Öffentlichkeitsarbeit

Wie Mikroben in der Plastisphäre überleben Helmholtz-Team erforscht ein neues Ökosystem auf Plastikteilchen in Ozeanen

Helmholtz-Team erforscht ein neues Ökosystem auf Plastikteilchen in Ozeanen

Plastikverschmutzung ist ein globales Problem: Sie beschädigt Ökosysteme, gefährdet Tiere und kann in Form von Nanoplastik auch Folgen für die Gesundheit des Menschen haben. Deswegen ist es längst überfällig, dass ein globales Abkommen die Plastikverschmutzung reguliert. Doch Plastik ist auch zu einem neuen Lebensraum für Bakterien, Viren, Pilze und Algen geworden. Welche ökologische Bedeutung diese Plastisphäre für die natürlichen Lebensgemeinschaften hat, ist Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte. Forschende des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben sich in der vorliegenden Studie mit den bakteriellen Metagenomen befasst. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Genome der Mikroben in der Plastisphäre größer sind und mehr Genkopien für funktionelle Prozesse enthalten als die des Meeresplanktons. Diese Anpassung sichert ihnen das Überleben, schreiben die Forschenden in Environmental Pollution.

Plastikverschmutzung der Meere