Algen aus der Ostsee haben Potenzial für Lebensmittelkonservierung
Wie lassen sich Lebensmittel auf natürliche Weise länger frisch halten? Lebensmittel verderben häufig durch Mikroorganismen oder durch Oxidation – eine chemische Reaktion, die Fette ranzig werden lässt. Die Studie hat acht Ostseealgen auf ihre antimikrobielle und antioxidative Wirkung untersucht. Die Extrakte wurden mithilfe moderner umweltfreundlicher Extraktionsverfahren gewonnen, bei denen weniger Lösungsmittel zum Einsatz kommt als bei herkömmlichen Verfahren. Als besonders wirksam haben sich Braunalgen der Gattung Fucus (Blasentange) herausgestellt: Fucus distichus subsp. evanescens hemmte das Wachstum des Bakteriums Staphylococcus aureus, während Fucus serratus (Sägetang) Oxidationsprozesse besonders wirksam verhinderte. Die chemische Analyse der vielversprechendsten Extrakte mittels ungezielter Metabolomik zeigte das Vorhandensein vieler neuer kleiner Moleküle in den Extrakten. Die Ergebnisse liefern eine Grundlage für natürliche Wirkstoffe in sogenannten aktiven Lebensmittelverpackungen, die Produkte besser vor Keimen und Oxidation schützen und ihre Haltbarkeit verlängern könnten.
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