Dynamik des Ozeanbodens

LOBSTER

AlpArray Schwerpunktprogramm
gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die konvergierenden Platten von Afrika und Eurasien, sowie die jüngste Entwicklung der westlichen Mittelmeer-Alpen Region hat eine Vielzahl an Becken (z.B. das Ligurische Meer) und Höhenzügen entstehen lassen. Das Ligurische Meer ist durch das komplexe geodynamische Setting, das durch ausgeprägte Variationen in der Natur und Mächtigkeit der Kruste charakterisiert ist, eine Schlüsselregion. Die derzeitige Seismizität im Ligurischen Meer ist mit Events der Magnitude 4 - 4,5 mit einer ungefähren Periode von zwei bis drei Jahren bescheiden. Trotz des moderaten seismischen Levels heute traten in der Vergangenheit auch stärkere Erdbeben wie das Imperia Beben im Jahre 1897 im Zentrum des Beckens mit einer Magnitude von 6,3 bis 7,5 auf, das um die 600 Opfer forderte.

Ein Netzwerk aus 33 Breitband Ozeanbodenseismometern (OBS) wird die erste zeitgenaue Bestimmung der Freigabe des seismischen Moments mit einer homogenen Auflösung bis hin zu Kleingrößenereignissen (MI1-2) erlauben. Daraus können aktive Verwerfungen und die seismogenen Tiefen, die in die derzeitige Öffnung des Beckens involviert sind, identifiziert werden. Die aktuellen Position und Eigenschaften von aktiven Verwerfungen sind nur wenig bekannt. Eine gründliche Analyse der lokalen Seismizität wird die flache Geologie und wahrscheinlich das Stress Regime (aus fokalen Mechanismen) im Ligurischen Becken erklären.

Kontakt

Dr. Dietrich Lange

Telefon: +49 431 600-2324
E-Mail: dlange@geomar.de