Menschlicher Einfluss auf marine Ökosysteme

Der gegenwärtige und zukünftige Zustand der marinen Ökosysteme sowie der bio­geo­chemischen Kreisläufe unterliegt dem zunehmenden Einfluss menschlicher Aktivitäten und menschlicher Eingriffe. Eine Vorhersage, Risikoabschätzung und auch die Ent­wicklung von Vorsorge­maßnahmen erfordern ein umfassendes Verständnis der Sensitivität mariner Arten, der durch sie konstituierten Ökosysteme und der biogeochemischen Kreisläufe.

Folgende Faktoren gilt es insbesondere zu berücksichtigen: die klimabedingte Ozeanversauerung, die Sauerstoff­ver­armung, Veränderungen in der oberflächennahen Durchmischung der Ozeane, die über­mäßige Nähr­stoff­zu­fuhr (Eutrophierung), eingeschleppte Arten, sich ausbreitende Patho­gene und Parasiten, regio­nale und globale Biodiversitätsverluste sowie die zunehmende Aus­beutung biologischer Res­sourcen. Durch die An­wendung und Weiterentwicklung von genetischen und genomischen Methoden rücken auch evolutions­biolo­gische Reaktionen von Arten auf anthro­po­gene Störungen in den Blickpunkt.

News zum Themenfeld: Menschlicher Einfluss auf marine Ökosysteme

Blasentang. Foto: Larissa Büdenbender
02.07.2020

Wirkstoffe aus Kieler Meeresalgen als Mittel gegen Infektionen und Hautkrebs entdeckt

GEOMAR Arbeitsgruppe nutzt Methoden der Bioinformatik und des maschinellen Lernens für die marine Wirkstoffforschung

Senckenberg- und GEOMAR- Forscher*innen haben mittels hydroakustischer Meeresbodenkartierung herausgefunden, dass der Meeresgrund im Atlantik sehr viel vielfältiger ist, als bislang angenommen. Foto: Senckenberg
19.06.2020

„Hard Rock“ in der Tiefsee

Der Weg zur Entschlüsselung der Artenvielfalt am Meeresgrund ist steiniger, als bisher angenommen

Schematische Abbildung zu Ocean & Human Health. Von Franke et. al., 2020.
12.06.2020

Was gut fürs Meer ist, ist auch gut für den Menschen

Gesunde Ozeane – wichtige Basis für viele Prozesse auf der Erde

Quarkpackung neben Manganknollen in mehr als 4000 Metern Wassertiefe im sogenannten DISCOL-Gebiet (Südostpazifik). Foto: ROV-Team/GEOMAR
11.06.2020

Plastik in der Tiefsee: Nach einem Vierteljahrhundert noch wie neu

Erste Langzeitstudie zum Kunststoffabbau in mehr als 4000 Metern Wassertiefe

Beprobung des Förde-Oberflächenwassers mit der Forschungsbarkasse POLARFUCHS. Foto: Jens Klimmeck/GEOMAR
28.05.2020

Regenwasser spült Mikroplastik in die Kieler Förde

Erste Langzeitstudie zur Mikroplastikverteilung im Oberflächenwasser veröffentlicht

Seegraswiese in der Ostsee. Hier handelt es sich nicht um eine Population, sondern um einen Klon. Foto Pekka Tuuri
11.05.2020

Klone – alles andere als identisch

Neue Studie zeigt, wie asexuelle Populationen von Pflanzen oder Tieren in der Natur gedeihen können

Eine Alge der Gattung Micromonas, für die erstmals Transformations-Protokolle vorgestellt werden. Da Micromonas mit dem Chloroplast (hier in Grün) Photosynthese betreibt und sehr häufig im Ozean vorkommt, spielt sie auch eine Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Foto: Tom Deerinck, Mark Ellisman, Alexandra Worden
06.04.2020

Winzige Meeresbewohner als Schlüssel für globale Kreisläufe

Neue Wege zum Verständnis der Funktionsweise von marinem Phytoplankton

Mit speziellen Netzen untersucht das Team der Expedition AL534/2 die Mikroplastikverteilung vor der Küste Westeuropas. Foto: Expeditionsteam AL534/2
30.03.2020

Wo bleibt das Plastik im Ozean?

GEOMAR koordiniert neues JPI-Oceans-Projekt zur Verteilung von Müll im Meer

Gesunder Blasentang. Foto: Uli Kunz.
15.10.2019

Gas und Bremse bei der Anpassung an den Globalen Wandel

Blasentang zeigt gekoppelte Reaktionen auf Umweltveränderungen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen Wasserproben, um sie auf einzellige Räuber hin zu untersuchen. Foto: Marie Cuvelier
26.09.2019

Viren beeinflussen Funktionen im marinen Ökosystem

GEOMAR-Wissenschaftler zeigen ein neues Bild von der Rolle von Viren im Meer