AUV AEGIR

(Foto: Lukas Wernicke)

Das AUV AEGIR ist ein für Wassertiefen bis max. 200 m spezifiziertes Unterwasserfahrzeug. Es kann sich in der Wassersäule frei bewegen und auch bei geringen Geschwindigkeiten stabil tauchen und navigieren. Der Haupt-Sensor ist eine auf den Meeresboden gerichtete Kamera und ein Blitzlicht, bestehend aus zwei LEDs. Diese sogenannte Machine-Vision-Kamera ist mit dem entsprechenden Objektiv fest in einem Druckkörper installiert. Die Kamera hat einen eigenen Rechner und eine Verbindung zum Haupt-Computer des Fahrzeugs. Des Weiteren gibt es einen akustischen Doppler-Geschwindigkeits-Messer, einen kombinierten Druck- und Schallgeschwindigkeits-Sensor sowie insgesamt vier Antriebe bzw. Propeller.

Das AUV ist in seinen Dimensionen so ausgelegt, dass es ohne großen logistischen Aufwand zu allen Test-Lokationen gebracht werden kann und ist ausreichend robust für den Einsatz in der Nord- und Ostsee.

Das AUV AEGIR wurde bis auf die Sensorik im Technik- und Logistikzentrum des GEOMAR konzipiert, konstruiert, gefertigt und montiert. Mehr als 10 Mitarbeiter und Studenten waren zeitweise an diesem Projekt beteiligt. Die Software-Architektur des Fahrzeugs kommt von der Firma IQUA-Robotics (Girona, Spanien), die auch die im Rahmen des Projektes MOSES (HGF Erde und Umwelt Investitionsprogramm) beschafften Unterwasser-Fahrzeuge vom Typ Girona 500 liefert. Damit ist das Testen und Einsetzen vom AUV AEGIR ein vorbereitender Schritt für dieses Projekt bzw. dieser Unterwasserfahrzeuge.

Das Team bedankt sich beim Team TomKyle der FH Kiel unter Leitung von Prof. Sabah Badri-Höher für die Unterstützung bei der Antriebs-Integration und die temporäre Bereitstellung ihrer Steuerungs-Software für die Becken-Tests und bei Prof. Lothar Dannenberg (ehem. Schiffbau FH Kiel) für die Unterstützung bei der Auslegung der Druckkörper.

Weiterhin bedankt sich das Team bei der Stiftung Drachensee für die Unterstützung und die Möglichkeit für das Testen im Eiderbad. Wir bedanken uns ebenfalls bei Herrn Eugen Barz für die Unterstützung vor Ort.

Die Mittel zum Bau des AUV AEGIR wurden aus den Projekten ROBEX (Helmholtz-Allianz für Robotische Exploration) und UDEMM (Umweltmonitoring für die DElaboration von Munition im Meer) zur Verfügung gestellt. Teile des Projektes, wie die kombinierte Antenne und die Navigations-Sensorik, wurden durch Seed-Money-Projekte der Abteilung Technologietransfer am GEOMAR finanziert.

Kontakt

Wissenschaftliche Leitung:

Dr. Peter Linke
GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Wischhofstr. 1-3
24148 Kiel
Tel.: 0431 600-2115
Fax: 0431 600-1601
E-mail: plinke@geomar.de

Technische Leitung:

Dipl.-Ing. (FH) Marcel Rothenbeck
GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Wischhofstr. 1-3
24148 Kiel
Tel.: 0431 600-1655
Fax: 0431 600-1601
E-mail: mrothenbeck@geomar.de

 

 

 

Die Kosten für die Entwicklung und den Bau dieses AUVs wurden teilweise aus Mitteln des ROBEX-Projektes (Helmholtz-Allianz für Robotische Exploration) und des UDEMM-Projektes (Umweltmonitoring für die DElaboration von Munition im Meer) bereitgestellt.