Küstengewässer Schleswig-Holsteins: Zeitverzögerte und räumlich unterschiedliche Reaktionen auf Umweltveränderungen
Die hydrographischen Bedingungen in den Küstengewässern Schleswig-Holsteins variieren räumlich und zeitlich stark. Für ihre Studie haben die Forschenden mit einer dreijährigen Messreihe (2021-2024) Unterschiede zwischen Bodden der Ostsee, dem Nordseewatt und anderen küstennahen Stationen analysiert und dabei insbesondere Salzgehalt und Temperatur betrachtet. Die Ergebnisse zeigen zeitverzögerte Reaktionen auf Starkregen und Flusseinträge, mit bis zu sechs Tagen bis zur Auswirkung in der Husumer Bucht und rund sieben Wochen Verzögerung nach einem Elbehochwasser im Wattenmeer. Zudem wurden sommerliche Temperaturspitzen und Frostereignisse mit Massensterben von Seepocken beobachtet. Die Studie zeigt, wie stark Küstenökosysteme auf Extremereignisse reagieren und wie wichtig hochaufgelöstes Monitoring für ihr Verständnis ist.
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