Menschlicher Einfluss auf marine Ökosysteme

Der gegenwärtige und zukünftige Zustand der marinen Ökosysteme sowie der bio­geo­chemischen Kreisläufe unterliegt dem zunehmenden Einfluss menschlicher Aktivitäten und menschlicher Eingriffe. Eine Vorhersage, Risikoabschätzung und auch die Ent­wicklung von Vorsorge­maßnahmen erfordern ein umfassendes Verständnis der Sensitivität mariner Arten, der durch sie konstituierten Ökosysteme und der biogeochemischen Kreisläufe.

Folgende Faktoren gilt es insbesondere zu berücksichtigen: die klimabedingte Ozeanversauerung, die Sauerstoff­ver­armung, Veränderungen in der oberflächennahen Durchmischung der Ozeane, die über­mäßige Nähr­stoff­zu­fuhr (Eutrophierung), eingeschleppte Arten, sich ausbreitende Patho­gene und Parasiten, regio­nale und globale Biodiversitätsverluste sowie die zunehmende Aus­beutung biologischer Res­sourcen. Durch die An­wendung und Weiterentwicklung von genetischen und genomischen Methoden rücken auch evolutions­biolo­gische Reaktionen von Arten auf anthro­po­gene Störungen in den Blickpunkt.

News zum Themenfeld: Menschlicher Einfluss auf marine Ökosysteme

Glasschwämme (Hexactinellida) kommen hauptsächlich in der Tiefsee vor. Der Glasschwamm Vazella pourtalesi (umgangssprachlich „Russischer Hut“ wird in großen Mengen auf dem Kontinentalschelf vor Kanada gefunden.: Foto: Ellen Kenchington, DFO.  Im Rahmen des Aquatic Symbiosis Projektes sollen erstmalig Genome von Glasschwämmen erstellt werden. Dessen mikrobielle Symbionten sind hingegen schon gut erforscht (Bayer, Busch et al., mSystems 2020).
23.09.2020

Miteinander im Wasser leben

Internationales Genom-Projekt versucht zu verstehen, wie aquatische Arten in Symbiose zusammenleben

Bordwand der POLARSTERN und vereistes Meer
09.09.2020

Schwankungen im Kohlenstoffkreislauf

Forscherinnen des GEOMAR untersuchen saisonale Veränderungen im Arktischen Ozean

Heiße Quelle am Meeresboden. Foto: ROV-Team/GEOMAR
20.07.2020

ROV KIEL 6000 entdeckt „Klare Raucher“ vor Island

IceAGE3-Expedition liefert faszinierende Bilder vom Meeresboden vor Island

Ein Dorsch. Foto: Nikolas Linke/GEOMAR
17.07.2020

Populationen beliebter Speisefische gehen weltweit zurück

Neue Studien zeigen aber auch Chancen fürs Fischereimanagement durch Corona

Blasentang. Foto: Larissa Büdenbender
02.07.2020

Wirkstoffe aus Kieler Meeresalgen als Mittel gegen Infektionen und Hautkrebs entdeckt

GEOMAR Arbeitsgruppe nutzt Methoden der Bioinformatik und des maschinellen Lernens für die marine Wirkstoffforschung

Senckenberg- und GEOMAR- Forscher*innen haben mittels hydroakustischer Meeresbodenkartierung herausgefunden, dass der Meeresgrund im Atlantik sehr viel vielfältiger ist, als bislang angenommen. Foto: Senckenberg
19.06.2020

„Hard Rock“ in der Tiefsee

Der Weg zur Entschlüsselung der Artenvielfalt am Meeresgrund ist steiniger, als bisher angenommen

Schematische Abbildung zu Ocean & Human Health. Von Franke et. al., 2020.
12.06.2020

Was gut fürs Meer ist, ist auch gut für den Menschen

Gesunde Ozeane – wichtige Basis für viele Prozesse auf der Erde

Quarkpackung neben Manganknollen in mehr als 4000 Metern Wassertiefe im sogenannten DISCOL-Gebiet (Südostpazifik). Foto: ROV-Team/GEOMAR
11.06.2020

Plastik in der Tiefsee: Nach einem Vierteljahrhundert noch wie neu

Erste Langzeitstudie zum Kunststoffabbau in mehr als 4000 Metern Wassertiefe

Beprobung des Förde-Oberflächenwassers mit der Forschungsbarkasse POLARFUCHS. Foto: Jens Klimmeck/GEOMAR
28.05.2020

Regenwasser spült Mikroplastik in die Kieler Förde

Erste Langzeitstudie zur Mikroplastikverteilung im Oberflächenwasser veröffentlicht

Seegraswiese in der Ostsee. Hier handelt es sich nicht um eine Population, sondern um einen Klon. Foto Pekka Tuuri
11.05.2020

Klone – alles andere als identisch

Neue Studie zeigt, wie asexuelle Populationen von Pflanzen oder Tieren in der Natur gedeihen können