Ozean und Klima

Die Ozeane spielen für globale Klimaänderungen auf unserer Erde eine zentrale Rolle. Herausragendes Beispiel ist der Golfstrom mit seiner Entstehung in der Karibik, seinen Auswirkungen auf das Klima in Nordeuropa und das zukünftige Verhalten des grönländischen Inlandseises.  Wesentliche Aspekte sind in diesem Zusammenhang der Wärmetransport und die Wärmekapazität sowie der globale Wasserkreislauf. Außerdem wirken sich die Aufnahme bzw. Umwandlung und der Transport von Gasen und festen Partikeln im Meer sowie ihr Austausch mit der Atmosphäre auf das Klima aus, da diese Stoffe chemisch aktiv sind und den Strahlungshaushalt der Atmosphäre beeinflussen. Viele dieser Prozesse werden durch biologische Komponenten getrieben oder katalysiert, d.h. die Kenntnis der gegenwärtigen und zukünftigen Struktur der Lebensgemeinschaften mariner Organismen in der Wasser­säule bzw. auf oder im Meeresboden ist von entscheidender Bedeutung.

Klimaänderungen in der Erdgeschichte haben nachweisbare Spuren in der Isotopen- und Elementzusammen­setzung des Meer­wassers hinterlassen, die heute wichtige Aufschlüsse über die Klimageschichte liefern. Da der Stoff- und Wärme­austausch zwischen dem Meer und anderen Klimakomponenten auf Zeit­skalen von Jahren bis Jahrtausenden erfolgt ist, sind diese Prozesse zwei der wichtigsten Faktoren für die künftige Klimaentwicklung.

Zentrale Forschungsthemen sind:

  • das Verständnis vergangener, gegenwärtiger und künftiger Änderungen der Ozeanzirkulation
  • Veränderungen in den tropischen und gemäßigten Breiten
  • Vergangene und gegenwärtige ozeanographische und klimatische Bedingungen in der Arktis
  • Veränderungen von Zusammensetzung und Funktion mariner Lebensgemeinschaften
  • Künftige Klimaerwärmung: Untersuchung und Modellierung
  • Vergangene geochemische Veränderungen in den Ozeanen 

Weitergehende fachliche Informationen finden Sie unter den Seiten des Forschungsbereichs 1: Ozeanzirkulation und Klimadynamik.

News zum Forschungsschwerpunkt "Ozean und Klima"

Die Basiskonfiguration des MoLab Messfeldes besteht aus:  einem Master Lander  (MLM),  drei Satelliten Landen (SLM),  drei Eddy Correlation Modulen (ECM) und  zwei Verankerungsmodulen (VKM). Für die notwendige detaillierte Messfelderkundung, die Modulinstallation sowie dem Modulservice wird das ROV Phoca (E) eingesetzt. Die durchbrochenen Linien deuten die Verbindung der einzelnen Lander zu dem zentralen Synchronisationsmodul über akustische Unterwassertelemetrie an. Grafik: MoLab-AG, GEOMAR
25.05.2012

Erster Einsatz für neuartiges Meeresbodenobservatorium

GEOMAR installiert MoLab an Kaltwasserkorallen-Riff vor Nordnorwegen

04.05.2012

Erwärmung der Arktis begünstigt Wetterextreme

Hitze- und Kältewellen in Europa könnten zunehmen

Übersicht über verschiedene Climate Engineering Maßnahmen, die aktuell diskutiert werden. Welche Risiken und Nebenwirkungen sie beinhalten, ist noch zu wenig erforscht. Ein neues Schwerpunktprogramm der DFG soll das ändern. Grafik: Kiel Earth Institute
04.05.2012

Mit Climate Engineering das Klima retten?

Kieler Meereswissenschaftler koordiniert Forschungsprogramm zur Bewertung großtechnischer Klimaregulierung

Per Hubschrauber gelangen die Wissenschaftler der Expedition TRANSDRIFT XX von der Hafenstadt Tiksi zu ihrem Arbeitsgebiet auf der Laptewsee. In dieser Woche begleitete sie eine Delegation der Deutschen Botschaft in Moskau. Foto: H. Kassens, GEOMAR
19.04.2012

Diplomaten besuchen Wissenschaftler im arktischen Eis

Delegation der Deutschen Botschaft in Moskau begleitet bilaterale Forschung in Ostsibirien

Entwicklung von Temperatur und Kohlendioxid seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Quelle: Latif, GEOMAR.
11.04.2012

Keine Zweifel an globaler Erwärmung

Klimaforscher Latif präsentiert in neuem Buch Fakten zum Klimawandel

Wie schon bei früheren Winter-Expeditionen in die Laptev-See gelangen die Wissenschaftler mit Hilfe von Hubschraubern auf das Festeis. Foto: H. Kassens, GEOMAR
21.03.2012

Jubiläums-Expedition ins arktische Eis

TRANSDRIFT XX untersucht Meereis und Ökosystem in der sibirischen Laptev-See

Starke, regionale Regenfälle und damit verbundene Überschwemmungen wie hier im schleswig-holsteinischen Störtal sind mit bisherigen Klimamodellen nur schwer berechenbar. Im europäischen Netzwerk VALUE arbeiten Klimaforscher aus 21 europäischen Nationen daran, globale Klimamodelle auf einzelne Regionen herunterzubrechen. Foto: A. Villwock, GEOMAR
09.03.2012

Klimadaten – regional und praxisbezogen

Europäisches Forschungsprojekt startet mit Workshop am GEOMAR

DFG-Präsident Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner übergibt Prof. Dr. Ulf Riebesell die Urkunde zum Leibniz-Preis 2012. Foto: David Ausserhofer, Copyright: DFG
27.02.2012

Professor Ulf Riebesell mit Leibniz-Preis ausgezeichnet

Forscher des GEOMAR erhielt in Berlin den höchst dotierten deutschen Wissenschaftspreis

Die Erdatmosphäre von der Internationalen Raumstation ISS aus gesehen. Wissenschaftler erkennen immer mehr, dass Vorgänge in den beiden untersten Schichten, der Troposphäre und der Stratosphäre, eng miteinander gekoppelt sind. Foto: NASA
24.02.2012

Stratosphärenwetter – alles andere als abgehoben

Forscher des GEOMAR zeigen enge Verbindung zwischen der ersten zwei Stockwerken der Atmosphäre

09.02.2012

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?

Experimente zeigen, wie Lophelia pertusa auf Ozeanversauerung reagiert