Ocean Alkalinity Enhancement: Die mikrobielle Perspektive

Wie wirkt sich eine erhöhte Alkalinität des Ozeans auf die Mikroorganismen in marinen Sedimenten aus?

Ocean Alkalinity Enhancement (OAE) wird als Möglichkeit untersucht, die Fähigkeit des Ozeans zur Aufnahme und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) zu steigern. Durch die Zugabe alkalischer Minerale oder gelöster Alkalinität verändert sich die Chemie des Meerwassers, wodurch der Ozean möglicherweise mehr CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen kann. 

Marine Sedimente beherbergen vielfältige mikrobielle Gemeinschaften, die wesentliche Prozesse im Kohlenstoff-, Schwefel-, Stickstoff- und Eisenkreislauf antreiben. Diese Mikroorganismen beeinflussen, wie organisches Material abgebaut wird, wie Nährstoffe und Elemente umgewandelt werden und wie Kohlenstoff am Meeresboden verarbeitet wird. Veränderungen in der Meerwasserchemie und den Sedimentbedingungen können ihre Aktivität und die von ihnen gesteuerten biochemischen Prozesse beeinflussen. 

Unsere Forschung untersucht, wie benthische Mikroorganismen auf eine erhöhte Alkalinität des Ozeans reagieren. Durch die Kombination molekularer Ansätze, biogeochemischer Messungen und Feldstudien analysieren wir Veränderungen in mikrobiellen Gemeinschaften, ihrer Stoffwechselaktivität und ihrer Rolle bei Sedimentprozessen. Unser Ziel ist es zu verstehen, wie sich diese Reaktionen im Laufe der Zeit entwickeln und was sie für die Funktionsweise von Küstenökosystemen bedeuten. Das Verständnis der mikrobiellen Reaktionen ist ein wichtiger Schritt, um die Umweltauswirkungen von OAE und ihre möglichen Effekte auf Küstenökosysteme zu bewerten. 

Bülk

OAE at Bülk – Monitoring research on alkalinity enhancement at the Bülk wastewater treatment plant

How do benthic microorganisms respond to increased alkalinity in coastal waters? Explore our research at Bülk, where we monitor the environmental and microbial effects of a calcite-based CO₂ removal process.