Der Einfluss von Modellfehlern auf ENSO Projektionen für das 21. Jahrhundert
Acronym
IMBE21C
Titel
Der Einfluss von Modellfehlern auf ENSO Projektionen für das 21. Jahrhundert
Kurzbeschreibung
El Niño/Southern Oscillation (ENSO) ist die dominate Mode der Klimavariabilität des gekoppelten Ozean-Atmosphäre-Systems im tropischen Pazifik und ergibt sich aus einem komplexen Zusammenspiel zwischen verstärkenden und dämpfenden Feedbacks. Angesichts seiner großen sozioökonomischen Auswirkungen ist es sehr wichtig genau vorherzusagen, wie sich ENSO unter der globalen Erwärmung verändern wird. Obwohl in den letzten Jahrzehnten Verbesserungen bei der Simulation von ENSO erreicht wurden, bleibt eine realistische Darstellung von ENSO und seiner Projektion unter der globalen Erwärmung eine Herausforderung. Die Projektionen von ENSO unterscheiden sich stark zwischen den Klimamodellen, die an den Phasen 3 und 5 des Coupled Model Intercomparison Project (CMIP3 und CMIP5) teilnehmen. Obwohl diese Modelle ENSO simulieren, der in einfachen Indizes mit Beobachtungen übereinstimmt, unterscheidet sich die zugrunde liegende Dynamik stark von der beobachteten. In Beobachtungen wächst eine anfängliche SST-Anomalie während ENSO-Ereignissen durch windinduzierte Änderungen der Ozeandynamik. Dieser Tendenz wirkt ein dämpfendes Feedback der atmosphärischen Wärmeflüsse entgegen, insbesondere durch die Sonneneinstrahlung (SW) und latenten Wärmeflüsse. In den meisten Klimamodellen ist jedoch das Wind-SST-Feedback zu schwach und das SW-SST-Feedback fehlerhaft positiv, so dass ENSO ein Hybrid aus Wind-getriebener und SW-getriebener Dynamik ist. In den Modellen mit dem größten Fehler trägt der SW-SST-Feedback zum Wachstum der SST-Anomalie in ähnlichem Maße wie das Wind-SST-Feedback bei. In den Klimamodellen existiert ein breites Spektrum an ENSO-Dynamiken, das die große Streuung der ENSO-Projektionen für das 21. Jahrhunderts erklären könnte.Im IMBE21C-Projekt untersuchen wir die Auswirkungen der Modellfehler auf die ENSO-Projektionen. Mit einer neuen Methode, der „Offline Slab Ocean SST“, können wir die Rolle der verstärkenden und dämpfenden Feedbacks quantifizieren. Dafür separieren wir die SST-Änderungen der Wind-getriebenen Meeresdynamik von der durch atmosphärische Wärmeflüsse verursacht werden. In diesem Projekt werden wir diese Methode verwenden, um den Antrieb und die Dämpfung in der beobachteten ENSO-Dynamik zu quantifizieren und mit dem in Klimamodellen simulierten ENSO zu vergleichen, um die Fehler in der simulierten ENSO-Dynamik zu identifizieren und zu quantifizieren. Des Weiteren werden wir den Einfluss der fehlerhaften ENSO-Dynamik auf die Projektionen von ENSO im Klimawandel analysieren, indem wir die Modelle in Gruppen mit realistischer und fehlerhafter ENSO-Dynamik unterteilen. Darüber hinaus werden wir die Gesamtunsicherheit der projizierten ENSO-Amplitudenänderung in Modellunsicherheit, Szenariounsicherheit und Unsicherheit aufgrund interner Variabilität aufteilen. Insgesamt zielt das IMBE21C Projekt darauf ab, durch innovative Methoden die Quellen von Unsicherheiten in ENSO-Projektionen zu identifizieren und diese zu reduzieren.
Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Einige Cookies sind technisch notwendig, andere helfen uns, unser Angebot zu verbessern. Sie entscheiden, welche Cookies Sie zulassen.
Erforderlich für die Grundfunktionen der Website, z. B. um Ihre Cookie-Einstellungen zu speichern. Diese können nicht abgewählt werden.
AusAn
Hilft uns zu verstehen, wie die Website genutzt wird, damit wir sie verbessern können. Die Auswertung erfolgt anonym auf unseren eigenen Servern.
Details zur Matomo-AnalyseAnzeigenAusblenden
Wenn Sie unserer Analyse durch das Programm Matomo zustimmen, erfassen, speichern und werten wir aus:
Informationen über den Gerätetyp, Browsertyp und die verwendete Version.
Das Betriebssystem der nutzenden Person
Art und Status der HTML-Anfragen an die GEOMAR-Website
Die IP-Adresse des nutzenden Endgeräts. Hierbei wird die volle IP-Adresse erfasst und zur Auswertung genutzt sowie gespeichert. Sie wird in der Auswertung aber nur anonymisiert angezeigt.
Datum und Uhrzeit des Zugriffs
Websites, von denen das nutzende Endgerät auf die GEOMAR-Website gelangt.
Die besuchten Adressen (URLs) auf der GEOMAR-Website
Die übertragene Datenmenge
Suchbegriffe, mit denen unsere Seite gefunden wurde