Verbesserung der ökologischen Bewertung mariner Ökosysteme durch technologische Innovationen

Acronym
AQUASPECT
Titel
Verbesserung der ökologischen Bewertung mariner Ökosysteme durch technologische Innovationen
Kurzbeschreibung
AQUASPECT adressiert die Priorität 1 „Digitale Zwillinge des Ozeans (DTO) auf regionaler Teilbeckenebene“ der Ausschreibung „Sustainable Blue Economy Partnership 2024“. Das Projekt bearbeitet drei der vier Themenschwerpunkte: (i) bestehende Datenerhebungs- und Visualisierungssysteme, (ii) ökologische Modellierung sowie (iii) die Konzeption eines neuartigen Monitoringsystems unter Nutzung neuer und bestehender Sensorik. AQUASPECT verfolgt einen datengetriebenen Ansatz in Kombination mit Methoden der künstlichen Intelligenz, um den Zustand von Küstenökosystemen präziser zu bewerten und das Verständnis biogeochemischer Prozesse auf regionaler Ozeanebene zu vertiefen. Das Projekt ist Teil eines dynamischen Projektverbunds zur Entwicklung von Instrumenten, FAIR-konformen Datenflüssen und digitalen Zwillingen im Rahmen der Mission „Wiederherstellung unserer Ozeane und Gewässer bis 2030“. Der inhaltliche Fokus liegt auf Plankton als zentraler ozeanischer und biodiversitätsbezogener Schlüsselvariable (EOV, EBV), das unter anderem zur Kohlenstoffbindung beiträgt und eine wesentliche Grundlage für nachhaltige Fischerei darstellt. Im Projekt wird insbesondere die Entwicklung eines neuartigen Instruments zur In-situ-Planktonbildgebung abgeschlossen und gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen bis zur Marktreife geführt. Das Instrument wird Partikel ab einer Größe von 10 µm erfassen und Organismen ab 100 µm automatisch identifizieren und damit die bestehende Palette an In-situ-Bildgebungssensoren sinnvoll erweitern. Dadurch können aktuelle Monitoringprogramme ergänzt werden, um Plankton mit bislang unerreichter räumlicher und zeitlicher Auflösung zu untersuchen – ein wesentlicher Mehrwert für politische Entscheidungsträger und regionale Interessengruppen. Die Sensoren werden in drei kontrastierenden Teilbecken – dem oligotrophen Mittelmeer, der eutrophen Nordsee und der salzarmen Ostsee – an Standorten mit umfassender physikalischer und biogeochemischer Probenahme sowie bestehenden oder im Aufbau befindlichen regionalen DTOs eingesetzt. Die entstehenden umfangreichen Datensätze zu EBVs und begleitenden Umweltparametern werden in europäische Dateninfrastrukturen integriert, darunter EMODnet, der EDITO Datenbank sowie die drei regionalen digitalen Ozeanzwillinge. Dies knüpft an laufende Initiativen zur Verbesserung der FAIR-Konformität von Planktondaten durch standardisierte Datenformate und kontrollierte Vokabulare an. Über die regionalen DTOs werden diese einzigartigen Datensätze gezielt für relevante Stakeholder und die breite Öffentlichkeit nutzbar gemacht. Spezifische Anwendungsfälle umfassen die Analyse von Biodiversitäts-Hotspots und submesoskaligem Kohlenstoffexport in der Umgebung eines Meeresnationalparks, die Entwicklung von Indikatoren zum ökologischen Zustand im Rahmen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie sowie die Bewertung der Auswirkungen von Anoxie auf lokale Ökosysteme und Fischereien.
Start
August 2025
Ende
August 2028
Bewilligungssumme (gesamt)
1086000
Bewilligungssumme (GEOMAR)
250000
Zuwendungsgeber / Programm
    BMFTR /
Koordination
Sorbonne Universite, France
Partner
Sorbonne University, France
Flanders Marine Institute, Belgium
SOCIB - Balearic Islands Ocean Observing and Forecasting System, Spane
Hydroptic, France