Forschungsbereich 2: Marine Biogeochemie

Überblick

Der Forschungsbereich Marine Biogeochemie gliedert sich in vier Forschungseinheiten: Biogeochemische Modellierung, Biologische Ozeanographie, Chemische Ozeanographie und Marine Geosysteme.

Untersuchungsgegenstand der Marinen Biogeochemie sind die Wechsel­wirkungen zwischen dem Sediment, ozeanischen und atmosphärischen Speichern sowie den Organismen (ein­schließ­lich des Menschen), die marine biogeochemische Prozesse herbei­führen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den dynamischen Prozessen an den Grenzflächen zwischen der Meeresober­fläche und der Atmosphäre sowie zwischen den Sedimenten und der darüber liegenden Wassersäule. Von besonderem Interesse sind hier mobile und strahlungs­wirk­same chemische Elemente und Verbindungen. Eng hiermit verbunden ist die Entwicklung von chemischer, biologischer und isotopenchemischer Analytik (Proxies und Tracer), um die gegen­wärtigen und früheren Bedingungen im Ozean zu untersuchen. Ein neues Forschungs­­feld stellt dabei die Untersuchung des künftigen biogeo­chemischen Zustands der Ozeane angesichts des steigenden CO2Gehalts der Atmosphäre dar.

Der Forschungsbereich untersucht

  • Oberflächennahe Biologie und die Stoffflüsse zwischen Ozean und Atmosphäre
  • Stoffflüsse und -kreisläufe in der Wassersäule
  • Biogeochemie und Paläo-Umweltbedingungen
  • Marine biogeochemische Prozesse mittels numerischer Modellierung

Neues aus dem FB2

Vertikalschnitt der zonal gemittelten Sauerstoffänderungen in der Simulation mit historischen CO2 Emissionen und Emissionsstopp am 1.1.2021. Links: Jahr 2020 im Vergleich zu 1800. Rechts: Jahr 2650 im Vergleich zu 2020. Grafik: C. Kersten nach Oschlies, GEOMAR.
16.04.2021

Langzeitfolgen des Klimawandels

Sauerstoff im Ozean wird noch über Jahrhunderte abnehmen

Manganknolle mit einem Tiefseeschwamm. Expedition SO242, Foto: ROV KIEL6000, GEOMAR.
06.04.2021

Erforschung der Umweltfolgen von Manganknollen-Abbau in der Tiefsee

Europäische Wissenschaftler*innen führen Untersuchungen parallel zum ersten Test eines Kollektor-Prototypen am Meeresboden des Pazifiks durch