Die ausgezeichneten Helmholtz-Doktoranden: V.l.n.r.: Dr. Korinna Strobel, Bereichsleiterin Strategie/ Impuls- und Vernetzungsfonds Helmholtz-Gemeinschaft, Dr.-Ing. Alexandra Amherd Hidalgo, Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Dr. Ann-Christin Baranski, Deutsches Krebsforschungszentrum, Dr.-Ing. Antoine B. Jacquey,  Deutsches GeoForschungsZentrum, Dr. Sinikka Lennartz, GEOMAR, Dr.-Ing. Daniel Leidner, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Dr. Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Foto: Helmholtz/Stefanie Herbst

Die ausgezeichneten Helmholtz-Doktoranden: V.l.n.r.: Dr. Korinna Strobel, Bereichsleiterin Strategie/ Impuls- und Vernetzungsfonds Helmholtz-Gemeinschaft, Dr.-Ing. Alexandra Amherd Hidalgo, Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Dr. Ann-Christin Baranski, Deutsches Krebsforschungszentrum, Dr.-Ing. Antoine B. Jacquey, Deutsches GeoForschungsZentrum, Dr. Sinikka Lennartz, GEOMAR, Dr.-Ing. Daniel Leidner, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Dr. Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Foto: Helmholtz/Stefanie Herbst

Dr. Sinikka Lennartz. Foto: Helmholtz/Stefanie Herbst

Dr. Sinikka Lennartz. Foto: Helmholtz/Stefanie Herbst

07.11.2018

Helmholtz-Doktorandenpreis für Sinikka Lennartz

Nachwuchswissenschaftlerin des GEOMAR für besondere wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet.

07.11.2018/Kiel/Berlin. Im Rahmen der Helmholtz-Horizons Veranstaltung in Berlin wurden sechs Nachwuchswissenschaftler aus der Helmholtz-Gemeinschaft für ihre besonderen wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. Darunter ist auch Dr. Sinikka Lennartz vom GEOMAR. Dr. Lennartz hat in ihrer Arbeit marine Emissionen klimarelevanter Schwefelgase untersucht und die Erkenntnis gewonnen, dass diese Schwefelemissionen geringer sind als bislang angenommen.

Im Ozean werden Gase gebildet – zum Beispiel von Mikroorganismen oder durch Sonnenlicht –, die in die Atmosphäre gelangen und dort das Klima beeinflussen. Dr. Lennartz hat sich in ihrer Arbeit speziell schwefelhaltige Gase angeschaut, die in der Atmosphäre zu Aerosolen werden und Sonnenlicht zurück ins All reflektieren. Dafür hat sie sowohl Messsysteme für Messungen auf See entwickelt als auch Modelle, um die Ozeanemissionen und deren Wirkung aufs Klima besser abschätzen zu können.

Dr. Lennartz hat in der Forschungseinheit "Chemische Ozeanographie" am GEOMAR promoviert. Im Rahmen ihrer Arbeit nahm sie auch an Expeditionen teil, um die Messsysteme, die sie zu Hause im Labor entwickelt hat, zur Gewinnung von Daten auf See einzusetzen. "Das war eine der größten Herausforderungen ein Messsystem im Labor an Land für eine Messung auf See weiterzuentwickeln, denn auf See können Fehler kaum korrigiert werden, es gibt keine 'zweite Chance'", so die Nachwuchswissenschaftlerin. Dahinter stecke auch viel Team-Arbeit. Während den Expeditionen drei, teilweise selbst weiterentwickelte, Messgeräte alleine zu koordinieren und den einen oder anderen Rückschlag hinzunehmen, sei sicherlich besonders herausfordernd gewesen, so Lennartz weiter. "Insgesamt überwiegt aber klar das Positive und ich möchte diese besondere Erfahrung nicht missen".

Dr. Lennartz wird sich auch weiter mit dem Themengebiet Klima und Ozean beschäftigen, allerdings den Schwerpunkt auf die Erforschung der natürlichen CO2-Speicherung des Ozeans legen. Dazu wechselt sie an das ICBM in Oldenburg. Langfristig würde sie gerne eine eigene Arbeitsgruppe im Bereich der marinen Biogeochemie aufbauen, sagt die 31-jährige abschliessend.

Dr. Sinikka Lennartz studierte Geoökologie an den Universitäten Tübingen (Bachelor) und Braunschweig (Master) mit Aufenthalten in der Schweiz und den USA. Ihre Promotion in mariner Biogeochemie schloss sie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ab. Forschungsexpeditionen führten sie dabei unter anderem in den Indischen und Pazifischen Ozean.

Text nach einem Interview von Elena Hungerland. 

https://www.helmholtz.de/wissenschaft_und_gesellschaft/wer-sind-die-besten-helmholtz-doktoranden/