UNESCO-Lehrstuhl für Integrierte Meereswissenschaften verlängert
Prof. Dr. Arne Körtzinger (GEOMAR) und Prof. Dr. Silja Klepp (CAU) bis 2029 im Amt
Die Kieler Meeresforschung nimmt seit Jahren einen Spitzenplatz in der Welt ein. Nun wurde der dortige UNESCO-Lehrstuhl für Integrierte Meereswissenschaften bis zum 31. Dezember 2029 verlängert. Der Lehrstuhl ist bereits seit 1997 der Universität Kiel zugeordnet. Er wird aktuell gemeinsam von Prof. Dr. Arne Körtzinger, Meereschemiker am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, und Prof. Dr. Silja Klepp, Humangeografin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) geleitet.
Stärkung internationaler Zusammenarbeit und Netzwerke
In Deutschland gibt es derzeit insgesamt zwölf UNESCO-Lehrstühle. Sie sollen internationale Kooperationen in Forschung und Lehre stärken und so zur Bewältigung globaler Herausforderungen beitragen. Der Kieler UNESCO-Lehrstuhl unterstützt insbesondere Ausbildungs- und Forschungsnetzwerke in Westafrika.
Fokus auf Ausbildung und Nachwuchsförderung in Westafrika
Prof. Dr. Arne Körtzinger und Prof. Dr. Silja Klepp engagieren sich seit vielen Jahren für die Ausbildung von Studierenden und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Region. Ein zentrales Beispiel hierfür ist die Zusammenarbeit mit dem Ocean Science Center Mindelo (OSCM) auf den Kapverden. Das OSCM wird gemeinsam vom GEOMAR und dem Instituto do Mar (IMar) in Mindelo, Cabo Verde, betrieben.
Forschungsprogramm FUTURO: Große Schiffskampagne geplant
Darüber hinaus ist das GEOMAR mit dem internationalen Forschungsprogramm FUTURO (Future West African Marine Ecosystems) maßgeblich an den Aktivitäten des UNESCO-Lehrstuhls beteiligt. Eine der ersten großen FUTURO-Aktivitäten wird ab 2029 eine einjährige Schiffskampagne im tropischen Atlantik vor der westafrikanischen Küste sein.
Unter der Leitung von Arne Körtzinger hat das GEOMAR dazu kürzlich gemeinsam mit Projektpartner:innen aus Westafrika und Europa, darunter auch die CAU, einen Co-Design-Workshop im senegalesischen Küstenort Saly organisiert. Ziel war es, gemeinsam mit afrikanischen Akteuren zentrale Problemstellungen und thematische Schwerpunkte für die großangelegten künftigen Forschungsvorhaben festzulegen.
Prof. Dr. Arne Körtzinger bei einem Vortrag über das Forschungsprogramm FUTURO im Rahmen der UN-Ozeankonferenz (UNOC) im Juni 2025.
Foto: Sarah Uphoff, GEOMAR