Die Direktorin des GEOMAR, Katja Matthes (links) und der Kapitän der ALKOR, Marc Petrikowski begrüßten Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Dorit Stenke, die sich an Bord des Forschungsschiffes ein Bild davon gemacht hat, wie Umweltbildung ganz praktisch aussehen kann.

Foto: Sarah Uphoff, GEOMAR

Schüler:innen vom Freitags-Forschungs-Club am GEOMAR und vom Gymnasium Schloss Plön bereiten ihre Tagesfahrt auf dem Forschungsschiff ALKOR vor, während der biologische, chemische und physikalische Experimente gemacht werden, um den Zustand der Ostsee zu untersuchen.

Foto: Sarah Uphoff, GEOMAR

Vor dem Ablegen besuchte Dorit Stenke, Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, mit Kapitän Marc Petrowski und GEOMAR-Direktorin Katja Mathes die ALKOR. Die Erfahrung, Wissenschaft direkt zu erleben, würde den Funken der Neugierde bei den Schüler:innen zünden und ihre Fähigkeit stärken, die Zukunft aktiv mitzugestalten, lobte die Ministerin.

Foto: Sarah Uphoff, GEOMAR

Mit dem Forschungsschiff ALKOR fahren Schüler:innen vom Freitags-Forschungs-Club und vom Gymnasium Schloss Plön heute nach Boknis Eck, um meereswissenschaftliche Methoden zu erlernen.

Foto: Marc Petrikowski

Ministerin Dr. Dorit Stenke zu Besuch auf der ALKOR

Forschung erleben, Zukunft gestalten: Schüler:innen lernen das wissenschaftliche Arbeiten auf einem Forschungsschiff kennen

24. Juni 2026/Kiel. Wer die Zukunft gestalten will, muss die Welt verstehen, in der wir leben. Junge Menschen schon früh mit Forschung in Kontakt zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen zu beschäftigen – dieses Anliegen teilt die Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Dorit Stenke mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Heute hat sich die Ministerin ein Bild davon gemacht, wie Umweltbildung ganz praktisch aussehen kann – auf einem Forschungsschiff.

Morgens halb neun vor dem GEOMAR an der Schwentine in Wellingdorf: Noch liegt die ALKOR fest vertäut am Anleger. In den Laboren an Bord des Schiffes bauen Jugendliche ihre wissenschaftlichen Stationen auf. Während der Tagesfahrt sollen biologische, chemische und physikalische Experimente gemacht werden, um den Zustand der Ostsee zu untersuchen. Gerätschaften wie Mikroskope, Planktonnetze oder Photometer haben die Schüler:innen bereits in der Woche zuvor in große Aluminiumkisten verpackt, denn ein Forschungsschiff ist im Grunde eine schwimmende Plattform – die Labore sind leer. Was man zum Experimentieren braucht, muss man mitbringen.

Die Ausfahrt führt zur Langzeitbeobachtungsstation Boknis Eck in der Eckernförder Bucht. Dort lernen die Jugendlichen den Umgang mit dem „Arbeitspferd der Meeresforschung“, der CTD-Sonde. Das Gerät besteht aus einem Kranzwasserschöpfer, mit dem Wasserproben aus verschiedenen Wassertiefen genommen werden können sowie einer Mess-Sonde, die Daten zu Leitfähigkeit, Temperatur und Tiefe erfasst. Daneben wird Plankton gefischt und mit einer Dredge Organismen vom Meeresboden geholt.

Etwa die Hälfte der Schüler:innen sind mit einigen der Methoden schon vertraut. Sie besuchen regelmäßig den Freitags-Forschungs-Club am GEOMAR, wo sie eigene Forschungsfragen entwickeln und Experimente machen. Die zweite Gruppe kommt vom Gymnasium Schloss Plön, das gemeinsam mit dem GEOMAR in dem deutsch-dänischen Interreg-Projekt MYREcross zusammenarbeitet. Das Projekt bringt Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus beiden Ländern zusammen, um junge Menschen auf den Umgang mit Zukunftstechnologien vorzubereiten. Dabei entwickeln die Projektpartner Unterrichtsmodule zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Drohnen und autonomen Systemen.

„Die Tagesfahrt ist eine tolle Gelegenheit für die Schülerinnen und Schülern, unmittelbar zu erleben, wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen und wie sie helfen können, Lösungen für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu entwickeln“, sagte Prof. Dr. Katja Matthes, Direktorin des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. „Nachhaltige Entwicklung braucht Menschen, die neugierig bleiben, Fragen stellen und wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen können.“

Und Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke sagte: „Wenn Schülerinnen und Schüler Forschung nicht nur im Unterricht kennenlernen, sondern selbst an Bord eines Forschungsschiffes Daten erheben und auswerten, wird Wissenschaft unmittelbar erlebbar. Solche Erfahrungen zünden den Funken der Neugierde und stärken die Fähigkeit, die Zukunft aktiv mitzugestalten.“

Drei Personen, zwei Frauen in sommerlicher Kleidung und ein Mann in Uniform stehen vor einem Forschungsschiff im Hafen. Die Gangway ist heruntergelassen.in

Die Direktorin des GEOMAR, Katja Matthes (links) und der Kapitän der ALKOR, Marc Petrikowski begrüßten Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Dorit Stenke, die sich an Bord des Forschungsschiffes ein Bild davon gemacht hat, wie Umweltbildung ganz praktisch aussehen kann.

Foto: Sarah Uphoff, GEOMAR

Jugendliche in einem niedrigen Raum im Bauch eines Schiffes, sprechen mit zwei Frauen in sommerlicher Kleidung

Schüler:innen vom Freitags-Forschungs-Club am GEOMAR und vom Gymnasium Schloss Plön bereiten ihre Tagesfahrt auf dem Forschungsschiff ALKOR vor, während der biologische, chemische und physikalische Experimente gemacht werden, um den Zustand der Ostsee zu untersuchen.

Foto: Sarah Uphoff, GEOMAR

Auf der Brücke eines Schiffes: Eine Frau hat auf dem Platz des Steuermanns Platz genommen, der Kapitän und eine weitere Frau stehen hinter ihr.

Vor dem Ablegen besuchte Dorit Stenke, Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, mit Kapitän Marc Petrowski und GEOMAR-Direktorin Katja Mathes die ALKOR. Die Erfahrung, Wissenschaft direkt zu erleben, würde den Funken der Neugierde bei den Schüler:innen zünden und ihre Fähigkeit stärken, die Zukunft aktiv mitzugestalten, lobte die Ministerin.

Foto: Sarah Uphoff, GEOMAR

Forschungsschiff auf dem Meer, im Hintergrund Küste mit Leuchtturm und Windrädern

Mit dem Forschungsschiff ALKOR fahren Schüler:innen vom Freitags-Forschungs-Club und vom Gymnasium Schloss Plön heute nach Boknis Eck, um meereswissenschaftliche Methoden zu erlernen.

Foto: Marc Petrikowski