währung für uns in der Wissenschaft.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche, ich bin in Kiel beim SFB Treffen und Donnerstag und Freitag beim Professorium des GEOMAR in Schleswig.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck.

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05.02.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Dienstagvormittag tagte das erweiterte Direktorium mit einer anschließenden Diskussion zu den Rahmenbedingungen der neuen Programm-orientierten-Forschungsförderung und dem damit verbundenen neuen Zuschnitt des Forschungsbereiches Erde und Umwelt in der Helmholzgemeinschaft. Es gibt noch viele Fragen, aber wichtig ist es, dass wir im Herbst eine sehr gute Evaluation des GEOMARs bekommen.

Am Dienstag und Mittwoch Nacht habe ich per Videokonferenz an einer Sitzung des US National Academy committee für nachhaltige Ozeanbeobachtungen teilgenommen. Das hat mir eine lange Flugreise nach Los Angeles erspart. Auch wenn doch die persönlichen Gespräche am Rande der Sitzung fehlen, war es sicherlich ein Gewinn für meine Produktivität ohne Jetlag.

Donnerstag traf sich eine Clusterrunde und Nachmittags gab es eine Besprechung mit CAU Präsident Lutz Kipp, GEOMAR Direktor Peter Herzig und den Clustersprechern, wo wir eine erste Version des Vorantrages kurz besprochen haben. Danach eine weitere Sitzung, wo es um die nächsten Schritte geht.

Freitag musste ich an zwei Strategiesitzungen teilnehmen. Die erste über die nächsten Schritte zur GEOMAR Begutachtung und die zweite über die Entwicklung der CAU. Nachmittags hatte ich ein Telefongespräch mit Guido Schmidt-Traub, Jane Lubchenco und Heike Langenberg, um eine Nature GEOSCIENCE Perspective zu besprechen, bei welcher es um die Forschung im Kontext von Ocean Sustainable Development gehen soll und im Mai veröffentlicht wird.

Johannes Karstensen und die MERIAN Fahrer sind zurück in Kiel und ich freue mich darauf, am Montag mehr zu hören.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche, ich bin nur am Mittwoch nicht in Kiel sondern in Berlin.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck.

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29.01.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Montag habe ich mit Toste Tanhua von Madeline Freund über die Fortschritte in ihrer Promotion gehört. Wir sind alle schon sehr gespannt, wo wir den Tracer im Humboldtstromsystem im März finden werden. Die Modelle jedenfalls sind sich nicht einig und Madeline hat das schon gut herausgearbeitet. Torsten Kanzow hat im FB1 Seminar von den AWI Messungen in einem grönländischen Fjord berichtet. Sehr spannende Daten in einer interessanten Region.

Am Dienstag haben wir Kieler zusammen mit Sebastian Unger und Stefanie Schmidt vom IASS in Potsdam einen nationalen Workshop mit dem Thema: SDGs für die Meere – die Umsetzung in und durch Deutschland veranstaltet. Vier Ministerien waren auf Abteilungsleiterebene vertreten, Vertreter aus New York und Schweden, von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.  Wir haben uns ausgetauscht und verabredet soweit möglich, eine gemeinsame Strategie für die Umsetzung von Deutschland mit nach New York im Sommer zur SDG14 Konferenz zu nehmen. Klaus Töpfer und Alexander Müller, beides ehemalige IASS Mitarbeiter waren auch gekommen.

Mittwochnachmittag traf sich die Taskforce zum Fortsetzungsantrag für den Future Ocean und wir haben die Fortschritte des Antragstextes diskutiert. Ich denke wir haben ein spannendes neues Programm ausgehandelt, aber die Texte müssen noch geschärft und harmonisiert werden.

Donnerstag tagte der Clustervorstand und hat prinzipiell beschlossen, einen neuen Postdoccall noch in diesem Frühjahr zu veröffentlichen. Auch eine weitere Runde Mini-Proposals steht auf der Agenda.

Am Freitag haben wir in einer Telekonferenz die erste Kerngruppe eingesetzt, die sich um ein Dokument kümmern soll, dass ‚Blueprint for Atlantic Observing’ heißen wird und die Ambitionen für den Atlantik bei der für 2019 geplanten OceanObs19 Konferenz vorstellen wird.

