Marine Ressourcen

Das Ausmaß und die Nutzungsmöglichkeiten der lebenden und nichtlebenden Ressourcen der Weltozeane sind immer noch weitestgehend unbekannt. Die Nutzung der biologischen, mineralischen und energetischen Ressourcen der Meere wird aber angesichts der rasant steigenden Weltbevölkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts stark an Bedeutung gewinnen.

Die in den Welt­ozeanen vor­handenen nutzbaren Ressourcen lassen sich in lebende (bedeutsam beispiels­weise für die Ernährung, als Quelle für nutzbare bioaktive Verbindungen und regenerative Energie­quelle) und nichtlebende Rohstoffe (Metall- und Energie­rohstoffe oder potentielle submarine CO2-Speicher) unterteilen. Künftige Forschungs­felder liegen im Bereich der Exploration neuer mineralischer und Energierohstoffe, der Untersuchung der genetischen Ressourcen der Meere sowie in der Entwicklung umwelt­freund­licher und nachhaltiger Nutzungsstrategien. Eine Ressourcennutzung (Manganknollen, Massivsulfide, Gashydrate, Schwerminerale) wird sich sowohl auf die nichtlebende Umwelt als auch auf wesentliche Funktionen mariner Ökosysteme auswirken. Insofern erfordert eine sorgfältige Analyse der Umwelt­auswirkungen beide Aspekte. Im Vordergrund steht das Bestreben, die Nutzung mariner Rohstoffe und den Schutz der marinen Umwelt in Einklang zu bringen.

Forschungsschwerpunkte sind:

  • Ökosystemdienstleistung und Aquakultur
  • Genetische Ressourcen und marine Wirkstoffe
  • Marine Mineralische Rohstoffe
  • Marine Gashydrate und CO2-Speicherung

 

 

News zum Themenfeld: Marine Ressourcen

Ein "Schwarzer Raucher" am Mittelatlantischen Rücken. Rund um derartige Hydrothermalquellen finden sich wertvolle Metallerze. Foto: ROV KIEL 6000, GEOMAR
19.04.2012

Wie viel Metall liegt in der Tiefsee?

Weltweit führende Experten planen in Kiel die Zukunft der Hydrothermal-Forschung

Forscher vergleichen zwei Plattfische während einer fischereibiologischen Ausfahrt mit der ALKOR. Foto: Maike Nicolai
17.04.2012

Überfischt und trotzdem aufgetischt

Knapp 30 Prozent der durch die Gütesiegel MSC oder FOS zertifizierten Fischprodukte stammen aus überfischten Beständen

Die 143 Meter lange JOIDES RESOLUTION 2011 im Hafen von Puntarenas (Costa Rica). Sie ist neben der japanischen CHIKYU die wichtigste Forschungsplattform des IODP Foto: S. Kutterolf, GEOMAR
07.03.2012

Tief bohren, um die Erde zu verstehen

Über 200 Geowissenschaftler planen in Kiel Projekte für die Zukunft

Der Schwarze Raucher "One Boat" im Hydrothermalfeld "Turtle Pits" am Mittelatlantischen Rücken. Foto: ROV-Team, GEOMAR
23.11.2011

Liegt die Zukunft des Bergbaus in der Tiefsee?

Öffentlicher Abendvortrag des Geologen Professor Mark Hannington von der University of Ottawa, Canada

Der Schwarze Raucher "One Boat" im Hydrothermalfeld "Turtle Pits" am Mittelatlantischen Rücken. Foto: ROV-Team, GEOMAR
21.11.2011

Tiefseebergbau: Eine Chance für die Zukunft ?

Rohstoffen aus dem Meere werden nur begrenzte Möglichkeiten eingeräumt

Gashydratschichten in einem Brocken Tiefseesediment. Die eisähnliche Substanz enthält große Mengen Methan, das als Erdgas ein wichtiger Energieträger als Ergänzung zu erneuerbaren Energien sein könnte. Foto: IFM-GEOMAR
26.08.2011

Vom Modell zur Anwendung

Gashydrat-Forschungsprojekt SUGAR tritt in die zweite Phase