Prorektor der St. Petersburger Bergbauuniversität, Prof. Dr. Igor B. Sergeyev gratuliert Iason-Zois Gazis. Foto: Rohstoffforum.

Prorektor der St. Petersburger Bergbauuniversität, Prof. Dr. Igor B. Sergeyev gratuliert Iason-Zois Gazis. Foto: Rohstoffforum.

Rohstofferforschung durch maschinelles Lernen prämiert

Forscher vom GEOMAR aus deutsch-russischer Konferenz ausgezeichnet

02.12.2019/St. Petersburg/Kiel. Auf der 12. Deutsch-Russischen Rohstoffkonferenz, die vom 27. bis 29. November in Sankt Petersburg, Russland stattfand, wurde Iason-Zois Gazis, Doktorand am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mit einem Nachwuchspreis ausgezeichnet. An der jährlich stattfindenden Konferenz, die von der Bergakademie Freiberg und der St. Petersburger Bergakademie organisiert wird, nahmen mehr als 500 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teil.

Wie kann man möglichst genau quantifizieren, wie viele Manganknollen es in der Tiefsee gibt. Dies per Hand aus Bildern auszuzählen, Größen abzuschätzen und daraus Mengen zu errechnen ist eine langwierige Prozedur, die für größere Flächen nicht praktikabel ist. Deshalb werden zunehmend automatisierte Verfahren entwickelt, um eine zuverlässige quantitative Erfassung dieser Rohstoffvorkommen zu ermöglichen. Am GEOMAR Helmholtz-Zentrum werden dafür seit einigen Jahren in der Arbeitsgruppe Tiefseemonitoring neue Methoden mit Hilfe automatisierter Bilderkennungsverfahren entwickelt. Iason-Zois Gazis, Doktorand am GEOMAR wurde auf der 12. Deutsch-Russischen Rohstoffkonferenz für seine herausragende Präsentation dieser Arbeiten besonders geehrt.

An einem speziell für den wissenschaftlichen Nachwuchs gewidmeten Teil der Konferenz, stellen 50 junge Forschende (25 von deutschen und 25 von russischen Forschungseinrichtungen / Universitäten) ihre Arbeiten vor. Aus diesen Präsentationen wurden dann die jeweils besten Präsentationen ausgezeichnet. „Es war für mich schon ein Erfolg, dass ich zu den 25 Ausgewählten gehörte, die an der Konferenz teilnehmen konnte“, sagt Iason-Zois Gazis. Dafür wurden die Reisekosten von den Organisatoren übernommen. Über die Auszeichnung selbst, die er vom Prorektor der St. Petersburger Bergbauuniversität, Prof. Dr. Igor B. Sergeyev, entgegennehmen durfte, freute er sich natürlich noch mehr. Der in Athen geborene Gazis studierte an der University of the Aegean, Griechenland und kam 2017 ans GEOMAR, wo er nun an seiner Promotion arbeitet.

„Eine solche Auszeichnung ist immer eine besondere Wertschätzung und Motivation“, sagt Prof. Dr. Jens Greinert, Leiter der Gruppe Tiefseemonitoring und Betreuer von Gazis. Auch für die weitere Laufbahn des jungen Forschers könne dies nur nützlich sein, so Greinert weiter.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz stand die Ausgestaltung einer zukunftsorientierten Nachhaltigkeitskooperationen, die klimafreundliche Transformation der Energiesysteme in beiden Ländern sowie der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft. Sie wird neben Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft auch von hochrangigen Politikern besucht. In diesem Jahr war unter anderem auch der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, sowie der stellvertretende russische Premierminister Alexey Gordejev zu Gast.

Ausgezeichnete Arbeit:

Gazis I.Z., Greinert J., Schoening T., 2019: Spatial quantitative mapping of polymetallic nodules based on machine learning. 

Kontakt:

Dr. Andreas Villwock (GEOMAR, Kommunikation & Medien), Tel.: 0431 600-2811, presse(at)geomar.de

Prorektor der St. Petersburger Bergbauuniversität, Prof. Dr. Igor B. Sergeyev gratuliert Iason-Zois Gazis. Foto: Rohstoffforum.

Prorektor der St. Petersburger Bergbauuniversität, Prof. Dr. Igor B. Sergeyev gratuliert Iason-Zois Gazis. Foto: Rohstoffforum.