Bild des Monats: September 2014
JAGO auf Tauchstation
Wie reagieren die Kaltwasserkorallen-Art Lophelia pertusa und ihre „Mitbewohner“ auf den Klimawandel? Regelmäßig besuchen Meeresbiologen des GEOMAR mit dem Tauchboot JAGO Riffe entlang der Küste Norwegens.
JAGO-Pilot Juergen Schauer hat das Tauchboot am Fuß eines Korallenriffes im Trondheimfjord abgesetzt, um Proben zu sammeln. Hier gedeihen vor allem Weichkorallen und Schwämme
Der Kieler Unterwasser-Fotograf Uli Kunz nahm unser Foto des Monats September während der POSEIDON-Expedition POS455 im Juli 2013 auf. Auf dieser Reise platzierten die Forscher Geräte für Messungen und Wachstumsexperimente am Boden des Trondheimfjords: Zwölf Monate lang erfassten marine Observatorien, so genannte „Lander“, Temperatur, pH-Wert und Strömungen. Kleine Körbe, bestückt mit zuvor markierten Korallenfragmenten, ermöglichen den Wissenschaftlern, das Wachstum der Korallen unter natürlichen Bedingungen zu ermitteln. Rund einen Meter hohe Pyramiden, auf deren Seiten Kunststoffplatten und Muschelschalen angebracht sind, sollen Aufschluss über Bioerosionsraten und Besiedlungsgeschwindigkeiten geben.
Vor wenigen Tagen wurden diese Geräte auf der Expedition POS473 wieder geborgen und Proben für weitere Experimente gesammelt. Anhand ihrer Messungen und Versuch können die Wissenschaftler besser abschätzen, ob die Meerestiere in Zukunft unter der Erwärmung des Meerwassers, der Ozeanversauerung und einer veränderten Nahrungsverfügbarkeit leiden werden.
Mehr über ihre aktuellen Beobachtungen und die anstehenden Arbeiten verraten die Teilnehmer der POSEIDON-Expedition POS473 im Kieler Blogportal Oceanblogs.
Links:
Kaltwasserkorallen: Die heimlichen Schönheiten der Tiefe
Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler
<link entdecken artikel article wie-geht-es-lophelia-co _blank external-link-new-window einen externen link in einem neuen>Wie geht es Lophelia & Co.?
Bild des Monats: Mai 2014: Kaltwasserkorallen im Klimastress