Nach längerer Dauer wissen wir mittlerweile sicher, das Sunke Schmidtko’s paper bei Nature angenommen wurde. Zusammen mit Lothar Stramma und mir wird es den Titel „Decades of decline for oceanic oxygen“ tragen. Herzlichen Glückwunsch an Sunke für den tollen Erfolg!

Am Sonnabend war ich in Frankfurt und habe bei der Senckenberg-Night, eine Veranstaltung für die Senckenberg Museen, eine Laudation für den Preisträger für Natur-Engagement gehalten. Rea Garvey wurde für sein Engagement für die Eingeborenen im Amazonas von Ecuador geehrt. Mit CleanWater baut er dort Regenwasseraufbereitungsanlagen für sauberes Trinkwasser, denn deren Land wurde durch eine Ölpest fast unbewohnbar.

Die MERIAN hat mit Johannes Karstensen fast das Brasilianischen Hoheitsgewässer erreicht und wird in wenigen Tagen zu Ende gehen.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche, ich bin in Kiel und öfters im Büro zu finden.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck.

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22.01.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Kaum wieder festen Boden unter den Füßen und in Deutschland gelandet, musste ich gleich nach Berlin zu einer Reihe von Treffen der sich anbahnenden SDG Wissenschaftsplattform und des Deutschen SDSN Netzwerkes. Deutschland hat Anfang des Jahres die neue Nachhaltigkeitsstrategie verfasst und zum ersten mal ist darin auch der Ozean erwähnt und Arbeiten, die wir in und durch Deutschland im Ozeankontext machen oder machen werden. Die wissenschaftlichen Arbeiten dazu (und eigentlich bei allen SDG Themen) sind allerdings nicht sehr sichtbar ausformuliert und auch deshalb hat die Bundesregierung unter Federführung des BMBF die Wissenschaftsplattform geschaffen. Im April wird diese dann öffentlich eingesetzt unter der Trägerschaft von IASS, SDSN-Germany und dem DKN FutureEarth, dem ich ja vorstehe.

Am Mittwoch gab es diverse Sitzungen zum Clusterneuantrag und ich habe mich erst einmal schlau machen können, was sich dort alles in den letzten Wochen entwickelt hat.

Am Donnerstag und Freitag hatte ich Gespräche mit Vertretern des Schmidt Ocean Institute, die auch das Forschungsschiff Falkor betreiben. Die Schmidts (CEO von Google) haben Interesse, durch Ihr Vermögen philanthropisch Wissenschaft und insbesondere auch die Meereswissenschaft zu unterstützen.  Die beiden wollten von uns ein paar Ideen bekommen, was man mit Geld so alles wichtiges machen könnte. Es gibt also auch ein paar gute Nachrichten aus den USA, was die Wissenschaft angeht.

Am Freitag hatte ich eine Sitzung mit den Kollegen von der Böllstiftung, mit denen wir einen Ozeanatlas im Mai rausbringen wollen. Auch hier gibt es deutlichen Zeitdruck und viele der fast fertigen Texte und Abbildungen gehen auch bei mir über den Tisch.

Weiterhin durfte ich noch zusammen mit  Anke Schneider und Anja Reitz zwei Buchkapitel überarbeiten, so dass kaum Zeit blieb, sich wieder an unsere Zeitzone zu gewöhnen oder gar das kalte Winterwetter nur langsam an mich heran zu lassen.

Gratulieren möchte ich Sunke Schmidtko, der es nach langem Ringen geschafft hat, zusammen mit Lothar Stramma und mir ein Paper bei Nature unterzubringen mit der ersten Abschätzung des globalen Sauerstoffverlustes aus  Beobachtungsdaten basierend auf seiner MIMOC Klimatologie.

Die MERIAN hat mit Johannes Karstensen mittlerweile den 30°W Längengrad auf 34.5°S erreicht und damit den größten Teil der Überquerung hinter sich.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche, ich bin am Dienstag in Potsdam beim IASS und Abends in Berlin aber die anderen Tage der Wochen in Kiel.

Herzliche Grüße von Martin Visbeck.

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16.01.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die Arbeiten in der Malvinastromregion und auf dem angrenzenden Patagonischen Schelf wurden am 11. Januar abends um 21:00 Uhr mit dem letzten MultiNetz, CTD und einer Argo Float Auslegung abgeschlossen.

