Kamtschatka-Erdbeben von 2025 riss rund 500 Kilometer lange Bruchzone auf

Verschiebungen zwischen kontinentalen und ozeanischen Platten am Meeresgrund, so genannte Megathrust- oder Megaschub-Erdbeben, erzeugen die stärksten Erderschütterungen und die gefährlichsten Tsunamis überhaupt.  Ein solches Megaschub-Erdbeben der Magnitude 8,8 hat sich im Juli 2025 vor der Halbinsel Kamtschatka ereignet. Forschende haben nun seinen Ablauf im Detail rekonstruiert. Dabei wollten sie verstehen, wie weit und wie schnell sich der Bruch entlang der Subduktionszone ausbreitete. Sie kombinierten weltweit aufgezeichnete seismische Signale mit hydroakustischen Messungen aus dem Ozean. Die Auswertung zeigt, dass sich die Bruchzone über etwa 500 Kilometer erstreckte und rund 190 Sekunden andauerte. Damit weicht das Ereignis von gängigen Skalierungsbeziehungen für Erdbeben dieser Magnitude ab und unterstreicht die Bedeutung der Plattenstruktur für die Bruchausbreitung.

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https://doi.org/10.1785/0320260008

 

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