Marine Ressourcen

Das Ausmaß und die Nutzungsmöglichkeiten der lebenden und nichtlebenden Ressourcen der Weltozeane sind immer noch weitestgehend unbekannt. Die Nutzung der biologischen, mineralischen und energetischen Ressourcen der Meere wird aber angesichts der rasant steigenden Weltbevölkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts stark an Bedeutung gewinnen.

Die in den Welt­ozeanen vor­handenen nutzbaren Ressourcen lassen sich in lebende (bedeutsam beispiels­weise für die Ernährung, als Quelle für nutzbare bioaktive Verbindungen und regenerative Energie­quelle) und nichtlebende Rohstoffe (Metall- und Energie­rohstoffe oder potentielle submarine CO2-Speicher) unterteilen. Künftige Forschungs­felder liegen im Bereich der Exploration neuer mineralischer und Energierohstoffe, der Untersuchung der genetischen Ressourcen der Meere sowie in der Entwicklung umwelt­freund­licher und nachhaltiger Nutzungsstrategien. Eine Ressourcennutzung (Manganknollen, Massivsulfide, Gashydrate, Schwerminerale) wird sich sowohl auf die nichtlebende Umwelt als auch auf wesentliche Funktionen mariner Ökosysteme auswirken. Insofern erfordert eine sorgfältige Analyse der Umwelt­auswirkungen beide Aspekte. Im Vordergrund steht das Bestreben, die Nutzung mariner Rohstoffe und den Schutz der marinen Umwelt in Einklang zu bringen.

Forschungsschwerpunkte sind:

  • Ökosystemdienstleistung und Aquakultur
  • Genetische Ressourcen und marine Wirkstoffe
  • Marine Mineralische Rohstoffe
  • Marine Gashydrate und CO2-Speicherung

 

 

News zum Themenfeld: Marine Ressourcen

Während der Expedition POS483 im April und Mai 2015 testete ein GEOMAR-Team die Funktionsweise von MARTEMIS am Palinuro-Vulkankomplex im Mittelmeer. Foto: Hannah Grant, GEOMAR
13.11.2015

Mit „MARTEMIS“ auf der Spur der Erze

GEOMAR-Forscher präsentieren neue Explorationstechniken

Vorbereitungen für einen Tauchgang des AUV ABYSS. Das Gerät lieferte präzise Karten und Fotos aus über 4000 Metern Wassertiefe. Foto: Bastian Barenbrock.
15.09.2015

Faszinierendes Fotomosaik aus 4000 Metern Tiefe

Expedition zu Manganknollenfeldern im Ostpazifik erfolgreich beendet

In einigen Regionen der Ozeane liegen Manganknollen,  wie hier im Atlantik aufgenommen, dicht an dicht auf den Tiefseeböden. Foto: Nils Brenke, CeNak
29.01.2015

Tiefseebergbau: Wie groß sind die Risiken?

GEOMAR koordiniert europäisches Verbundprojekt zur Gefahrenabschätzung

Bis zu 10 Millionen Jahre alt sind die Manganknollen, die die Expedition SO237 jetzt im Atlantik entdeckt hat. Foto: Thomas Walter
14.01.2015

Tiefseetiere gesucht – Manganknollen gefunden

Überraschende Entdeckung während der ersten Expedition von FS SONNE

3D-Seismik des Meeresbodens vor der Ostküste Neuseelands. Deutlich zu erkennen große Ablagerungen von Hangrutschungen, aber auch Gasaustritte und freies Gas im Sediment. Grafik: Sebastian Krastel, Uni Kiel
12.05.2014

Im fragilen Gleichgewicht

Deutsch-neuseeländisches Forscherteam entdeckt bisher unbekannte Methanvorkommen bei der Untersuchung von instabilen untermeerischen Hängen

Bathymetrie eines 70 Kilometer langen Abschnitts des Grabenbruchs im Roten Meer. Rechts unten der selbe Abschnitt in der bisherigen Auflösung. Grafik: N. Augustin, GEOMAR
29.04.2014

Das Rote Meer – Doch ein Ozean wie alle anderen

GEOMAR-Forscher präzisieren Modelle zur Geburt des jüngsten Weltmeeres

Visualisierung des Computer-Modells. Deutlich zu sehen die Nachschubwege der Hydrothermalquellen am mittelozeanischen Rücken. Die Pfeile deuten die Bewegungsrichtungen der Erdplatten an der Plattengrenze an.  Grafik: J. Hasenclever, GEOMAR
23.04.2014

Wie produktiv sind die Erzfabriken der Tiefsee?

GEOMAR-Forscher zeigen in „Nature“ die Nachschubwege der Schwarzen Raucher

Frank Schätzing, Sibel Kekilli und Axel Milberg vor dem Tauchboot JAGO, das im neuen Tatort "Borowski und das Meer" eine wichtige Rolle spielt. Foto: J. Steffen, GEOMAR
24.03.2014

Tatort: Spurensuche am Meeresboden

Kommissar Borowski ermittelt am GEOMAR

Methanhydrat aus dem Meeresboden - ein Energierohstoff der Zukunft? Foto: GEOMAR
20.02.2014

Ressourcen aus dem Meer

Löst der Ozean die Rohstoffprobleme der Zukunft?

Die Vertreter des Geologischen Dienstes Asebaidschans mit ihren Gastgebern vom GEOMAR vor dem Tiefseeroboter ROV PHOCA. Foto: J. Steffen, GEOMAR
28.08.2013

Besuch vom Kaspischen Meer

Hochrangige Vertreter des Geologischen Dienstes Aserbaidschans zu Gast am GEOMAR