Feldarbeit – So entwickeln wir die KI-Produkte

Ein wichtiger Teil des Projekts besteht in der Feld- und Laborarbeit, bei der die neuen Sensoren und Komponenten der autonomen Überwachungskiste (KI-Produkt 1in situ geprüft werden. Anschließend werden die Ergebnisse mit den Labormessungen verglichen, um die Genauigkeit der biochemischen Analyse der AMB zu bewerten. Bei Versuchsmessungen mit dem CytoSub und PlanktoScope werden Bilder der verschiedenen Phytoplanktonarten aufgenommen. Diese Fotos werden dann, gemeinsam mit öffentlich zur Verfügung stehenden Bilddatenbanken, verwendet, um das Bilderkennungstool FAIR (KI-Produkt 2) zu trainieren.  

An der Bordaußenwand wird ein Ramses Über/Unterwasser-Spektroradiometer befestigt, welches die Wasserfarbe in situ misst und dessen Ergebnisse mit denen der Satellitenmessungen verglichen werden können. Dazu müssen schiffgestützte Messungen räumlich und zeitlich mit den Überflugzeiten der richtigen Satelliten synchronisiert werden. Messungen der Primärproduktion, die im Labor an Wasserproben der Ausfahrten durchgeführt werden, komplettieren den Ansatz, um die CO2-Senkenfunktion in Zukunft großflächig und hochaufgelöst für Küstengewässer der Ostsee bestimmen zu können (KI-Produkt 3).

Im Projekt werden Satellitendaten der Phytoplanktonvorkommen mit denen der in situ Messgeräte verknüpft, um zum einen die Kalibration der Satellitendaten in flachen Küstengewässern der Ostsee zu verbessern und damit hochaufgelöste großflächige Beobachtungen der Mikroalgen zu ermöglichen. Zum anderen soll ein KI-gestütztes Visualisierungstool den Zustand der Algen in der küstennahen Ostsee einfach verständlich sichtbar machen (KI-Produkt 4). Dazu bieten die regelmäßigen Ausfahrten nach Boknis Eck die Möglichkeit eine solide Datenbasis zu erhalten.