METEOR M162

06.03.2020 - 11.04.2020
Subtropischer Atlantik; Östliche Azoren

Institution: GEOMAR
Leitung: Christian Hensen

Ziel des Forschungsfahrt ist die Erkundung möglicher Fluidaustritte am Meeresboden im Bereich der Gloria-Störung und dem Azorenplateau. Er stellt eine systematische Fortsetzung von Arbeiten im Golf von Cadiz dar (MSM1/3, M86/5), mit dem Ziel die Fluidaustritte außerhalb der bekannten „Hotspot-Gebiete“ an mittelozeanischen Rücken und Kontinentalrändern zu dokumentieren. Auf M86/5 konnte gezeigt werden, dass die Entstehung von Schlammvulkanen westlich des Akkretionskeils im Golf von Cádiz an eine Blattverschiebung gebunden ist, die Teil der östlichen Fortsetzung der Gloria-Störung ist, und dass dortige Schlammvulkan-Fluide auf einen Austausch mit ozeanischer Kruste hindeuten. Die zentrale Gloria-Störung wurde in Hinsicht auf Fluidentwässerung bislang nicht untersucht, allerdings deutet die seismische Aktivität entlang ihres Verlaufs (z.B. M8.4 Beben im Jahr 1941) auf Fluid-Remobilisierung im Untergrund hin. Die geplanten Untersuchungen umfassen detaillierte Kartierungen, Wärmestrom-Messungen sowie Wassersäulen und (Sediment-) Porenwasser-Beprobungen. Wir erwarten insbesondere neue Erkenntnisse in Bezug auf die Alteration ozeanischer Kruste, aber auch hinsichtlich globaler Elementkreisläufe sowie die Verbreitung chemosynthetischer Organismen-Gemeinschaften in der Tiefsee.

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