Marine Ressourcen

Gashydrate - Brennendes Eis, eine mögliche Energiequelle für die Zukunft? Quelle: GEOMAR.

Das Ausmaß und die Nutzungsmöglichkeiten der lebenden und nichtlebenden Ressourcen der Weltozeane sind immer noch weitestgehend unbekannt. Die Nutzung der biologischen, mineralischen und energetischen Ressourcen der Meere wird aber angesichts der rasant steigenden Weltbevölkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts stark an Bedeutung gewinnen.

Die in den Welt­ozeanen vor­handenen nutzbaren Ressourcen lassen sich in lebende (bedeutsam beispiels­weise für die Ernährung, als Quelle für nutzbare bioaktive Verbindungen und regenerative Energie­quelle) und nichtlebende Rohstoffe (Metall- und Energie­rohstoffe oder potentielle submarine CO2-Speicher) unterteilen. Künftige Forschungs­felder liegen im Bereich der Exploration neuer mineralischer und Energierohstoffe, der Untersuchung der genetischen Ressourcen der Meere sowie in der Entwicklung umwelt­freund­licher und nachhaltiger Nutzungsstrategien. Eine Ressourcennutzung (Manganknollen, Massivsulfide, Gashydrate, Schwerminerale) wird sich sowohl auf die nichtlebende Umwelt als auch auf wesentliche Funktionen mariner Ökosysteme auswirken. Insofern erfordert eine sorgfältige Analyse der Umwelt­auswirkungen beide Aspekte. Im Vordergrund steht das Bestreben, die Nutzung mariner Rohstoffe und den Schutz der marinen Umwelt in Einklang zu bringen.

Forschungsschwerpunkte sind:

  • Ökosystemdienstleistung und Aquakultur
  • Genetische Ressourcen und marine Wirkstoffe
  • Marine Mineralische Rohstoffe
  • Marine Gashydrate und CO2-Speicherung

 

 

 

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Eines von mehreren 100.000 Fotos des Meeresbodens des DISCOL-Gebietes, die das AUV ABYSS 2015 aufgenommen hat. Unten links sind deutlich Pflugspuren von 1989 zu erkennen, in der Mitte Spuren einer jüngeren Beprobung. In der Bildmitte ist außerdem eine Seegurke zu sehen. Foto: AUV-Team/GEOMAR
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