Dynamik des Ozeanbodens

PROBEN

Proben unter dem Binokular
Proben im Bestrahlungsträger
Proben in der Vakuumkammer

Typische zur Datierung verwendbare Mineral- und Gesteinsproben: 

Vulkanische Gesteine:
Sanidin, Anorthoklas, Plagioklas, Hornblende, Pyroxen, Biotit, Phlogopit, Leuzit, Nephelin, Grundmasse, GlasPlutonische Gesteine:
Amphibol, Biotit, Muskovit, Plagioklas, Orthoklas, Mikroklin, PyroxenMetamorphe Gesteine:
Amphibol, Biotit, Muskovit, Phengit, Serezit, Grundmasse, K-FeldspatSedimentation, Diagenese, Alteration, Hydrothermalismus:
Biotit/Muskovit, Tonminerale, Mn-Oxide, K-Feldspat, Alunit/Jarosit

Präparation 
Die Gesteinsproben müssen vor der Analyse eine umfangreiche Aufbereitung durchlaufen. Grosse Gesteinsstücke oder Bohrkerne werden als erstes in mehreren Stufen zerkleinert, bis hin zum Zerbrechen von Einzelkristallen mit Mini-Backenbrecher. Verschieden Grössenfraktionen (typ. 0.25-0.5mm, 0.5-1.0mm) werden durch Sieben getrennt und geeignete Kristalle mit einer Vakuumpinzette ausgelesen. Es folgt eine Ultraschallbehandlung und bei Bedarf eine Oberflächenreinigung mit Flusssäure. Nach wiederholter und finaler Auslese werden die für die Datierung erlesenen Proben in einen Bestrahlungsprobenträger geladen. Ein Stapel dieser wird in eine Bestrahlungsdose gepackt. 

Bestrahlung
Die Bestrahlung (Neutronenbeschuss) wird vom Bestrahlungsdienst des Forschungsreaktors am GKSS Forschungszentrum durchgeführt. Die nun schwach radioaktiven Proben werden anschliessend aus den Bestrahlungsprobenträgern in grössere für die Messung optimierte Probenträger umgeladen.

Vorbereitung zur Analyse 
Diese Probenträger werden dann in die Vakuum-Probenkammer gesetzt, die dann inklusive Inletsystem mit einer Ausbackvorrichtung 8 Stunden lang bei ca 200°C erhitzt wird. Dieses ist erforderlich, damit das Vakuum eine für die Messung erforderliche Güte erreicht.

Messablauf
Es besteht die Möglichkeit, die Entgasung der Proben auf zwei verschiedene Arten durchzuführen : 
1. Mehrere einzelne Kristalle oder Gesteinspartikel werden in je einem Heizschritt vollständig entgast und ihre Argon-Isotopenzusammensetzung bestimmt - Einzelkristallanalyse 
2. Mehrere oder einzelne Kristalle oder Gesteinspartikel werden stufenweise erhitzt und die Argon-Isotopenzusammensetzungen der Heizschritte bestimmt - Stufenheizungsanalyse 

Durchlaufzeit
Normalerweise 6 bis 12 Monate, in Einzelfällen auch kürzer.

Kosten
Auf Anfrage

Geochronologie-Labor

Einführung

Ausstattung

Kontakt

Dr. Paul van den Bogaard
Tel.: 0431/600-2129
Fax : 0431/600-2929
Email: pbogaard@geomar.de

Dipl.-Ing. Jan Sticklus
Tel.: 0431/600-2258
Fax : 0431/600-2929
Email: jsticklus@geomar.de

GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Standort Ostufer
Wischhofstr. 1-3
24148 Kiel