Forschungsbereich 3: Marine Ökologie

Überblick

Der Forschungsbereich "Marine Ökologie" gliedert sich in fünf Forschungseinheiten: Experimentelle Ökologie - Benthos, Marine EvolutionsökologieMarine Naturstoffchemie, Marine Symbiosen und Ökosystembiologie des Ozeans.

Die biologische Vielfalt des Ozeans ist für das Funktionieren von Ökosystemen unerlässlich und treibt biogeochemische Zyklen an. Ein tieferes Verständnis von vorhandener Biodiversität, den damit zusammenhängenden Prozessen und der Reaktionen auf Störungen der Umwelt, werden zur Projektion zukünftiger Veränderungen benötigt, auch um als Richtschnur für die nachhaltige Nutzung biologischer Ressourcen zu dienen.
Zu den Kernfragen des FB3 gehören:

  • Wie werden sich die Wechselbeziehungen zwischen Arten und (innerhalb) marinen Lebensgemeinschaften als Folge multipler Umweltveränderungen, entwickeln, einschließlich des Auftretens invasiver Arten und neuer Pathogene?

  • Wie werden sich die Biodiversität von Ökosystemen und damit ihre Funktion inklusive Ökosystemleistungen (z.B. Produktivität, Kohlenstoffbindung, Nährstoffspeicherung) als Reaktion auf Störungen, Migrationsbewegungen und Einschleppungen ändern? Was sind die relativen Beiträge von evolutionärem Wandel, physiologischer Plastizität und Restrukturierung der Gemeinschaft zur ökologischen Gesamtantwort auf globale Umweltänderungen im Meer?

  • Welche neuen marinen Ressourcen (genetische Ressourcen, marine Organismen und biologische Substanzen), können durch den Menschen genutzt werden? Wie können wir marine Ressourcen durch intelligente Managementstrategien besser schützen? Wie lassen sich lebende Ressourcen nachhaltig nutzen, ohne negative Effekte auf Populationsgrößen, Biodiversität und die betroffenen Habitate?

 

Forschungsgruppen

Derzeit gibt es 14 Forschungsgruppen im Forschungsbereich Marine Ökologie. Kurzinformationen zu den einzelnen Forschungsgruppen erscheinen wenn der Mauszeiger auf die einzelnen Graphiken geführt wird. Durch Klicken auf die Graphiken wird auf die Seite der jeweiligen Forschungsgruppe weitergeleitet.

Neues aus dem FB3

Keimfreie (untere Reihe) und natürliche Epyhren im Vergleich: Die äußere Erscheinung macht deutlich, dass die Quallen ohne natürliches Mikrobiom in ihrer Fitness eingeschränkt sind. Foto: Nancy Weiland-Bräuer
24.11.2020

Lebenszyklus der Ohrenqualle hängt vom Mikrobiom ab

CAU-Forschungsteam weist am Beispiel von Aurelia aurita Zusammenhänge zwischen der mikrobiellen Besiedlung und der Reproduktion mariner Nesseltiere nach

Dorschlarve. Foto: T. Reusch, GEOMAR.
14.10.2020

Kein Nachwuchs bei Dorsch und Hering

Wissenschaft alarmiert: Fischbeständen in der westlichen Ostsee droht Kollaps