Johanna Jöhnk (vorne rechts) und Sven Sturm (hinten) in der Werkhalle des GEOMAR-TLZ.

Johanna Jöhnk hat Anfang diesen Jahres ihre Ausbildung als Feinwerkmechanikerin als Beste im Bereich der Handwerkskammer Lübeck abgeschlossen. Ausbildungsleiter Sven Sturm gratuliert - natürlich mit Abstand. Foto: Jan Steffen/GEOMAR

Auf gut Glück zur besten Feinwerkmechaniker-Gesellin

Azubis des Technik- und Logistikzentrums beenden Ausbildung mit sehr guten Noten

01.03.2021/Kiel. Die Entscheidung, Feinwerkmechanikerin zu werden, war eher ein Zufall. Doch dieser Zufall war offenbar genau richtig für Johanna Jöhnk. Nach zweieinhalb Jahren Lehrzeit am Technik- und Logistikzentrum schloss sie ihre Ausbildung im Januar als Beste im Bereich der Handwerkskammer Lübeck ab – und das immerhin im Ausbildungsjahrgang mit den höchsten Durchschnittsnoten seit Mitte der 1980er Jahre.

Zu diesem guten Jahrgangsschnitt haben auch Lea Rohde und Lynn Marie Fiehler beigetragen, die ebenfalls im TLZ zu Feinwerkmechanikerinnen ausgebildet worden sind und im Januar ihre Gesellenbriefe mit ebenfalls sehr guten Noten erhielten. „Ganz großen Glückwunsch an alle drei. Tolle Leistungen. Wir im TLZ freuen uns sehr“, sagt Ausbildungsleiter Sven Sturm.  

Vor drei Jahren wusste Johanna Jöhnk allerdings nur, dass sie „etwas Handfestes“ lernen wollte, bevor sie möglicherweise ein Studium beginnen würde. Ein Freund erzählte ihr von seiner Ausbildung als Feinwerkmechaniker. Aus ihrem familiären Umfeld kannte sie das GEOMAR und seine Themenfelder. „Das hat mich schon immer interessiert“, sagt sie. Als sie dann die Ausschreibung für die Ausbildung gesehen hat, habe sie sich einfach auf gut Glück beworben. „Irgendwie passte alles zusammen, ich wollte sehen, was auf mich zukommt“, erinnert sie sich. Die übliche Ausbildungszeit von dreieinhalb Jahren konnte sie auf zweieinhalb Jahre reduzieren. Die Zeit reichte aber, um nicht nur die theoretischen und praktischen Grundlagen des Berufs zu lernen, sondern auch, um an zahlreichen interessanten Projekten mitzuwirken. Neben vielzähligen Probenhaltern hat Johanna Jöhnk unter anderem an einem neuen Meeresboden-Crawler mitgewirkt, der in den vergangenen Monaten im TLZ entstanden ist. „Es war sehr spannend, dieses Projekt von den ersten Skizzen bis zu ersten Fahrtests zu begleiten“, sagt sie.

Jetzt nach Abschluss der Ausbildung wollte sie eigentlich für drei Monate in einer Firma auf Lolland (DK) arbeiten. „Ob das klappt, ist wegen Corona aber unsicher“, sagt Johanna Jöhnk. Danach wird sie Medientechnik studieren.

Aktuell läuft bereits die Bewerbungsphase für die nächsten Ausbildungsrunden am GEOMAR. Neben Ausbildungsstellen für Kaufleute für Büromanagement und für Fachinformatiker*innen sind auch wieder solche für Feinwerkmechaniker*innen ausgeschrieben. „Wir freuen uns auf viele Bewerbungen“, sagt Sven Sturm.

Johanna Jöhnk (vorne rechts) und Sven Sturm (hinten) in der Werkhalle des GEOMAR-TLZ.

Johanna Jöhnk hat Anfang diesen Jahres ihre Ausbildung als Feinwerkmechanikerin als Beste im Bereich der Handwerkskammer Lübeck abgeschlossen. Ausbildungsleiter Sven Sturm gratuliert - natürlich mit Abstand. Foto: Jan Steffen/GEOMAR