Marine Ressourcen

Das Ausmaß und die Nutzungsmöglichkeiten der lebenden und nichtlebenden Ressourcen der Weltozeane sind immer noch weitestgehend unbekannt. Die Nutzung der biologischen, mineralischen und energetischen Ressourcen der Meere wird aber angesichts der rasant steigenden Weltbevölkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts stark an Bedeutung gewinnen.

Die in den Welt­ozeanen vor­handenen nutzbaren Ressourcen lassen sich in lebende (bedeutsam beispiels­weise für die Ernährung, als Quelle für nutzbare bioaktive Verbindungen und regenerative Energie­quelle) und nichtlebende Rohstoffe (Metall- und Energie­rohstoffe oder potentielle submarine CO2-Speicher) unterteilen. Künftige Forschungs­felder liegen im Bereich der Exploration neuer mineralischer und Energierohstoffe, der Untersuchung der genetischen Ressourcen der Meere sowie in der Entwicklung umwelt­freund­licher und nachhaltiger Nutzungsstrategien. Eine Ressourcennutzung (Manganknollen, Massivsulfide, Gashydrate, Schwerminerale) wird sich sowohl auf die nichtlebende Umwelt als auch auf wesentliche Funktionen mariner Ökosysteme auswirken. Insofern erfordert eine sorgfältige Analyse der Umwelt­auswirkungen beide Aspekte. Im Vordergrund steht das Bestreben, die Nutzung mariner Rohstoffe und den Schutz der marinen Umwelt in Einklang zu bringen.

Forschungsschwerpunkte sind:

  • Ökosystemdienstleistung und Aquakultur
  • Genetische Ressourcen und marine Wirkstoffe
  • Marine Mineralische Rohstoffe
  • Marine Gashydrate und CO2-Speicherung

 

 

News zum Themenfeld: Marine Ressourcen

Karte mit der von der ISA vergebenen Lizenzgebiete für die Exploration von Manganknollen und Massivsulfiden, einschliesslich der riesigen Clarion-Clipperton Zone, dem Hauptvorkommen für Manganknollen. Karte: GEOMAR, siehe Referenz.
24.11.2017

Diskussion über Tiefseebergbau auf hoher Ebene

GEOMAR Experte in hochrangigem Gremium der Nationalen Amerikanischen Akademie der Wissenschaften

Manganknollen sind Lebensraum für  viele sesshafte und mobile Lebensformen. Foto: ROV-Team, GEOMAR (CC BY 4.0)
18.10.2017

Tiefseebergbau: Transparentes Umweltmanagement muss gewährleistet werden

Abschlusstreffen des europäischen Forschungsprojekts „MiningImpact“ in London

Visualisierung des Modells, mit dem Dr. Burwicz-Galerne die Entwicklung der Gashydratvorkommen im Green Canyon simuliert hat. Grafik: Ewa Burwicz-Galerne
30.06.2017

Gashydrate jünger als bisher gedacht

GEOMAR-Forscherin für komplexe Computermodelle des Meeresbodens ausgezeichnet

Rekonstruiertes 3D-Model einer Nanotomographie. Das linke Bild zeigt Uraninit (Uranerz), welches Gold umschließt. Im rechten Bild wurde Uraninite mit Hilfe Computerprogrammen herausgerechnet. Diese Aufnahme zeigt welche große Mengen an Gold im Uranerz zu finden sind.
20.04.2017

Entstehung von Goldlagerstätten in Südafrika

Deutsch-kanadisches Forscherteam entdeckt neuen Bildungsmechanismus in früherem marinen Sedimentbecken

Mineralische Vorkommen im Ozean. Rot: Sulfidvorkommen, gelb: Kobaltreiche Eisen-mangankrusten, dunkelblau: Manganknollen. Schwarz: Lagerstätten (keine fossilen Energieträger) in einem 50 km breiten Küstenstreifen. Hellblau: ausschließliche Wirtschaftszonen. Quelle: GEOMAR.
09.02.2017

Meeresbergbau rückt näher an die Küste

Kieler Forscher richten Fokus auf Schelfgebiete

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des europäischen Projekts JPIO MiningImpact bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA: (vl.n.r.) Prof. Dr.  Ann Vanreusel (Univ. Gent, Belgien), Dr. Daniel Jones (NOC Southampton, UK),  Dr. Matthias Haeckel (GEOMAR), Prof. Dr. Antje Boetius (AWI, MPI Bremen),  Dr. David Billett (ISA), Kristin Hamann  (GEOMAR). Foto: John Hanus, JPIOceans
22.07.2016

Tiefseebergbau: Forscher fordern mehr Schutzgebiete

Wissenschaftler aus Kiel und Bremen informieren Internationale Meeresbodenbehörde

Das Hydrothermalfeld am Niua-South-Vulkan liegt im Lau-Becken zwischen Fidschi und Samoa. Image reproduced from the GEBCO world map 2014, www.gebco.net
21.03.2016

Auge in Auge mit den Schwarzen Rauchern der Tiefsee

GEOMAR-Forscher vermessen Hydrothermalfeld im Pazifik – und berichten live

Die geothermischen Aktivitäten sind auf der isländischen Halbinsel Reykjanes deutlich zu sehen. Foto: Mark Hannington, GEOMAR
17.02.2016

Gold aus heißem Meerwasser

Meeresforscher finden auf Island extrem hohe Edelmetall-Konzentrationen in Geothermal-Systemen

V.l. GEOMAR Direktor Prof. Dr. Peter Herzig, Geschäftsführer der Petersenstiftung Dr. Christian Zöllner, Prof. Dr. Bruce Gemmell (2.v.r) und Vorsitzender der Petersen Stiftung, Dr. Klaus-Jürgen Wichmann. Foto: A. Villwock, GEOMAR.
09.12.2015

Ressourcen vom Meeresboden - Investitionen in die Zukunft

Prof. Dr. Bruce Gemmell: Die Ozeane können der Schlüssel für die Rohstoffversorgung von morgen sein

Manganknolle mit Bewuchs im Greifarm des ROV KIEL 6000. Foto: ROV-Team, GEOMAR (CC BY 4.0)
23.11.2015

Wie erholt sich ein Tiefsee-Ökosystem von menschlichen Eingriffen?

SONNE-Expeditionen zur Untersuchung der ökologischen Folgen des Tiefseebergbaus abgeschlossen