Die letzten Tage haben wir den kalten nordwärts setzenden Malvinasstrom mehrfach überquert und mit unterschiedlichen Systemen vermessen. Insbesondere der Ost-West Schnitt entlang von 44°39’S wurde intensiv beprobt, da hier die Kollegen aus Argentinien und Frankreich über viele Jahre eine Reihe von Verankerungen im Wasser hatten und haben. Unsere Messungen helfen, die gute zeitliche Auflösung der Verankerungen durch die hohe räumliche Auflösung mit dem Schiff zu ergänzen. Dazu haben wir auch ein recht neues Unterwegssystem eingesetzt, das RapidCast heißt und alle 4-6 Minuten ein Profil der oberen 120m Wasserschicht mit der U-CTD Sonde messen kann. Die Winde am Heck ist automatisch gesteuert und wiederholt den gewünschten Messvorgang. Die hohe zeitliche Auflösung erlaubt es, zum Beispiel  interne Wellen auf dem Schelf zu entdecken und später zu analysieren.

Die letzten Tage auf See sind besonders gefüllt. Man schreibt den Fahrtbericht, Packlisten und andere Dokumente und versucht noch, die frischen Daten genauer zu analysieren. Unsere internationalen Studenten mussten noch ihren Abschlussbericht schreiben und es gibt jetzt drei kurze Papiere zu dem Thema Agulhas Eddy, Mikroplastik im Südatlantik und die Brasilstrom Malvinas Konfluenz.

Nach einem kurzen Besuch der Falklandinseln mit Pinguin und Kaffee in Port Stanley sind wir am Sonnabend zurück Richtung Heimat geflogen. Nach einer Nacht in Chile und dieser im Flugzeug werden wir am Montag Abend wieder in Kiel sein.

Ich wünsche Allen eine gute und erfolgreiche Woche, ich bin am Dienstag in Berlin aber den Rest der Wochen in Kiel.

Herzliche Grüße aus dem Flieger zwischen Santiago, Sao Paulo und Frankfurt von

Martin Visbeck.

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09.01.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die erste Woche im Neuen Jahr liegt hinter uns und die Arbeiten entlang des Ost-West Schnitts haben wir mit dem 169. XBT Profil erfolgreich beim Erreichen des Patagonischen Schelfs abgeschlossen. Der jetzt laufende letzte wissenschaftliche Abschnitt der M133 beschäftigt sich mit der Vermessung des kalten nordwärts setzenden Malvinasstromes und dessen Konfluenz mit dem warmen südwärts strömenden Brasilstrom. Die Konfluenzzone der beiden Stromsysteme ist sehr turbulent und zeigt scharfe Fronten zwischen den beiden Wassermassen. Wir haben entlang eines Schnitts parallel zur Küste, die Front überquert und innerhalb von 20 Seemeilen fast 10°C Wassertemperaturänderungen gemessen.

Der Malvinasstrom fließt entlang des Kontinentalabhangs am Ostrand des Patagonischen Schelfs und bringt kaltes und nährstoffreiches Wasser auf den Schelf. Die warme Sonne und starke Schichtung führt zu einer ausgeprägten Planktonblüte auf dem Schelf. Das Wasser hatte deshalb eine beeindruckend grüne Farbe angenommen. Kleine Fische wachsen hier schnell heran und sind beliebte Beute der Albatrosse, die wir hier in großen Mengen und unterschiedlichsten Arten sehen.

Der Vermessung des Malvinasstromes bringt uns nach und nach in kühlere Gefilde. Die Oberflächentemperaturen sind diese Woche um fast 10°C gefallen und haben mittlerweile Werte von weniger als 13°C. Die Luft ist kühler, klar und das Wetter immer wieder von stürmischen Winden geprägt.

Ich wünsche Allen eine gute Woche in Kiel.

Herzliche Grüße von 44° Süd und 59° West von Martin Visbeck.

Prof. Dr. Martin Visbeck     

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02.01.2017

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen der physikalischen Ozeanographie!

Die letzen Tage des Jahres verbringen Patrizia Handmann, Andreas Pink und ich zusammen mit 19 anderen Wissenschaftlern an Board der METEOR. Deshalb bleibt uns in diesem Jahr wenig Zeit, das Jahr in Ruhe ausklingen zu lassen. Sich Gedanken zu machen über die Dinge, die wir erreicht haben, über die Einträge auf der ‚zu erledigen’ Liste, die am Ende in das Neue Jahr übertragen werden mussten. Über die große Linie in der Forschung, der Entwicklung der Gruppe, der Lehre.

