Marine Ressourcen

Das Ausmaß und die Nutzungsmöglichkeiten der lebenden und nichtlebenden Ressourcen der Weltozeane sind immer noch weitestgehend unbekannt. Die Nutzung der biologischen, mineralischen und energetischen Ressourcen der Meere wird aber angesichts der rasant steigenden Weltbevölkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts stark an Bedeutung gewinnen.

Die in den Welt­ozeanen vor­handenen nutzbaren Ressourcen lassen sich in lebende (bedeutsam beispiels­weise für die Ernährung, als Quelle für nutzbare bioaktive Verbindungen und regenerative Energie­quelle) und nichtlebende Rohstoffe (Metall- und Energie­rohstoffe oder potentielle submarine CO2-Speicher) unterteilen. Künftige Forschungs­felder liegen im Bereich der Exploration neuer mineralischer und Energierohstoffe, der Untersuchung der genetischen Ressourcen der Meere sowie in der Entwicklung umwelt­freund­licher und nachhaltiger Nutzungsstrategien. Eine Ressourcennutzung (Manganknollen, Massivsulfide, Gashydrate, Schwerminerale) wird sich sowohl auf die nichtlebende Umwelt als auch auf wesentliche Funktionen mariner Ökosysteme auswirken. Insofern erfordert eine sorgfältige Analyse der Umwelt­auswirkungen beide Aspekte. Im Vordergrund steht das Bestreben, die Nutzung mariner Rohstoffe und den Schutz der marinen Umwelt in Einklang zu bringen.

Forschungsschwerpunkte sind:

  • Ökosystemdienstleistung und Aquakultur
  • Genetische Ressourcen und marine Wirkstoffe
  • Marine Mineralische Rohstoffe
  • Marine Gashydrate und CO2-Speicherung

 

 

News zum Themenfeld: Marine Ressourcen

Elektronenmikroskopaufnahme von Uvigerina peregrina
10.09.2020

Verborgener Phosphatspeicher in Mikroorganismen entdeckt

GEOMAR-Studie offenbart Rolle von Einzellern für marine Nährstoffkreisläufe

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17.07.2020

Populationen beliebter Speisefische gehen weltweit zurück

Neue Studien zeigen aber auch Chancen fürs Fischereimanagement durch Corona

Blasentang. Foto: Larissa Büdenbender
02.07.2020

Wirkstoffe aus Kieler Meeresalgen als Mittel gegen Infektionen und Hautkrebs entdeckt

GEOMAR Arbeitsgruppe nutzt Methoden der Bioinformatik und des maschinellen Lernens für die marine Wirkstoffforschung

Prorektor der St. Petersburger Bergbauuniversität, Prof. Dr. Igor B. Sergeyev gratuliert Iason-Zois Gazis. Foto: Rohstoffforum.
02.12.2019

Rohstofferforschung durch maschinelles Lernen prämiert

Forscher vom GEOMAR aus deutsch-russischer Konferenz ausgezeichnet

Eines von mehreren 100.000 Fotos des Meeresbodens des DISCOL-Gebietes, die das AUV ABYSS 2015 aufgenommen hat. Unten links sind deutlich Pflugspuren von 1989 zu erkennen, in der Mitte Spuren einer jüngeren Beprobung. In der Bildmitte ist außerdem eine Seegurke zu sehen. Foto: AUV-Team/GEOMAR
29.05.2019

Tiefseebergbau belastet Umwelt auf Jahrzehnte

Auswertung des bislang größten Tiefsee-Fotomosaiks veröffentlicht

Um sie geht es: Manganknollen in der Clarion-Clipperton-Zone in mehr als 4000 Metern Wassertiefe. In wenigen Jahren könnten die ersten Staaten Abbaulizenzen für Manganknollen bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA beantragen. Foto: ROV-Team/GEOMAR (CC BY 4.0)
21.09.2018

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

Die 2. Phase des JPIOceans-Projekts „MiningImpact“ startete diese Woche in Brüssel

Gashydrate werden wegen des eingeschlossenen Methans auch als "brennendes Eis" bezeichnet. Foto: Science Party SO174
23.03.2018

Gashydratforschung: Erweitertes Grundwissen und neue Technologien

Verbundprojekt SUGAR endet nach zehn Jahren mit Konferenz in Potsdam

Bathymetrische Karte des Nyegga Pockmarkfelds. Karte: Jens Karstens/GEOMAR
12.02.2018

Was löste Gashydrate am Ende der letzten Eiszeit auf?

GEOMAR-Forscher finden vor Norwegen Verbindungen zwischen Sedimentation und Methanaustritten am Meeresboden

Weiße Methanhydrat-Lagen durchziehen die Sedimente. Foto: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; G. Bohrmann
08.01.2018

Methanhydratauflösung vor Spitzbergen nicht durch Klimawandel bedingt

Studie identifiziert nacheiszeitliche Prozesse als Ursache

Manganknollen sind Lebensraum für viele sesshafte und mobile Lebensformen. Foto: ROV-Team, GEOMAR (CC BY 4.0)
05.01.2018

Tiefseebergbau: Folgen für das marine Ökosystem gravierend

Wissenschaftler fordern Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt