WASCAL mit Präsident der Republik Cabo Verde, Jorge Carlos Fonseca (Mitte). Foto: Edson Silva Delgado

WASCAL mit Präsident der Republik Cabo Verde, Jorge Carlos Fonseca (Mitte). Foto: Edson Silva Delgado

Offizielle Eröffnung der Cabo Verde Ocean Week im OSCM. Foto: Edson Silva Delgado.

Offizielle Eröffnung der Cabo Verde Ocean Week im OSCM. Foto: Edson Silva Delgado.

Das Ocean Science Centre Mindelo am Rande von Mindelo. Foto: Jens Klimmeck, GEOMAR.

Das Ocean Science Centre Mindelo am Rande von Mindelo. Foto: Jens Klimmeck, GEOMAR.

FS Meteor im Hafen von Mindelo. Foto: Burkard Baschek, HZG

FS Meteor im Hafen von Mindelo. Foto: Burkard Baschek, HZG

Über Mindelo. Im Hafen von Mindelo liegen die FS Meteor und die FS Pelagia. Foto: Burkard Baschek, HZG

Über Mindelo. Im Hafen von Mindelo liegen die FS Meteor und die FS Pelagia. Foto: Burkard Baschek, HZG

25.11.2019

Full House im Ocean Science Centre Mindelo

Die Cabo Verde Ocean Week beginnt mit Anläufen von drei Forschungsschiffen und hochrangigen Treffen

25.11.2019/Mindelo/Kiel.Das Ocean Science Centre Mindelo (OSCM), das gemeinsam vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung Kiel und dem neu gegründeten Instituto do Mar (IMar) betrieben wird, freut sich auf eine sehr arbeitsreiche Woche. Drei Forschungsschiffe, darunter die deutschen Schiffe METEOR und MARIA S. MERIAN, laufen den Hafen von Mindelo an. Am Montag, den 25. November, wird die 2. Cabo Verde Ocean Week (CVOW) vom Präsidenten der Republik Cabo Verde eröffnet, gefolgt von einem hochrangigen Treffen des westafrikanischen Projektes zu Klimawandel und angepasster Landnutzung (WASCAL). Darüber hinaus wird WASCAL offiziell einen neuen Masterstudiengang zu Klimawandel und Meereswissenschaften vorstellen.

Mindelo ist einer der bevorzugten Häfen für deutsche Forschungsschiffe im östlichen tropischen Atlantik. In diesen Tagen laufen ihn gleich zwei, die METEOR und die MARIA S. MERIAN, sowie das niederländische Schiff PELAGIA an, um wissenschaftliche Besatzungen auszutauschen. Darüber hinaus wird die Cabo Verde Ocean Week (CVOW) im Ocean Science Centre Mindelo (OSCM) vom Bürgermeister der Insel São Vicente, dem Minister für maritime Wirtschaft und dem Präsidenten der Republik Cabo Verde eröffnet. Das OSCM, das gemeinsam vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung Kiel und dem neu gegründeten Instituto do Mar (IMar), dem Nachfolger des ehemaligen Kooperationspartners INDP, betrieben wird, ist ferner Gastgeber für die Präsidiumssitzung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten „West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use“ (WASCAL). WASCAL wird im Rahmen der CVOW offiziell einen neuen Masterstudiengang zu Klimawandel und Meereswissenschaften an der Fakultät für Ingenieur- und Meereswissenschaften der Universität Cabo Verde vorstellen.

„Die Kapverden, Mindelo und das OSCM sind für uns zuverlässige Partner in der westafrikanischen Region“, sagt Prof. Dr. Martin Visbeck, physikalischer Ozeanograph vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung Kiel. „Das erleichtert die für unsere Forschung notwendige Logistik ganz erheblich“, so Martin Visbeck weiter. Er leitete die wissenschaftliche Crew auf dem deutschen Forschungsschiff METEOR, das gerade nach Mindelo zurückgekehrt ist. Hier hat er die Fahrtleitung an Prof. Dr. Arne Körtzinger, Meereschemiker von GEOMAR, übergegeben, der in den nächsten vier Wochen in einer gemeinsamen Mission mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht und anderen deutschen Partnern mesoskalige Wirbel in der Umgebung der Kapverden untersuchen wird. Zwei Tage nach der METEOR trifft das niederländische Forschungsschiff PELAGIA ein und weitere zwei Tage danach die MARIA S. MERIAN. Auf letzterer geht eine Expedition unter der Leitung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zu Ende und ein Team von Geologen vom GEOMAR bricht zu einer mehrwöchigen Vermessungskampagne des Meeresbodens im tropischen Atlantik auf.

Bevor sie nach Hause zurückkehren bzw. zur nächsten Expedition aufbrechen, statten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch dem Ocean Science Centre Mindelo einen Besuch ab. Dort treffen sich während der Cabo Verde Ocean Week (CVOW) zahlreiche international renommierte Experten aus dem maritimen Sektor, darunter Vertreter der Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder (CPLP), der FAO, der Weltbank und anderer Organisationen. „Die Cabo Verde Ocean Week ist für unser Land ein sehr wichtiges Ereignis. Sie bringt ranghohe nationale und internationale Persönlichkeiten aus dem maritimen Bereich, Vertreter verschiedener Länder und internationaler Organisationen zusammen, die als international anerkannte Partner und Experten die globale Bedeutung der Meere und Ozeane hervorheben“, erklärt Dr. José da Silva Gonçalves, Minister für Maritime Wirtschaft der Republik Cabo Verde. 

Nach der Eröffnung folgt die Sitzung des Verwaltungsrates des Westafrikanischen Projektes zu Klimawandel und angepasster Landnutzung (WASCAL). WASCAL ist ein breit angelegtes, forschungsorientiertes Klima-Service-Center, das darauf abzielt, die Forschungsinfrastrukturen und -kapazitäten in Westafrika im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu stärken und die Expertise von elf westafrikanischen Ländern und Deutschland zu bündeln. Während der CVOW wird WASCAL offiziell einen neuen Masterstudiengang über Klimawandel und Meereswissenschaften einführen. „Das neue Programm bietet 12 Studenten aus Westafrika hervorragende Möglichkeiten für Zusatzqualifikationen und Perspektiven in den Meeres- und Umweltwissenschaften“, sagt Cordula Zenk, Koordinatorin des OSCM und der deutsch-kapverdischen Kooperation am GEOMAR. Das Programm wird sowohl an der University of Cabo Verde als auch am OSCM durchgeführt und beginnt im Januar 2020.

„Die Aktivitäten der diesjährigen Cabo Verde Ocean Week zeigen, dass sich das Ocean Science Centre Mindelo immer mehr zum Schwerpunkt für Meeresforschung und Capacity Building in der westafrikanischen Region entwickelt“, so Prof. Dr. Martin Visbeck abschließend. 

Kontakt:

Dr. Andreas Villwock (GEOMAR, Kommunikation & Medien), Tel.: 0431 600-2802, presse(at)geomar.de

 

  

Dateien:
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