Für mich ist es ein Geschenk, in einer so gut harmonierenden Forschungseinheit arbeiten zu dürfen. Wir sind alle sehr unterschiedlich, aber jeder bringt sich ein und ermöglicht durch seinen Beitrag neue Dinge in der physikalischen Ozeanographie zu entdecken, lange bestehende Fragen zumindest teilweise zu beantworten, aber auch sich neue Fragen zu erarbeiten. Dazu leben wir vom Wandel der Fragen, der Geräte und vor allem der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insbesondere kommen neue Menschen zu und als Studenten und Doktoranden.

Wissenschaftlich haben mich auch in diesem Jahr zunehmend die Fragen nach der Nachhaltigkeit beschäftigt. Wissenschaftlich interessiert mich die Rolle des Ozeans in der nachhaltigen Entwicklung der Menschen. Klima ist dabei eine Dimension, aber Ernährung, Rohstoffe und der Schutz der Meere sind andere. Die Nachhaltigkeit der Forschung und insbesondere der Ozeanbeobachtungssyteme sind mit ein Anliegen. Am GEOMAR, in Deutschland, Europa und global. Aber auch der nachhaltige, also faire und würdige und verständige Umgang miteinander sind wichtige Themen, die uns alle betreffen.

In unserer Welt der Forschung sind die Veröffentlichung unserer Erkenntnisse wichtige Parameter. Zunehmend wird aber auch zurecht nach der Verbreitung und dem zur Verfügung stellen von Daten gefragt. In beiden Bereichen sind wir unterwegs. Ich glaube aber auch, dass wir da im 2017 noch besser und effizienter werden können.

Die weiteren Nachrichten der Woche zitiere ich aus dem METEOR Wochenbericht:

Die Arbeiten entlang des Ost-West Schnitts bei zumeist fahrendem Schiff kommen gut voran. Wir haben bisher fast 150 XBT Profile gewonnen. XBT steht für „expendable bathy thermograph“, und ist eine Messsonde, die man nur einmal verwenden kann. Sie wird beim fahrenden Schiff hinten in das Kielwasser ‚geworfen’. Die Sonde ist während der Messung mit dem Schiff durch zwei dünne Kupferdrähte verbunden, die die Wassertemperaturmessung übertragen. Die Tiefe der Sonde wird durch die Laufzeit bestimmt. Sowohl die Sonde als auch das Handabwurfgerät haben eine Spule mit Kupferdraht. Die Sonde spult 800m Draht wenn sie durch das Wasser fällt. Die XBT Sonden waren früher eine gute Methode um Wassertemperaturen der oberen 500-800m Schichten zu lernen. Heute wird das XBT Programm durch das Argo Programm mit den ca. 4000 profilierenden Tiefendriftern abgelöst. XBTs werden bei der Ozean- und Klimaforschung nur noch entlang von wenigen Transozean-Linien eingesetzt, um mit einem engen Profilabstand Details zu sehen. Wir werfen all 30nm ein XBT und dazwischen legen wir normalerweise zwei U-CTD Profile, die nur bis in 400m Wassertiefe reichen.

Die XBT Daten werden von uns per e-mail täglich an operationelle Zentren in den USA und Frankreich geschickt. Dadurch können diese recht schnell benutzt werden, um die Anfangsbedingungen von operationellen Ozeanmodellen zu verbessern. Die Daten werden später in voller Auflösung von der Forschung genutzt, um langfristige Veränderungen im Ozean- und Klimasystem zu dokumentieren. Zusammen mit den Strömungen des ADCP lässt sich weiterhin der nordwärts gerichtete Wärmetransport des Südatlantiks bestimmen.

Die kommende Woche werden wir anfangs weiter Richtung Westen fahren und das Schelf von Argentinien am Mittwoch erreicht haben. Dann geht es weiter nach Süden.

Ich wünsche Allen ein frohes Neues Jahr 2017. Möge es uns viele Wünsche erfüllen im dienstlichen als auch privaten Bereich. Ich möchte mich bei allen für die Zusammenarbeit bedanken und freue mich auf 2017!

Herzliche Grüße von 34° Süd und 45° West von Martin Visbeck.

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