Marine Biogeochemie

SHIVA-SONNE SO-218 Expedition

(SHIVA - Stratospheric Ozone: Halogen Impacts in a Varying Atmosphere; EU-Projekt)

  • Fahrtleitung Dr. Birgit Quack (FB2: Marine Biogeochemie, Chemische Ozeanographie)
  • Schiffsantrag Dr. Birgit Quack and Dr. Kirstin Krüger (FB1: Ozeanzirkulation und Klimadynamik, Maritime Meteorologie)

BMBF Schiffsantrag für FS Sonne

Abstract:

Es ist bekannt, dass bestimmte Ozon abbauende Verbindungen (ozone depleting substances, kurz: ODSs) von der Sonnestrahlung in der Stratosphäre aufgespalten werden und dabei Chlor, Brom oder Jod freisetzen. Diese Halogene sind  sehr effizient beim Abbau von Ozon in der Stratosphäre. Ihre  Konzentrationen sind etwa bis zum Jahr 2005 aufgrund menschlicher Aktivitäten stark gestiegen, was zu einer Ausdünnung der stratosphärischen Ozonschicht und zum sogenannten "Ozonloch" über der Antarktis geführt hat. Es ist auch bekannt, dass die ODS die Stratosphäre vor allem im Bereich der Tropen erreichen, wo sie durch warme Aufwärtsströmungen der Luft in höhere Atmosphärenschichten transportiert werden. Das EU-Projekt SHIVA hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menge von halogenhaltigen ODSs, die in die Stratosphäre gelangen, und den dadurch verursachten Ozonabbbau genauer zu bestimmen, sowie mögliche Auswirkungen des Klimawandels darauf abzuschätzen. Ein wichtiges Untersuchungsgebiet sind dabei die Tropen, wo sogar kurzlebige ODSs natürlichen Ursprungs, die zum Beispiel beim Stoffwechsel von Mikroorganismen oder Pflanzen im Meer entstehen, die Stratosphäre durch hoch reichende Konvektionssystems erreichen können. Indem SHIVA Messungen an Land, mit Forschungsschiffen auf dem Meer sowie mit Flugzeugen und Satelliten in der Atmosphäre durchführt und die Ergebnisse mit komplexen Modellrechnungen auswertet, trägt das Projekt dazu bei, die Geschwindigkeit, den Zeitpunkt und die Klimaempfindlichkeit der Ozonschicht-Erholung besser vorherzusagen..

EU-Projekt  (SHIVA)

SO-218 Infos:

 

15.11.2011 – 29.11.2011 

Singapur (Singapur) - Manila (Philippinen)

Leitung Dr. B. Quack

gefördert durch das BMBF